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Richter verurteilt Vineta Audorf zum Pokal-Aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jevenstedts Angreifer sorgt in der Verlängerung für erlösenden Treffer

Mit einem 4:2-Sieg über den Gettorfer SC hat der Rendsburger TSV seine gute Frühform abermals untermauert und zugleich den Titelverteidiger aus dem Kreispokal-Wettbewerb geworfen. Zum dritten Mal in Folge im Halbfinale steht der Osterrönfelder TSV, der den Verbandsliga-Absteiger TuS Rotenhof mit 8:0 abkanzelte. Die größte Spannung gab es in Jevenstedt, wo der TuS erst fünf Minuten vor dem Ende gegen Vineta Audorf den Ausgleich erzielte und in der anschließenden Verlängerung einen 5:1-Erfolg herausschoss. Die letzte Partie des Viertelfinals zwischen dem Kreisklassen-Club FC Fockbek und dem Kreisligisten 1. FC Schinkel steigt am 25. August. Der Sieger dieser Partie trifft in der Vorschlussrunde auf den Osterrönfelder TSV. Im zweiten Halbfinale empfängt Jevenstedt den Rendsburger TSV. Die Begegnungen müssen bis spätestens 20. April 2016 ausgetragen worden sein. Das Finale ist für Pfingstsonnabend angesetzt.

TuS Jevenstedt – TSV Vineta Audorf 5:1 (1:1, 0:1) n. V.
Vineta-Coach Norman Bock bemängelte nach dem Abpfiff die Einstellung seiner Spieler – allerdings meinte er nicht die Akteure auf dem Feld, sondern jene Spieler, die nicht dabei waren. „Dreizehn Mann haben bei uns heute gefehlt, teilweise aus mir nur schwer nachvollziehbaren Gründen. Da fehlen dann eben die letzten fünf Prozent für die Spitze“, kritisierte er. Und dennoch hatte sein Team das Halbfinale dicht vor Augen. Die 1:0-Führung durch Tim Kluck (25.) hatte lange Bestand. Fünf Minuten vor dem Abpfiff drückte Sven Grosser das Leder für den TuS über die Linie. Die Gastgeber waren über die gesamte Spielzeit die überlegene Mannschaft, versäumten es aber eine Vielzahl von Großchancen zu nutzen. Thore Neben, Sebastian Hehnke, Timo Klug oder auch Jonas Richter scheiterten entweder an ihren Nerven oder am besten Audorfer: Torhüter Stephan Dohrmann, der ein ums andere Mal glänzend parierte. „Mir war klar, dass wir in der Verlängerung die besseren Karten haben würden. Man konnte sehen, dass bei Audorf die Kräfte schwanden. Meine Jungs haben es immer weiter versucht, auch wenn sie zwischendurch etwas zu hektisch agiert haben. Dennoch denke ich, dass es ein Schritt in die richtige Richtung war“, erklärte Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Jonas Richter mit seinem Treffer zum 2:1 (104.). Am Ende war der 5:1-Erfolg absolut verdient, wenngleich er etwas zu hoch ausfiel.

Tore: 0:1 Kluck (25.), 1:1 Grosser (85.), 2:1 Richter (104), 3:1 Klug (105.), 4:1 Neben (117.), 5:1 Hehnke (120.).

Rendsburger TSV – Gettorfer SC 4:2 (3:1)
Der RTSV, der mit Kevin Müller und Mahmud Inci anfangs nur zwei neue Spieler einsetzte, hat den Pokalverteidiger aus dem Rennen geworfen und ist damit in das Halbfinale eingezogen. Dabei kam den Gastgebern sicher entgegen, dass der stark aufspielende Mittelfeldspieler Thies Kalina sein Team bereits in der ersten Minute in Führung brachte. Die Gettorfer brauchten in diesem hochklassigen Spiel einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Eine Unsicherheit in der sonst stabilen RTSV-Abwehr nutzte GSC-Torjäger Yannick Wolf zum Ausgleich (19.). Thies Kalina aber unterstrich seine gute Form und brachte den RTSV mit 2:1 erneut in Führung (22.). Er war es auch, der weitere Chancen zum Ausbau der Führung besaß (28.). Sein erster Schuss ging knapp vorbei und mit seinem fulminanten zweiten Versuch traf er nur die Unterkante der Latte. Der Ball sprang wieder ins Feld zurück (38.). Diese Aktionen gaben dem RTSV Selbstvertrauen. Ein starkes Zuspiel von Stürmer Daniel Witt verwertete Neuzugang Mahmud Inci mit einem sehenswerten Heber zum 3:1 (41.).

In der zweiten Halbzeit entwickelten die Gettorfer mehr Druck. Durch einen direkt von Torben Gravert verwandelten Eckball kam der Pokalverteidiger auf 3:2 heran (53.). Fast im Gegenzug aber stellte Ismail Dogan mit einem Schuss in die lange Ecke aber den alten Abstand wieder her (54.). Für den RTSV schien damit das Spiel gelaufen zu sein. „Wir haben danach das Spiel nur noch verwaltet. Es war für uns aber ein verdienter Sieg“, meinte RTSV-Trainer Dennis Usadel. „Nach unseren Anschlusstoren sind die weiteren des RTSV einfach zu schnell gefallen. Unsere Abwehr hat zudem bei einigen Toren einen kollektiven Schlaf hingelegt“, bilanzierte GSC-Trainer Tim Rogge.

Tore: 1:0 Thies Kalina (1.). 1:1 Yannick Wolf (19.), 2:1 Kalina (22.), 3:1 Mahmud Inci (41.), 3:2 Torben Gravert (53.), 4:2 Ismail Dogan (54.)

TuS Rotenhof – Osterrönfelder TSV 0:8 (0:3)
Der Osterrönfelder TSV steht nach einem überzeugenden 8:0 (3:0)-Erfolg über den TuS Rotenhof im Halbfinale des Kreispokals. Die Mannschaft von Olaf Lehmann und Co-Trainer Tim Fuhrmann zeigte über die gesamten 90 Minuten eine starke Vorstellung und ließ am Ende überhaupt keinen Zweifel daran aufkommen, wer die nächste Runde erreichen würde. In der ersten halbe Stunde gelang es dem klassentieferen Gastgeber mit einer gut gestaffelten Abwehrreihe noch, den OTSV, mit Ausnahme eines Aluminiumtreffers (15.), in Schach zu halten, ehe Dominik Sopha den Torreigen nach einer Ecke eröffnete (28.). „Wir haben es dem Gegner in etlichen Situationen viel zu leicht gemacht“, ärgerte sich TuS-Coach Markus Passig nicht nur über das 0:1, sondern beispielsweise auch über die Entstehung des 0:2, bei der TuS-Keeper Marian Klein OTSVAngreifer Jannik Sierks anschoss und das Spielgerät so über die Linie trudelte (35.). Nach Fabian-Malte Möllers Tor zum 0:3 (38.) hatte niemand mehr das Gefühl, dass sich noch etwas Entscheidendes ändern würde, auch weil die Lehmann-Elf im zweiten Durchgang weiter viel Druck nach vorne entwickelte. „Unsere Moral war bereits nach dem 0:3 dahin“, konstatierte Passig, dem der weitere Spielverlauf dann aber doch einige Sorgenfalten auf die Stirn trieb. So sorgte der Verbandsligist zwischen der 51. und 58. Minute mit drei Treffern für noch deutlichere Verhältnisse. „Selten dran am Mann und insgesamt einfach viel zu wenig Gegenwehr“, haderte Passig. Nach dem 0:7 von Jascha Piotraschke (70.) setzte Sierks mit seinem dritten Treffer (79.) den Schlusspunkt unter diese einseitige Begegnung. „Es war vorgesehen, dass System weiter einzuspielen, doch daran war angesichts unseres häufig zu naiven Verhaltens im Prinzip nie zu denken“, sagte Passig, während das Osterrönfelder Trainerteam den Auftritt durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen haben dürfte.

Tore: 0:1 Dominik Sopha (28.), 0:2 Jannik Sierks (35.), 0:3 Fabian-Malte Möller (38.), 0:4 Felix Weihmann (51.), 0:5 Florian Kuklinski (52.), 0:6 Sierks (58.), 0:7 Jascha Piotraschke (70.), 0:8 Sierks (79.).

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