Ruhiges Treffen im Haus

Der Tischkicker war ein beliebterTreffpunkt bei der Wiedersehensparty im „Haus“. Foto: Rathjens
Der Tischkicker war ein beliebterTreffpunkt bei der Wiedersehensparty im „Haus“. Foto: Rathjens

Vorweihnachtliche Wiedersehensparty im "Haus": Kleinere Besucherschar und neue Pläne für 2012

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27. Dezember 2011, 07:20 Uhr

Eckernförde | Nachdem das "Haus" bereits im November seine Türen für alle Gäste der vergangenen 40 Jahre weit geöffnet hatte, war es an diesem Vorweihnachtstag etwas ruhiger zugegangen. Dennoch lockte es Besucher mit leckerem Glühwein und rockiger Musik - die Tanzfläche jedoch blieb weitgehend unberührt.

Dass das "Haus"-Team um Organisator Gorden Frey etwas erschöpft war nach der großen Wiedersehensparty Vormonat, war verständlich.

Zuletzt hatte das Team eine ganz Nacht lang "geackert", wie Gorden Frey erzählte, "jetzt genießen wir und die Besucher das gemütliche Miteinander."

Zu den Gästen zählte auch Bernd Vogt, der bereits vor rund 30 Jahren das "Haus" als Teenager besuchte und sich mit Hilfe der Fotos, die an den Wänden verteilt hingen, an die vergangenen Zeiten erinnerte. Begleitet wurde er von seinem Sohn Jan-Nicholas (18), der vor allem für die Musik im "Haus" schwärmte: Old-School-Rock-Klassiker, für die er "gern ein paar Jahrzehnte früher zur Welt gekommen wäre", wie er berichtete.

Derweil überlegte Organisator Gorden Frey, wie es im kommenden Jahr im "Haus" weitergehen könnte. Einige Konzerte stünden bereits auf dem Programm, unter anderem von den "Broadway Killers" mit ehemaligen Mitgliedern der Band "Pinboys" aus Dänemark, die dann im Januar das junge Publikum begeistern sollen.

Aber auch ein paar weitere Kurse zum Thema Filmen möchte Gorden Frey anbieten, sollte er die Zeit dazu finden. Ob er die Nachfolge in der Leitung des "Hauses" antreten oder vielleicht in einen neuen beruflichen Weg in der freien Jugendarbeit einschlagen werde, stehe alles noch offen, so Frey.

Die Jugend-, Kultur- und Medieneinrichtung "Haus" habe sowohl mit Etat-Kürzungen als auch mit Schwierigkeiten in der Planung von Konzerten zu kämpfen, sagte er. Oft verhinderten die Forderung nach zu hohen Gagen oder die Zeitpläne der Künstler einen Auftritt in der Eckernförder Location. Außerdem sei die "lokale Szene ziemlich zusammengebrochen - egal, ob Metal, Punkrock oder Hip-Hop", wie Frey erklärte. Man müsse einen Kompromiss finden, der sowohl den jungen Bands eine Projektionsfläche gewährt als auch genügend Zuschauer anlockt, um keine Verluste zu machen.

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