Schützenfest gegen TuRa Meldorf

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Schleswig-Holstein-Liga: Eutin 08 spielt die Gäste aus Dithmarschen vor 228 Zuschauern mit 8:1(4:1) Toren an die Wand

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10. Mai 2015, 13:25 Uhr

Die Fußballer von Eutin 08 haben in der Schleswig-Holstein-Liga nach dem 3:2(1:2)-Sieg beim TSV Schilksee am Mittwoch, ihre starke Form mit einem 8:1(4:1)-Erfolg gegen TuRa Meldorf bestätigt. „Ich freue mich, dass wir unseren Zuschauern in einem Heimspiel eine überragende Leistung geboten haben“, sagte Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner nach dem Abpfiff zufrieden.

„Es fehlen einem die Argumente, wenn man so hoch verliert“, räumte der Meldorfer Trainer Daniel Backenhaus ein. Nach zwei frühen Toren war die Taktik der Gäste über den Haufen geworden, die ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legen wollten. Eutin 08 machte am Sonnabend dort weiter, wo die Mannschaft aufgehört hatte, als sie am Mittwochabend im Nachholspiel bei Spitzenreiter TSV Schilksee eine hochklassige Partie mit 3:2(1:2) Toren gewonnen hatte.

Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner hatte bislang oft die Chancenverwertung seiner Spieler kritisiert – gegen TuRa Meldorf gab es auch in dieser Hinsicht nichts zu meckern. Felix Ahlers befreite sich aus seinem Formtief mit dem Treffer zum 1:0, als er aus 14 Metern abzog und Steffen Neelsen den Ball bei seinem Rettungsversuch unhaltbar für seinen Torwart Tobias Westphalen ins rechte untere Eck abfälschte.

Die Eutiner zeigten ein variantenreiches Spiel mit hohem Tempo, dem die Dithmarscher nicht viel entgegenzusetzen hatten. Innenverteidiger Sönke Meyer fand immer wieder Gelegenheiten zu Vorstößen, er markierte das 2:0 mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze. Als der Kapitän die Vorarbeit von Felix Ahlers und Christian Rave mit einem sprktakulären Hechtkopfball aus spitzem Winkel zum 3:0 nutzte, war das Spiel entschieden. Auch der Meldorfer Anschlusstreffer nach einer Unachtsamkeit in der Eutiner Abwehr brachte Eutin 08 nicht aus dem Rhythmus. Florian Sax stellte unmittelbar vor der Pause den alten Abstand wieder her.

Die Gastgeber machten auch nach der Pause weiter Druck. Mecki Brunner hatte schon in Schilksee Christian Rave als einzige Spitze aufgeboten. Rave riss immer wieder Lücken in die gegnerische Abwehr, sicherte die Bälle in der Spitze und setzte seine Mitspieler mit Übersicht ein. Dahinter waren Felix Ahlers und Kevin Hübner kaum zu stoppen. Sie wirbelten die TuRa-Hintermannschaft durcheinander, so dass die Zuschauer der Mannschaft Beifall auf offener Szene spendeten.

Zum Torjäger avancierte Florian Sax, der nach dem 4:1 auch das 5:1 und 6:1 markierte. „Ich habe zuletzt in der A-Jugend drei Tore in einem Spiel geschossen“, sagte Sax, der erst vor Kurzem in die Mansnchaft zurückgekert war, nachdem ihn ein Kreuzbandriss im ersten Punktspiel Anfang August außer Gefecht gesetzt hatte. „Unser Trainer hat mich prima aufgebaut, so dass ich meinen Rhythmus allmählich finden konnte“, sagte Sax.

Auch die Auswechslungen bremsten den Eutiner Spielfluss nicht – im Gegenteil: Florian Schumacher erwies sich in der letzten halben Stunde als Ballverteiler und belohnte sich selbst mit dem Treffer zum 7:1, als er eine Kmobination von Rave und Hübner in Abstaubermanier abschloss. Für die Gastgeber war sogar ein zweistelliges Resultat im Bereich des Möglichen, Kevin Hübner traf in der ersten Halbzeit den rechten Pfosten (29.), später parierte Westphalen gegen Yannick Bremser (75.) und Hübner (80.) per Fußabwehr. So beendete Bremser den Torreigen, indem er eine Hübner-Flanke vollkommen freistehend zum 8:1 ins Tor nickte (82.).

„Wir hatten nach dem Anschlusstreffer zum 1:3 ein wenig Mut gewonnen, doch dann kam mit dem 4:1 noch vor der Pause der nächste Nadelstich“, meinte Daniel Bachkenhaus bei der anschließenden Pressekonferenz.

Für Eutin 08 steht jetzt das Kreispokalfinale in Neustadt gegen den Verbandsligisten TSV Pansdorf im Blickpunkt, das am Himmelfahrtstag um 17 Uhr auf dem Gogenkrog angepfiffen wird. „Wir haben nach vier Jahren zum ersten Mal die Möglichkeit, den Pokal nach Eutin zu holen – und die wollen wir nutzen“, sagte Brunner zuversichtlich.

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