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23. Oktober 2017 | 19:58 Uhr

„Schöne Zeit mit tollen Menschen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Trainer Tim Rogge blickt im EZ-Interview noch einmal auf die abgelaufene Saison und seine Amtszeit zurück

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Nach Platz vier in der Vorsaison hat der Gettorfer SC die Saison in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost diesmal als Tabellensiebenter beendet. Damit sind die Gettorfer in dieser Spielzeit die beste Mannschaft des Altkreises Eckernförde hinter dem SH-Ligisten TSV Altenholz. Einen großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden hat Trainer Tim Rogge, der den Staffelstab in der nächsten Saison an seinen Assistenten Christian Schössler übergibt. Gegenüber der EZ zieht Rogge Bilanz über seine Amtszeit und die abgelaufene Spielzeit.

Herr Rogge, wie zufrieden sind Sie mit dem Abschneiden Ihrer Mannschaft in dieser Saison?

Tim Rogge: „Unser Platz sieben geht in Ordnung, wenn man unsere ganzen Ausfälle berücksichtigt. Auch wenn ein oder zwei Plätze besser möglich gewesen wären.“

Mit Ausnahme von sechs Spieltagen pendelte Ihre Mannschaft in dieser Saison immer zwischen den Plätzen vier und acht. Entspricht dies auch dem Leistungsvermögen des GSC?

„Die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Das passt schon. Mit Schönkirchen und Inter Türkspor waren die ersten beiden Mannschaften meilenweit weg. Eventuell hätten wir Klausdorf noch angreifen können, doch die haben eine sehr gute Rückrunde gespielt.“

Was bleibt nach drei Jahren beim GSC hauptsächlich in Erinnerung?

„Vor allem, dass ich meine ersten Erfahrungen als Trainer sammeln durfte. Es war eine schöne Zeit mit tollen Menschen. Es war teilweise sehr emotional und nicht immer so ganz einfach.“

Gibt es eine Entscheidung, die Sie gerne anders getroffen hätten?

„Als Trainer muss ich ständig Entscheidungen treffen. Da kommt es auch schon einmal vor, dass ich dem einen oder anderen weh tun muss. Grundsätzlich kann ich mich aber wirklich an keine grundlegend falsche Entscheidung erinnern.“

Woran denken Sie besonders gerne zurück?

„Einerseits an unseren Klassenerhalt im ersten Jahr, da es ein Aufsteiger immer schwer hat. Nach unserer schwachen Hinrunde war es schon eine Achterbahn der Gefühle. Andererseits war da unser Kreispokalsieg im Finale gegen Rotenhof im vergangenen Jahr.“

Und woran gar nicht gerne?

„Da muss ich unser Abschneiden bei den Hallen-Kreismeisterschaften nennen. Die waren überhaupt nicht unser Ding. Wir haben nicht viele Spieler, die gern in der Halle spielen.“

Wieviel haben Sie von dem umsetzen können, was Sie sich vorgenommen hatten?

„Unser Ziel war es, den GSC dauerhaft in der Verbandsliga zu etablieren. Das ist uns gelungen. Ich bin schon etwas stolz darauf, meinen Teil dazu beigetragen zu haben.“

Welcher Spieler hat in Ihrer Amtszeit den größten Leistungssprung gemacht?

„Es haben einige Spieler eine gute Entwicklung genommen, wie etwa Niklas Wolf, Daniel Hansen oder Klaas Weber. Den größten Sprung hat meiner Meinung nach allerdings Lars Empen gemacht, der zu einem echten Führungsspieler aufgestiegen ist.“

Wer hat das Potenzial für eine positive Überraschung nächste Saison?

„Ich weiß nicht, ob das noch eine Überraschung ist, aber der GSC wird noch große Freude an Jan Mues haben. Er hat als A-Jugendlicher schon in dieser Saison voll überzeugt, obwohl er nicht auf seiner Lieblingsposition im Zentrum zum Einsatz kam.“

Wie verlief die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Christian Schössler?

„Die hätte nicht besser sein können. Christian und ich kennen uns seit der Kindheit und haben damals schon in der E-Jugend auf dem Bolzplatz in Stubbendorf miteinander gespielt. “

Was trauen Sie ihm in der kommenden Saison zu?

„Eine ganze Menge. Ich freue mich, dass er einer ist, der unseren eingeschlagen Weg weitergeht und neue Reize einbringen wird. Er hatte mich im Vorwege gefragt, was ich davon halten würde. Ich bin froh, dass er es macht und kein völlig Fremder. Der GSC hätte keinen besseren Nachfolger finden können.“

Wie endgültig ist Ihr Abschied als Trainer. Ist es nur eine Pause oder kann es sein, dass wir Sie in zwei, drei Jahren wieder auf der Trainerbank erleben werden?

„Das wird die Zeit zeigen. Vielleicht fängt es nach ein, zwei Jahren wieder an zu jucken. Wenn dann der richtige Verein kommt, wer weiß.“

In welcher Liga müsste der neue Verein denn mindestens spielen?

„Das ist wirklich egal, wenn eine vernünftige Idee dahinter steht und man etwas aufbauen kann.“

Wäre auch ein Comeback beim GSC möglich?

„Das ist wirklich noch zu weit weg. Generell ist aber der GSC mein Heimatverein. Sollte irgendwann Not am Mann sein, könnte man sich sicherlich zusammensetzen. Ich hoffe allerdings nicht, dass es irgendwann einmal notwendig sein wird.“

Was fangen Sie mit den zukünftigen freien Wochenenden eigentlich an?

„Nach fast 30 Jahren im Fußball freue ich mich nun erst einmal darauf, nicht mehr fremdbestimmt zu sein und meine Zeit frei einteilen zu können. Das werde ich mit meiner Familie genießen. Sicherlich werde ich mir auch einige Partien als Zuschauer ansehen.“

Das sagt der Ex-GSC-Kapitän

Gettorfs Ex-Mannschaftsführer Tobias Gravert (Foto) hat Tim Rogge einen langen Weg seiner sportlichen Laufbahn begleitet. Er sagt: „Tim ist ein guter Freund, mit dem ich schon seit der Jugend zusammen gespielt habe. Er ist sehr ehrlich und fokussiert. Wenn er etwas macht, dann sehr intensiv. Er ist super nett, einfach ein toller Typ!“


 

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