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17. Dezember 2017 | 15:41 Uhr

Riecks’ Heimdebüt gelingt auf ganzer Linie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Holstein Kiel: Grundmann – Gündogan, T. N. Mohr, Klimmek, Sicker – Balat (85. Limani), Mandel, Bruns (50. Bajraktaraj), Fernandes – Abrahamyan, Kirschner.
Hamburger SV: Behrens – Mundhenk, Deichmann, Lindenberg, Tikvic – Ronstadt, Ercetin (75. Branco), Feka (68. Crudo), Krol – Njie (68. Dittrich), Porath.
SR: Maertens (Braunschweig).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Balat (58.), Abrahamyan (60.), 2:1 Tikvic (75.).

Am Samstag fand das erste Heimspiel für den neuen Coach der U19 Holstein Kiels statt. Es ging für Christian Riecks und sein Team gegen den sich im tabellarischen Mittelfeld befindenden Hamburger SV, trainiert vom ehemaligen Bundesliga-Profi und ghanaischen Nationalspieler Otto Addo.

Zu Beginn der Partie war auf Seiten Kiels eine leichte Verunsicherung spürbar, aber wie schon am vorherigen Spieltag besann man sich auf die Defensive und fand darüber kontinuierlich besser in die Partie. Nach 15 Minuten war die Verunsicherung abgelegt und die Jungstörche zeigten allmählich auch konstruktive Offensivansätze. Der HSV war nur nach Standards gefährlich: In der 24. Minute zirkelte Armando Tikvic den Ball fein über die Kieler Mauer, Torhüter Tjark Alfons Grundmann lenkte ihn mit den Fingerspitzen über die Latte. In der 29. Minute reifte einer der Kieler Offensivansätze zu einer waschechten Torchance. Ein guter Angriff über die rechte Seite eröffnete Leonard Kirschner eine Gelegenheit, den Weg in den gegnerischen Strafraum zu suchen. Er scheiterte aus spitzem Winkel am HSV-Keeper. Auch die doppelte Nachschusschance für Nico Bruns und Haci Gündogan blieb ungenutzt. Spätestens von diesem Zeitpunkt an war Kiel die spielbestimmende Mannschaft. Es ging mit einem 0:0 in die Pause eines Spiels, in dem die KSV der Führung näher war als die Gäste aus der Elbmetropole.

Als der Hamburger Angreifer Finn-Dominik Porath in der 49. Spielminute eine gute Schusschance aus 18 Metern vergab, konnte man mit einem nun besser ins Spiel findenden HSV rechnen. Stattdessen folgte allerdings die beste Phase Holsteins. In der 53. Minute schloss Kirschner einen Konter noch erfolglos ab, durfte aber fünf Minuten später mit seiner Mannschaft das Führungstor durch Bünyamin Balat bejubeln. Der ließ Torhüter Mortens Jens Behrens nach Vorlage des kurz zuvor eingewechselten Qendrim Bajraktaraj mit seinem eiskalten Abschluss ins kurze Eck keine Chance. Zwei Minuten später der nächste Streich: Nach einem Eckball prallte die Kugel an die Strafraumkante, wo Narek Abrahamyan mit einer erstklassigen Direktabnahme im Fallen erfolgreich abschloss. Zum zweiten Mal jubelten die Jungstörche ausgelassen im Kollektiv. In der Folgezeit versuchten die Hamburger mit aggressivem Angriffsspiel zum Erfolg zu kommen, fanden aber gegen die nach wie vor dicht gestaffelte Defensive der KSV keine rechten Mittel. Den Hausherren boten sich nun zahlreiche Gelegenheiten zum Kontern, die man aber nicht mehr konsequent zu Ende spielen konnte. Fast zwangsläufig war es ein Standard, der den HSV zurück ins Spiel brachte: In der 75. verwandelte Tikvic einen direkten Freistoß ins Torwart-Eck. Statt das Ergebnis nur zu verwalten spielten die Hausherren weiter munter nach vorne: in der 87. Spielminute knallte Kirschner das Leder an den Pfosten des Hamburger Gehäuses. Der HSV hingegen entfachte weiterhin nur über Standards Torgefahr. Ein Freistoß aus 25 Metern in der 89. sowie ein finaler Eckball in der vierten Minute der Nachspielzeit brachten allerdings keinen zählbaren Ertrag. So ließen sich die Holsteiner die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren einen hochverdienten Heimsieg ein.

„In einem sehr zerfahrenen Spiel haben wir nie richtig in die Partie gefunden. Kiel war einen Tick aggressiver als wir und hat dann am Ende auch verdient gewonnen“, konstatierte im Anschluss auch HSV-Coach Addo. Holstein-Trainer Riecks stand die Freude über den ersten Dreier im ersten Heimspiel ins Gesicht geschrieben. „Der Plan ist heute fast perfekt aufgegangen“, lobte er dementsprechend auch seine Mannschaft. „Wir standen defensiv sehr kompakt und haben aus dem Spiel heraus quasi nichts zugelassen. Dass das so gut klappt, hätte ich selber kaum zu glauben gewagt.“ Diesmal funktionierte neben der defensiven Basis auch das Offensivspiel sehr gut. Mit solch geschlossenen Mannschaftsleistungen hat die KSV im Abstiegskampf beste Karten.

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