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23. August 2017 | 23:59 Uhr

Rotenhofs Renaissance

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

TuS hofft nach Pokalfinal-Einzug auf Schub für die Liga

Es war eine ganz dicke Schicht Balsam, die sich die Fußballer des TuS Rotenhof auf die geschundene Seele schmierten. Drei Tage war es her, dass die Mannschaft im Abstiegskampf der Verbandsliga sang- und klanglos mit 0:5 in Heikendorf untergegangen war. Am Dienstagabend feierte sie eine furiose Wiederauferstehung und rang den Ligakonkurrenten Osterrönfelder TSV im Halbfinale des Kreispokals mit 4:3 (0:0, 1:1) im Elfmeterschießen nieder.

Mann des Spiels war schließlich Rotenhofs Torhüter Stefan Johannsen, der zwei Elfmeter parierte und seine Elf damit ins Endspiel brachte. „Wir haben uns nach dem Debakel in Heikendorf als Kollektiv sehr gut präsentiert“, sagte der Routinier, der weiß, wie Pokal geht. In der Saison 2010/11 stemmte er mit dem TSV GH Lütjenwestedt den Pott schon einmal in den Himmel. Bilder, die in seinem Kopf einen festen Platz einnehmen. „Es wäre fantastisch, wenn ich ein zweites Mal diesen Triumph feiern könnte“, so der Keeper. Johannsen schien sich seiner Sache beim Nervenspiel vom Punkt sicher zu sein. Während seine Mitspieler ob des späten Gegentreffers zum 1:1 (120.+1) entweder wutentbrannt über den Platz schimpften oder enttäuscht am Boden lagen, wirkte der Torhüter nach dem Abpfiff cool. „Ruhig Leute, dann holen uns das Ding eben im Elfmeterschießen“, schickte er selbstbewusste Töne übers Feld: „Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass ich auf jeden Fall einen halten werde.“

Sein Trainer war nicht nur mit seinem Keeper, sondern mit dem Auftritt des gesamten Teams zufrieden. „Die Jungs haben das toll gemacht. Das bringt hoffentlich das nötige Selbstvertrauen und einen Schub für den Abstiegskampf“, erklärte Thomas Gosch, dessen auf Sicherheit bedachte Taktik voll auf ging. „Natürlich wollten wir erst einmal kompakt stehen“, sagt er. Nach fünf Gegentreffern im Spiel zuvor war diese Ausrichtung wenig überraschend.

Das war sie auch für Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann nicht, dennoch musste er eingestehen. „Wir haben an diesem Tag einfach nicht die Mittel gehabt, gegen einen tief stehenden Gegner ein Tor zu schießen“, erklärte er. Zum zweiten Mal in Folge scheiterte er mit seiner Mannschaft im Halbfinale: „Wir haben die große Chance auf einen Titel leichtfertig aus der Hand gegeben. Das ist extrem ärgerlich.“

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erstellt am 15.Apr.2015 | 10:10 Uhr

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