Wahl in Dänemark : Rasmussen will weitermachen

Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen will in seine dritte Amtszeit starten. Foto: dpa
Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen will in seine dritte Amtszeit starten. Foto: dpa

Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen bekommt eine dritte Amtszeit. Allerdings verfehlte seine Partei bei der gestrigen Wahl die absolute Mehrheit.

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14. November 2007, 09:32 Uhr

Nach Abschluss der Stimmenauszählung in Kopenhagen stand fest, dass Rasmussens bisheriges Regierungslager die absolute Mehrheit knapp verfehlt hatte. Der seit 2001 regierende rechtsliberale Ministerpräsident ist zur Fortsetzung seiner Regierungsarbeit auf Unterstützung angewiesen, möglicherweise durch einen unabhängigen Abgeordneten von den Färöer-Inseln.
Rasmussens Partei "Venstre" ("Links") fiel von bisher 52 auf 46 Mandate und wurde damit zu einem der Verlierer dieser Wahl. Der bisherige Rechtsblock mit den Konservativen und der rechtspopulistischen DVP erreichte zusammen 89 statt bisher 94 Sitzen. Rasmussen (54) nannte die nun bevorstehende dritte Regierungsbildung unter seiner Führung "eine große Sache für Dänemark". Er werde sich um eine "breite Zusammenarbeit bei bevorstehenden Reformen" bemühen.
Die höchsten Stimmengewinne erzielten die Volkssozialisten, die ihren Anteil von 6,0 auf 13,0 Prozent mehr als verdoppeln konnten. Die Sozialdemokraten stellen mit 25,5 gegenüber bisher 25,8 Prozent die zweitstärkste Fraktion im neuen Folketing. Zugewinne erzielte die rechtspopulistische DVP, die mit 13,8 statt 13,3 Prozent erneut drittstärkste Kraft in Dänemark wurde. Die höchsten Verluste mussten mit einem Rückgang von 9,2 auf 5,1 Prozent die Sozialliberalen verbuchen. Die Wahlbeteiligung lag mit 86,6 Prozent um 2,1 Prozentpunkten über der bei den Wahlen im Februar 2005.

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