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Realistische Träume von der Landesliga beim Büdelsdorfer TSV

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Büdelsdorfer TSV hat mit Tabellenrang 4 eine ausgezeichnete Herbstserie in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost hingelegt und kann deshalb mit recht, und ganz realistisch, von der Qualifikation zur neuen Landesliga träumen, die einen Platz unter den ersten Sieben erfordert. Und hätte sich der BTSV im Oktober diesen Jahres nicht eine Schwächephase von drei Niederlagen in Folge erlaubt, an deren Ende bekanntlich die persönliche Kapitulation von Ex-Trainer Adrian Königsmann stand, würde man womöglich noch von einer ganz anderen Platzierung sprechen können. Doch nicht nur der ehemalige Coach, der vermutlich ebenfalls die Redewendung mit der Kirche und dem Dorf bemüht hätte, sondern auch der jetzige Übungsleiter Rainer Menzel tritt auf die Euphoriebremse: „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft, weil wir während einer Partie ein bestimmtes Niveau nur phasenweise halten können.“

Versucht man den Aufschwung der Blauen humoristisch erklären zu wollen, so war der Höhenflug durchaus absehbar, denn wie häufig wurde in der vergangenen Spielzeit beklagt, dass man immer nur dann gewinnen könne, wenn der Hamburger SV zeitgleich seine Spiele verliert. Gelingt dem Bundesligaschlusslicht angesichts der bisher mehr als bescheidenden Punktausbeute wider Erwarten doch der Klassenerhalt, müsste es nach dieser Arithmetik mit dem BTSV in der Rückserie sportlich also steil bergab gehen. „Das wird nicht passieren, dafür ist die Mannschaft mittlerweile viel zu gefestigt“, schiebt Menzel diesem kuriosen Szenario von vornherein einen Riegel vor.

Sieht man einmal von der Tatsache ab, dass seine Jungs in der Fairness-Wertung auf dem vorletzten Platz rangieren, kann man kann dem Team ein sehr gutes Reifezeugnis ausstellen. „Nur wenn’s spielerisch mal nicht so läuft, erwarte ich von meinen Spielern zukünftig noch mehr kämpferische Gegenwehr“, so Menzel.

Schon zu Beginn der Saison war die Truppe voll da, als man aus drei Spielen sieben Punkte einfuhr, ehe gegen den Preetzer TSV der erste Rückschlag folgte (1:2). Doch der BTSV etablierte sich letztlich früh in der Spitzengruppe, weil man selbst gegen die Topteams aus Gettorf (4:2) und Bordesholm (2:1) dreifach punktete. Auch in der Folgezeit gab es trotz der Derbyniederlage gegen den OTSV (1:3) mehr Licht als Schatten. So gingen die Büdelsdorfer gegen den Aufsteiger aus Audorf von der Papierform her dann auch als klarer Favorit in die Partie. Nach der überraschenden 0:1-Pleite, sowie zwei weiteren Negativerlebnissen gegen die anderen beiden Aufsteiger aus Schilksee (1:3) und dem TSV Stein (0:1) zog Adrian Königsmann die Reißleine und beendete nach vierjähriger Amtszeit, im Interesse des Vereins, sein Engagement. Im Nachhinein betrachtet vielleicht die richtige Entscheidung, auch wenn sich unter der neuen sportlichen Führung keine Konstanz einstellen wollte. Insbesondere auf fremden Plätzen gab es für den BTSV nämlich keinen Blumentopf mehr zu gewinnen. Das 0:5 beim Nachbarn RTSV tat dabei besonders weh. Doch weil man zum Abschluss gegen den VfR Laboe (2:1) eine Reaktion auf diese Schlappe zeigte und zudem die Revanche gegen den Preetzer TSV glückte (3:1), darf man berechtigterweise auf mehr hoffen, als „nur“ der Vorgabe eines einstelligen Tabellenplatzes. „In der Endphase hat sich auch unser breit aufgestellter Kader bezahlt gemacht“, ergänzt Menzel, der das Saisonziel mit der Landesliga-Qualifikation nach oben korrigiert hat.

Bei der Nennung der Leistungsträger kommt man nicht an Mats Henke vorbei, der mit elf Toren treffsicherster Schütze war. Auch die Neuzugänge Alexander Ermeling, Max Hesse, Yannick Lowasser und Jan-Ole Bruhns hatten ihren Anteil und konnten so zum erfolgreichen Abschneiden beitragen. Alle werden ihre Form über die lange Winterpause, in der sich Kevin Wardin und Linus Jess den Kreisligisten SSV Nübbel und FC Fockbek anschließen werden, konservieren müssen, denn zum Auftakt der Frühjahrsserie, dann wieder mit Rückkehrer Niklas Knutzen, kommt es für den BTSV knüppeldick: Gettorfer SC, TSV Bordesholm und Osterrönfelder TSV heißen die ersten drei Gegner.

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