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21. Oktober 2017 | 09:14 Uhr

Schiedsrichter beobachten Bundesligaspiel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball: Lehrgangswochenende für den Förderkader bei der Partie Werder Bremen gegen Augsburg

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Während in der Bundesliga seit einigen Wochen der Ball wieder läuft, stecken die Mannschaften aus dem Kreisfußballverband Rendsburg-Eckernförde noch in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Das gleiche gilt für die Schiedsrichter. Neben zahlreichen Testspielen und Lehrabenden hatte Mentor Phillip-Christopher Otte vom Gettorfer SC ein Lehrgangswochenende für den Förderkader rund um das Bundesligaspiel SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg organisiert und gemeinsam mit Jungschiedsrichter-Lehrwart Matz-Lennart Simon durchgeführt. Fünf der acht Schiedsrichter und ebenso viele Mentoren nahmen hieran teil. Aus dem Verbreitungsgebiet der Eckernförder Zeitung waren dies neben Otte noch Donik Ibrahimi (VfR Eckernförde), Sebastian Chilcott (1. FC Schinkel), Jannik Empen (Osterbyer SV) und Tim Jeschkeit (Eckernförder MTV; kl. Foto).

„Unsere Aufgabe für das Bundesligaspiel war es, die Situationen zu notieren, die einen entscheidenden Einfluss auf den Spielcharakter hatten“, berichtet Teilnehmer Niklas Stäcker. Diese wurden am folgenden Tag anhand von Videoaufnahmen und den Aufzeichnungen der Schiedsrichter analysiert. Übernachtet wurde in einem Hostel in der Nähe des Weserstadions. „Neben der Lehrarbeit hatten wir auch viel Zeit, um uns auszutauschen. Dabei wichen die Themen auch mal vom Fußball ab“, erklärt Stäcker weiter. Dass dieses beabsichtigt war, bekräftigt Phillip Christopher Otte. „Wir wollten, dass die Mentoren die Nachwuchsschiedsrichter, aber vor allem diese untereinander sich noch besser kennenlernen.“

Der Sonntag begann für die Nachwuchsreferees überraschend früh mit einem Lauf durch Bremen. Um kurz vor 6 Uhr weckte Verbands-Schiedsrichter Sebastian Chilcott die Talente. Nach dem Frühstück folgte dann ein Regeltest, ehe die tatsächliche Lehrarbeit begann. Diese basierte auf der Aufgabe des Vortags. Dabei sollten die jungen Spielleiter erarbeiten, wie sie präventiv auf Veränderungen des Spielcharakters eingehen können und wie diese überhaupt entstehen.

„Ein Fußballspiel kann man immer in drei Phasen gliedern“, erklärt Christian Meyer. „Die Art und der Umfang variieren dabei häufig. Oft beginnen die Partien mit Abtasten, gefolgt von spielerischen Elementen und einem kampfbetonten oder ausklingendem Ende – je nach Spielstand. Es ist spannend zu sehen, wie das in eigenen Spielen von statten geht“, verrät der junge Todenbütteler. Abschließend sollte die Gruppe erörtern, welche positiven und negativen Faktoren das Spiel im Vorwege und währenddessen beeinflussen können. „Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden“, bilanziert Simon. Außerdem war noch ein Austausch mit einem Bundesliga-Referee geplant, doch dieser musste kurzfristig absagen.

Der Förderkader der Schiedsrichter wurde vor Saisonbeginn ins Leben gerufen, um eine zusätzliche Ausbildung der besonders engagierten und vielversprechenden Unparteiischen anzubieten. Aus diesem Grunde kann man sich für diesen „erlesenen Kreis“ auch nicht bewerben, sondern wird vom Schiedsrichterausschuss dafür empfohlen. Diese Empfehlungen gelten zunächst für eine Saison. Danach wird geschaut, ob sich jemand Neues dafür empfohlen hat und für einen anderen nachrückt oder ob der Kader eventuell auch noch erweitert wird. Auf jeden Fall sind die Erfahrungen bislang ausnahmslos positiv, weshalb es auch keine Eintagsfliege werden, sondern auch Bestand in den kommenden Spielzeiten haben soll.

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