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18. August 2017 | 15:20 Uhr

Kommentar : Schlag ins Gesicht

vom

Sinneswandel der Telekom bei der Breitbandversorgung

Hasloh | Hasloh ist kein Einzelfall. Schon mehrfach bettelten kleinere Kommunen auf Knien darum, endlich einen schnellen Internet-Anschluss zu bekommen – und wurden von der Telekom regelmäßig mit dem Argument „unwirtschaftlich“ abgewiesen. Viele Dörfer suchten und fanden Alternativen, um dann plötzlich von der Telekom doch als Kunden umworben zu werden. Für Hasloh ist das besonders bitter. Kaum ein Dorf hat mit solchem ehrenamtlichen Engagement darum gekämpft, dass die Bewohner den Anschluss an die Zukunft nicht verpassen. Und sich dabei womöglich mit der geplanten Gründung des Zweckverbands auch noch finanziell mächtig aus dem Fenster gelehnt. Es muss wie Hohn in den Ohren der rührigen Hasloher Bürger klingen, wenn die Telekom jetzt die Verlegung von Glasfaserkabeln  in Hasloh als „gute Nachricht“ verkaufen will. Das wäre es vor drei Jahren gewesen, aber jetzt? Die Telekom bekommt vermutlich dank günstiger Angebote ein Stück vom Kuchen ab und fügt der Gemeinde, die solidarisch für ihren Anschluss gekämpft hat, damit Schaden zu. Erfahrungsgemäß hört die Solidarität nämlich genau dort auf, wo der eigene Geldbeutel anfängt.          

uts@a-beig.de

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erstellt am 27.Feb.2014 | 14:48 Uhr

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