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Champions League im shz.de-Liveticker : SG gegen THW Kiel: Flensburg will per Derby-Sieg zurück an die Spitze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute Abend steigt das größte aller Handball-Derbys: Die SG findet sich ungewohnterweise in der Favoritenrolle wieder.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2016 | 10:57 Uhr

Flensburg | Die SG Flensburg-Handewitt peilt im 87. Nordderby gegen den THW Kiel (Sonntag 19.30 Uhr) den nächsten Schritt zum Gruppensieg in der Handball-Champions-League an. „Unser Traum ist es, uns zum zweiten Mal nach 2014 für das Final Four in Köln zu qualifizieren“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke vor dem Duell heute (im Liveticker auf shz.de). Bereits zum fünften Mal treffen beide Klubs in dieser Saison aufeinander. Nach den Partien im Supercup, im DHB-Pokal, in der Bundesliga und der Champions League steht es bislang 2:2.

Eine Derby-Müdigkeit ist bei den Flensburger Spielern und dem Anhang beim besten Willen nicht festzustellen. „Wir könnten auch jeden Monat gegen den THW spielen“, schmunzelt Dierk Schmäschke. „Trotzdem steigt die Vorfreude auf diesen Klassiker von Tag zu Tag.“

Auch das Medien-Echo ist gewohnt groß bei diesem Derby: Die Bewegtbilder werden auf unterschiedlichen Kanälen gleich in drei Sprachen kommentiert – auf Deutsch, Englisch und Dänisch.

Flensburgs Coach Ljubomir Vranjes kann fast auf den ganzen Kader setzen.
Flensburgs Coach Ljubomir Vranjes kann fast aus dem Vollen schöpfen.

SG-Coach Ljubomir Vranjes hat seine Jungs nun seit einer guten Woche beisammen. Die vergangene Europameisterschaft ist kein Thema mehr, es pulsiert wieder das SG Herz. „Uns fehlt zwar noch das Fazit eines ersten Spiels“, sagt der SG Trainer. „Aber ich sehe genau, wie es im Training läuft. Alle haben intensiv trainiert, und die Stimmung ist gut.“ Bis auf Anders Zachariassen sind alle Akteure einsatzbereit. Sogar für Jacob Heinl und Jim Gottfridsson wäre ein Comeback am Sonntag denkbar.

Beim THW Kiel sieht es derzeit etwas anders aus. Dort gab es zuletzt zahlreiche Verletzungen und einige Transfers, um den Personalnotstand zu beheben. Darunter auch Blazenko Lackovic, der 2004 bis 2008 für die SG spielte. Am Mittwoch, beim 31:26-Erfolg über Gummersbach, zeigte der Kroate sein Können. Er ist heute aber nicht spielberechtigt, da er in dieser Serie schon für Vardar Skopje in der VELUX EHF Champions League auflief.

Kiels Coach Alfred Gislason blickt auf eine lange Liste mit Verletzten.
Kiels Coach Alfred Gislason blickt auf eine lange Liste mit Verletzten.

„Das wird ein extrem schweres Spiel, denn unsere Probleme werden nicht kleiner“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason mit Blick auf die lange Liste der angeschlagenen oder verletzten „Zebras“.

Der deutsche Rekordmeister Kiel, aktuell Tabellenvierter der Gruppe A, fährt als leichter Außenseiter zum ewigen Rivalen. Flensburg will wieder am aktuellen Tabellenführer Paris St. Germain, der am Mittwoch knapp in Zagreb gewonnen hatte, vorbeiziehen, um die Chance auf den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Einzug ins Viertelfinale zu wahren. „Das ist ein Derby, und wir reisen nach Flensburg, um dort zu gewinnen“, sagt jedoch THW-Rechtsaußen Niclas Ekberg. „Ich rechne mit einem hitzigen, knappen Duell und bin gespannt, wie weit die Teams nach der EM-Pause sind“, sagte Ex-Nationalspieler und Sky-Experte Pascal Hens: „Für mich ist die SG in der Favoritenrolle, denn sie haben ein Heimspiel, weniger Verletzte und sind eingespielter.“ Auf der anderen Seite habe Kiel aber so viele starke Individualisten, dass auch der THW etwas holen könne.


 

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