Plön : Senioren-WG entsteht an der "Hintersten Wache"

Am Koppelsberg entsteht eine Senioren-Wohngemeinschaft.
Am Koppelsberg entsteht eine Senioren-Wohngemeinschaft.

Verläuft alles nach Plan, dann gibt es im Kreis Plön ab Juni 2012 die erste ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft.

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16. Dezember 2011, 01:24 Uhr

Plön/Koppelsberg | Initiator des Projekts ist der Hamburger Jukka Heymann. Kürzlich stellte er die Pläne für das Projekt auf dem Gelände der historischen Zollstation "Hinterste Wache" am Koppelsberg erstmals der Öffentlichkeit vor.

Das 17.000 Quadratmeter große und idyllisch gelegene Ufergrundstück hat der Hamburger Investor von der Nordelbischen Kirche gekauft. Der 1971/73 entstandene Gebäudekomplex wurde in der Vergangenheit als Internatsschule für Spätaussiedler, als Asylbewerberheim und andere kurzlebige Projekte genutzt. Mit den ersten Sanierungsarbeiten habe man bereits im November beginnen können, berichtet Heymann erfreut.

Weitere grundlegende Modernisierungsarbeiten werden folgen, sodass der Wohn-komplex, aufgeteilt in zwei Wohngruppen, zukünftig 22 Mietern eigenen und gemeinschaftlich genutzten Raum bieten wird. "Diese erste Senioren-WG ist primär für Menschen mit Demenzerkrankungen gedacht", beschrieb Heymann das Konzept.

"Anstelle bloßer Aufbewahrung von an Demenz Erkrankten haben wir die Mobilisierung der zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen im Fokus", sagte Projektberater Harald Reinhard. Als Kooperationspartner steht der ambulante Pflegedienst des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Plön-Segeberg bereit. Die Leiterin des Pflegedienstes "Pflege zu Hause" Birthe Willsch und Geschäftsführer Michael Steenbuck zeigten sich sehr angetan von dem Pflegekonzept. Willsch schwärmte von der Offenheit und den Möglichkeiten, die sich auf dem Gelände für Bewohner wie Pflegepersonal eröffneten.

Michael Steenbuck: "Wir sind sicher, etwas zukunftsweisendes auf den Weg zu bringen." Ein großzügig gestalteter Garten und eine Nebenstelle der Arche Warder auf dem ein Hektar großen ehemaligen Bolzplatz seien geplant. Besonders die täglich erfahrbare Nähe zu Natur und zu den, durch die Arche Warder geschützten, Nutztieren wie Ziegen, Schafen und Hühnern würden sich positiv auf die künftigen Mieter und Besucher auswirken. Das 1,6 Millionen teure Objekt bietet darüber hinaus nach der Eröffnung 20 neue Arbeitsplätze im Bereich von Hauswirtschaft, Pflege und Alltagsbetreuung.

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