Gesundheitsrisiko : Schweinemett mit Keimen belastet

Appetitlich oder gefährlich? Mettbrötchen können mit Keimen belastet sein. Foto: dpa
Appetitlich oder gefährlich? Mettbrötchen können mit Keimen belastet sein. Foto: dpa

Auf dem Mettbrötchen lauert die Gefahr: Bei einer Laboruntersuchung wurden in acht von 50 Schweinemett-Proben antibiotikaresistente Keime gefunden.

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11. Januar 2013, 01:55 Uhr

Der Verzehr von Schweinemett ist möglicherweise mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden als bisher bekannt. Nach Medienberichten hat eine Untersuchung ergeben, dass rund 16 Prozent der Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind. Weil Mett roh verzehrt wird, bedeutet dies ein mögliches Risiko für Menschen. Es besteht die Gefahr, dass bei ihnen im Fall einer Erkrankung Antibiotika nicht mehr wirken.
Ein Labor hatte die Analyse im Dezember im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion vorgenommen. Getestet wurden 50 Proben in zehn Städten. Belastet sei das Mett in acht Proben gewesen, unter anderem aus einer Bäckerei in Osnabrück sowie aus Discountern in Hamburg und Köln. Auch Proben in Leipzig, München und Essen hätten Rückstände der antibiotikaresistenten Keime aufgewiesen, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung".
Der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, hält die Entwicklung für dramatisch: „Antibiotikaresistente Keime auf roh verzehrtem Fleisch sind eine tickende Bombe“, sagte er. Gefährliche Bakterien wie Salmonellen würden dadurch resistent gegen heute schon seltene Antibiotika. Ursache für das besorgniserregende Auftreten resistenter Keime ist nach Ansicht der Grünen der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung. Grünen-Vize Bärbel Höhn forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.

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