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16. Dezember 2017 | 14:49 Uhr

Rotenhof ergibt sich in sein Schicksal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Nach der 1:5-Heimniederlage gegen Inter Türkspor Kiel ist der Abstieg des TuS so gut wie besiegelt

von
erstellt am 30.Apr.2015 | 14:23 Uhr

Das dürfte es dann wohl gewesen sein für den TuS Rotenhof. Am gestrigen Abend unterlag die abstiegsbedrohte Mannschaft vom scheidenden Trainer Thomas Gosch in einem Nachholspiel der Fußball-Verbandsliga Nord Ost Inter Türkspor Kiel deutlich mit 1:5 (0:3). Maximal zwölf Punkte kann der TuS noch holen – sieben Zähler beträgt nun der Rückstand auf das rettende Ufer. Mit einer Leistung wie der gestrigen allerdings wird es für den TuS schwer werden, überhaupt noch etwas Zählbares zu verbuchen.

Völlig niedergeschlagen kauerte Gosch nach dem Abpfiff auf seiner Trainerbank, beinahe sprachlos ob der Darbietung seiner Elf. „Da wird vor dem Spiel gesprochen, getan, gemacht, auf die wichtigen Dinge hingewiesen und nichts, aber auch gar nichts davon wird umgesetzt“, haderte er. Insbesondere im ersten Durchgang lieferte der TuS in der Defensive einen Offenbarungseid ab. Bereits nach drei Minuten war der Plan, einen angeschlagenen Gegner, unter Druck zu setzen, über den Haufen geworfen. Die mit vier Niederlagen in Folge angereisten Gäste gingen durch Driton Dashi in Führung. Vorausgegangen war eine Slapstick-Einlage von Rotenhofs Defensivspielern Andre Heinz und Tobias Skoruppa, die sich beim Klärungsversuch gegenseitig anschossen und Dashi somit das Leder pfannenfertig servierten. Und in diesem Stil ging es weiter. Beim 2:0 durch Enea Dauti sprang Heinz unter einem langen Ball durch (17.), beim dritten Kieler Treffer verschätzte sich Thorben Trost – Rockefeller Konneh-Tandoh bedankte sich diesmal (45.). „Das ist nicht verbandsligatauglich, aber das wollen hier viele ja nicht wahrhaben“, ließ Gosch seinem Ärger freien Lauf. Nach dem Seitenwechsel wurde es nur unwesentlich besser. Dauti (61.) und Baris Bayazit (81.) erhöhten für Intertürk, während Trost immerhin den Ehrentreffer für den TuS erzielte (84.).

Parallel zur Partie in Rotenhof wurde in Gettorf der Gegner des TuS für das Kreispokal-Finale ermittelt. Dabei unterlag der Titelverteidiger Eckernförder SV dem Gettorfer SC mit 1:2 (0:2), der die Rotenhöfer am 23. Mai zum Duell um den Pott empfängt. Ob der Trainer auf Seiten der Gäste dann noch Thomas Gosch heißen wird, ist seit gestern nicht mehr ganz so sicher. „Nach so einem Auftritt könnte muss man mit allem rechnen“, sagte Gosch aus seiner ersten Enttäuschung heraus. Liga-Obmann Stefan Schrum hingegen erklärte: „Unser Plan ist es, diese Saison mit Thomas vernünftig zu beenden.“ Eine Interimslösung steht derweil auch nicht parat. Im Gegenteil erweist sich die Suche nach einem Nachfolger im Sommer schwieriger als erwartet. „Ich habe inzwischen weitere Absagen erhalten. Wenn ein Trainer Interesse hat, kann er mich gerne anrufen“, sagte Fußball-Obmann Klaus-Dieter Passig, der kräftig die Werbetrommel rührte. Das Fazit nach einem völlig verkorksten Abend ist eindeutig: Die Zeiten beim TuS Rotenhof waren schon mal angenehmer.


TuS Rotenhof: Johannsen – Trost, Hansen, Heinz (26. Ahrends), Skoruppa – Bienwald, Reiser, Potschko – Bruhns (46. Jöcks), Giese, S. Schulz.

Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Gashi (3.), 0:2 Dauti (17.), 0:3 Konneh-Tandoh (45.), 0:4 Dauti (61.), 0:5 Bayazit (81.), 1:5 Trost (84.).

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