Rotenhof trotz Niederlage mit gutem Gefühl

Gettorfs Erik Empen (links) schlägt eine Flanke in den gegnerischen Strafraum. Rotenhofs Bester, Tobias Skoruppa, kommt einen Tick zu spät.
Gettorfs Erik Empen (links) schlägt eine Flanke in den gegnerischen Strafraum. Rotenhofs Bester, Tobias Skoruppa, kommt einen Tick zu spät.

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11. Mai 2015, 13:24 Uhr

Wirklich überraschend kommt die Meldung, dass der TuS Rotenhof nach der 1:3 (0:1)-Niederlage beim Gettorfer SC definitiv aus der Fußball-Verbandsliga abgestiegen ist, nicht mehr. Und so ging es auch für Coach Thomas Gosch in erster Linie darum, Erkenntnisse für das noch anstehende Kreispokalfinale gegen den gleichen Gegner zu gewinnen. „Trotz der Niederlage habe ich nicht das Gefühl, dass wir am 23. Mai völlig chancenlos sein werden“, gibt sich Rotenhofs Übungsleiter, der in diesem Derby zunächst einen fulminant loslegenden Gastgeber sah, durchaus zuversichtlich

Jörg Ahrends musste bereits nach acht Minuten in höchster Not klären, als ein Schuss von Torben Dahsel, allerdings nicht platziert genug, auf das Tor von Stefan Johannsen zurollte. Die erste gute Möglichkeit für die Gäste besaß Harald Giese, nachdem er sich den Ball im Mittelfeld eroberte, alleine auf den gegnerischen Kasten zulief, letztlich aber aus zu spitzem Winkel scheiterte (11.). Die Führung der Heimelf entstand nach einem Rotenhöfer Angriff. „Alexander Ermeling hat zwei Abspieloptionen und entscheidet sich für den dritten Weg, der dem GSC einen Konter ermöglichte, den Dahsel nach Vorarbeit von Yannick Wolf zum 1:0 abschloss (12.)“, ärgerte sich Gosch über diese so typische Entstehung. Die Hausherren besaßen fortan ein deutliches Übergewicht und kamen durch Niklas Wolf (17.), seinen Bruder (23.) und Boy Bröckler (29.) zu hochkarätigen Möglichkeiten, die Vorentscheidung zu besorgen.

Nach diesem knappen und schmeichelhaften Halbzeitrückstand agierte der TuS dann zunehmend mutiger und wurde für seine Bemühungen belohnt: Tobias Skoruppa trat einen Freistoß scharf vor das GSC-Gehäuse und der gerade eingewechselte Dennis Schulz war aus dem Gewühl heraus der Nutznießer einer unübersichtlichen Szene (62.). Skoruppa blieb bei Standards stets gefährlich: Einen weiteren ruhenden Ball entschärfte Gettorfs Schlussmann Robin Biss sensationell (72.). Große Erleichterung herrschte beim Tabellenvierten, als Felix Riemann kurz darauf zum 2:1 einschoss (78.) und mit dem 3:1 die endgültige Entscheidung herbeiführte.

„Die Gettorfer Spieler haben sich häufig untereinander angeschnauzt. Ein Indiz dafür, dass wir uns richtig teuer verkauft haben und gar nicht so viel falsch gemacht haben“, resümierte Rotenhofs scheidender Coach.


TuS Rotenhof: Johannsen – Trost, Jöcks, Hansen, S. Schulz, Ermeling (20. Bienwald), Ahrends, Skoruppa, Bruhns, Schütt (60. D. Schulz), Giese

SR: Kurtovic (PSV Flensburg). – Z.: 50.

Tore: 1:0 Dahsel (12.), 1:1 D. Schulz (62.), 2:1, 3:1 Riemann (78., 86.).


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