Ratlosigkeit in Rotenhof: „Keine Endspiel-Einstellung“

Kaum zu halten war Gettorfs Nils Zimmer (links). Lasse Petersen musste ihn ein ums andere Mal ziehen lassen.
Kaum zu halten war Gettorfs Nils Zimmer (links). Lasse Petersen musste ihn ein ums andere Mal ziehen lassen.

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21. Mai 2015, 14:34 Uhr

Mal wieder musste Thomas Gosch mit den Achseln zucken. Die Frage, warum seine Mannschaft einen eher emotionslosen Auftritt hinlegte, konnte Rotenhofs Trainer einmal mehr nicht beantworten. „Das war keine Endspiel-Einstellung. Einige Spieler schienen gehemmt“, sagte er. Dabei hatte der Coach vor seiner letzten großen Aufgabe mit seinem Team alles rausgehauen. „Thomas hat uns so heiß gemacht wie lange nicht mehr“, verriet Rotenhofs bester Mann auf dem Platz, Jan-Ole Bruhns, anschließend. Aber auch er konnte sich nicht erklären, warum die Gäste die Nervosität des Gegners nicht ausnutzen konnten. Bei der frühen Führung des TuS leistete sich Gettorfs Keeper Robin Biss einen folgenschweren Fehler, den schließlich Tobias Skoruppa ausnutzte. „Wir müssen dann vielleicht mehr drücken, anstatt uns wieder zurückzuziehen“, mutmaßte Bruhns. „Wir kommen perfekt ins Spiel rein und lassen uns dann so abschießen“, haderte der zum TSV Klausdorf wechselnde Angreifer. Er war einer der wenigen in Reihen des TuS, der augenscheinlich wusste, um was es ging, und der eine ordentliche Leistung bot. Bruhns: „Ich habe auch für den Trainer gespielt. Er musste in den vergangenen Wochen viel einstecken.“

Gosch hatte für den Fall eines frühen Führungstreffers einen anderen Plan vorgesehen: „Wir haben so ein Szenario natürlich durchgespielt und wollten dann den Schockzustand des Gegners nutzen und auf ein zweites Tor gehen.“ Wie so oft in der Saison habe sein Team seine Vorgaben nicht umgesetzt. „Und dann wird dir vorgeworfen, du hättest keine Ahnung von Taktik“, flüchtete sich Thomas Gosch in Galgenhumor.

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