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SH-Liga-Abmeldung: Husberg wehrt sich gegen Schwarzen Peter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Die SG Olympia-BöHu ist seit wenigen Tagen Geschichte, wurde der Frauenfußball-SH-Ligist doch vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet (wir berichteten). Nach Teammanager Volker Gerecke, der seit rund 30 Jahren die Geschicke bei Olympias Frauen leitet, meldete sich nun auch Husbergs Fußballobmann Andreas Greier zu Wort.

„Wir wollen keine schmutzige Wäsche waschen. Es ist aber der Eindruck entstanden, dass uns eine Mitschuld am Scheitern der Spielgemeinschaft gegeben wird. Doch einen Schwarzen Peter haben wir nicht verdient“, sagte Greier. Schließlich sei es nie ein Thema gewesen, mit dem SV Bönebüttel-Husberg das vorherige SH-Liga-Team Olympias maßgeblich zu unterstützen. „Wir hatten uns angeboten, mit der zweiten Mannschaft des MTSV eine SG zu bilden. Denn wir hatten nur noch 15 Spielerinnen, auch bei Olympia II sah die Personallage nicht gut aus. Überdies hatte unser Frauentrainer Dennis Fürst angekündigt, am Saisonende 2013/14 aufzuhören“, erinnerte sich Greier. Beim ersten Kennenlerntraining mit insgesamt 30 Frauen von Olympia I und II sowie aus Husberg seien dann gleich einige aus seinem Club angesprochen worden, ob sie nicht in der SH-Liga spielen wollen, so der Obmann. „Doch dort sollte eigentlich nur im absoluten Notfall ausgeholfen werden“, erklärte Greier.

Gereckes Anmerkung, Olympia habe sich durch die SG mehr Unparteiische erhofft, konterte Greier gelassen: „Der SV Bönebüttel-Husberg hatte und hat genug Schiedsrichter. Dass die SG in der SH-Liga mit einem Sechs-Punkte-Abzug starten musste, lag einzig an der Zahl der gemeldeten Teams von Olympia, das das Soll an Referees nicht erfüllen konnte.“ Dass die SG im SH-Liga-Bereich gescheitert ist, liegt laut Greier an der mangelnden Einstellung vieler Spielerinnen: „Beim Training waren doch zuletzt fast nur noch Husberger Frauen vor Ort.“

Wie die Zukunft der SG aussieht, ist noch offen. Die Reserve der Spielgemeinschaft werde, so Greier, die laufende Kreisligasaison durchziehen. „Danach wird es Gespräche mit Olympias Obfrau Jodelle Sauer geben“, verriet Greier und bestätigte somit das, was auch Gerecke jüngst angedeutet hatte. Da Olympia in der kommenden Serie als SH-Liga-Absteiger ein Startrecht in der Verbandsliga genießt und überdies mehrere hoffnungsvolle Talente aus dem B-Juniorinnen-Kader des MTSV altersbedingt aufrücken werden, sieht Greier gute Chancen, „dass es mit dem Frauenfußball in Neumünster vernünftig weitergehen wird“.

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