Schock in der Nachspielzeit

Die vermeintliche Vorentscheidung: Garbit Temirgan (rechts) erzielt kurz vor der Pause die 2:0-Führung für den ESV.
Die vermeintliche Vorentscheidung: Garbit Temirgan (rechts) erzielt kurz vor der Pause die 2:0-Führung für den ESV.

Fußball-Verbandsliga, Nord-Ost: Eckernförder SV gibt 2:0-Führung gegen Schönkirchen aus der Hand

shz.de von
08. Mai 2015, 06:00 Uhr

„Dieses Remis ist wirklich bitter“, sagt ESV-Coach Stefan Mackeprang zum 2:2 (2:0) seiner Mannschaft im Nachholspiel der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost gegen die TSG Concordia Schönkirchen.

„Speziell in der ersten Halbzeit haben wir wie aus einem Guss gespielt“, lobt Mackeprang. Dies traf im wahrsten Sinne des Wortes zu, denn – bei strömendem Regen – diktierten die Gastgeber klar das Spiel. Die Eckernförder ließen die Schönkirchener zwar mitspielen, doch ESV-Torhüter Tim Steingräber musste im ersten Spielabschnitt kein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Auf der anderen Seite köpfte der agile Victor Buchholz eine starke Hereingabe von Nicolas Lietz von der linken Außenbahn aus fünf Metern unhaltbar in die Maschen des Schönkirchener Tores.

Auch in der Folge erspielten sich die Gastgeber noch etliche Möglichkeiten, um die Führung weiter auszubauen, doch es dauerte bis kurz vor dem Seitenwechsel, ehe Garbit Temirgan nach perfekter Hereingabe von Sönke Smit, ebenfalls von der linken Seite, mit dem 2:0 für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte.

In der Halbzeitpause setzte Gästecoach Stefan Köpke alles auf eine Karte und brachte in der 46. Minute gleich drei neue Spieler. „Wir hatten uns in der Kabine schon darauf eingestellt, dass Schönkirchen nun alles auf eine Karte setzen würde. Das hätte ich an deren Stelle auch gemacht“, sagt Mackeprang. Die Begegnung war nun auch ausgeglichener, auch wenn die hochkarätigen Chancen der Gäste weiterhin ausblieben. „Gegen Ende der Partie haben wir es dann taktisch nicht wirklich clever gemacht“, sagt Mackeprang. Statt den Vorsprung zu verteidigen, ließen sich die Eckernförder in den zehn Schlussminuten herauslocken und ermöglichten so Schönkirchen mehrere Chancen auf den Ausgleich. Besonders ärgerlich war das dritte Tor: „Ich habe gesehen, wie der Schiedsrichter drei Minuten Nachspielzeit anzeigte, doch dann ließ er doch länger spielen, und so haben wir dann noch den höchst ärgerlichen Gegentreffer hinnehmen müssen – und das, obwohl wir im direkten Angriff davor eine Großchance zum 3:1 haben liegen lassen“, ärgert sich der ESV-Coach. „Schade war es vor allem für unsere jungen eingewechselten Spieler. Denen hätte ich schon ein Erfolgserlebnis zum Einstand gewünscht.“


Eckernförder SV: T. Steingräber – Ajdarpasic, Ströh, Tuchen, Smit – Buchholz (78. Kaak), Medler (74. Eggers), Gerlach, Matthiesen, Lietz – Temirgan (87. Carstensen)

Concordia Schönkirchen: Bitterling (46. Möller) – Schacht (46. Degenhardt), Hirsch, Langfeldt, Christoph, Flemming, Böckmann (46. Nickel), Neumann, Lühr, Schindler, Wagner

SR: Olimsky (Ostroher SC) – Zuschauer: 20

Tore: 1:0 Buchholz (17.), 2:0 Temirgan (45.), 2:1 Langfeldt (84.), 2:2 Schindler (90.+4)

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