Rote Karte gegen Gewalt

shz.de von
16. März 2015, 17:18 Uhr

Das wäre die große Chance gewesen, klarzumachen, dass man es mit dem Sport und dem Fair Play ernst meint. Stattdessen wiegeln die Vereinsfunktionäre ab. Wenn auf dem Sportplatz Menschen zu Boden geschlagen werden, ist das Fass schon übergelaufen. Da hätte es ein unmissverständliches Bekenntnis gegen Gewalt geben müssen.

Der Kreis-Schiedsrichterobmann ist erschrocken über die Vorfälle, die der Schiedsrichter nach dem B-Klassenspiel der BSG Eutin II gegen den TSV Westfehmarn in einem Sonderbericht aufgezählt hat. Sanktionen gegen die Beteiligten wären eine geeignete Maßnahme – und die stünden einem Verein gut zu Gesicht, der damit wirbt, dass er sich seit vielen Jahren für Projekte „Sport gegen Gewalt“ engagiert.

Weggucken oder Gewalttaten herunterzuspielen – getreu dem Leitsatz: Hoffentlich hat’s keiner gemerkt! – ist ganz sicher keine Lösung. Schlägereien gehören nirgendwo hin, auch nicht auf den Fußballplatz. Es ist zu hoffen, dass das Sportgericht des Kreisfußballverbandes die Geschehnisse restlos aufklärt und im Sinne des Sports ein deutliches Zeichen gegen Unsportlichkeit setzt.

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