SH-Liga: SG Olympia-BöHu meldet ab

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28. Januar 2015, 20:00 Uhr

Für den Fußball in Neumünster ist die laufende Saison gefühlt die schlechteste und erfolgloseste seit Ewigkeiten. Gestern wurde die Szene erneut heftig erschüttert. Denn die mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz stehende Mannschaft der SG Olympia-BöHu wurde mit sofortiger Wirkung aus der Schleswig-Holstein-Liga der Frauen zurückgezogen.

„Nachdem es bereits in den vorangegangenen Serien Probleme gegeben hatte, führten jetzt die dünne Spielerinnendecke und Unstimmigkeiten innerhalb des Teams zur vorzeitigen Aufgabe“, erklärte Teammanager Volker Gerecke (Foto). Der langjährige Frauenfußballfunktionär gab dem Reglement eine Mitschuld, war doch die SG wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls mit einem Sechs-Punkte-Abzug in die Saison gestartet. „Das darf nicht unerwähnt bleiben. Dieser Abzug wurde einer Frauenmannschaft aufgezwungen, obwohl diese deutlich weniger Schiedsrichter für ihre Spiele benötigt als ein Männerteam“, schüttelte Gerecke den Kopf. Zur Erklärung: Die Frauen des MTSV Olympia beziehungsweise der SG Olympia-BöHu wurden als das am höchsten spielende Team ihres Vereins bestraft, die Männer vom Forstweg kicken „nur“ in der Verbandsliga.

Fruchtlos verlief die Bildung einer Spielgemeinschaft zu Beginn der Saison mit dem SV Bönebüttel-Husberg – „sowohl was zusätzliche Spielerinnen für die erste Mannschaft als auch dringend benötigte Schiedsrichter betrifft“, merkte Gerecke an. Die Abmeldung aus der SH-Liga bedeute, so der Teammanager, für Neumünsters Aushängeschild in Sachen Frauenfußball nach über 30 Jahren einen Tiefpunkt in der bisher so erfolgreichen Geschichte.

Die zweite Mannschaft der SG bleibt weiterhin im Spielbetrieb (Kreisliga). „Ob es in der kommenden Saison weiterhin eine Spielgemeinschaft Olympia-BöHu geben wird, bleibt aber abzuwarten“, betonte Gerecke, der die drei bestehenden weiblichen Nachwuchsmannschaften Olympias als „Lichtblick“ bezeichnete. „Mit diesen Mädchen wieder ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen, wird jetzt die wichtigste Aufgabe der Vereinsverantwortlichen sein“, schrieb Gerecke sich und seinen Mitstreitern auf die Fahne.

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