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20. August 2017 | 04:43 Uhr

Punkteteilung im Verfolgerduell

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisklasse A: Felm baut die Tabellenführung nach dem 1:1 zwischen Todenbüttel und EIF aus / Aufstand der Kellerkinder

Fünf Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Kreisklasse A steht der SV Felm nach einem 4:1-Erfolg beim SSV Nübbel dicht vor dem Aufstieg in die Kreisliga. Die Verfolger SV GW Todenbüttel und Eckernförde IF nahmen sich im direkten Duell gegenseitig die Punkte weg (1:1), so dass auch der Osterrönfelder TSV II nach einem mühsamen 2:1-Sieg über den TuS Rotenhof II weiter mitmischt. Am Tabellenende gab es den Aufstand der Kellerkinder: Sowohl der Gettorfer SC II (2:1 gegen den FC Fockbek) als auch Schlusslicht Brekendorfer TSV (4:1 gegen den TuS Jevenstedt II) feierten unerwartete Siege.

SV GW Todenbüttel – Eckernförde IF 1:1 (1:0)
Das Spitzenspiel stand auf einem eher durchwachsenen Niveau. „Auf beiden Seiten wurden nur wenige Chancen herausgespielt, so dass das Ergebnis für mich unterm Strich dann auch in Ordnung geht“, bilanzierte GW-Obmann Dieter Krompholz. Nach dem 1:0 durch Jorge Illing (24.) hätte der gleiche Spieler kurz darauf nachlegen können, doch sein Schuss strich knapp am Pfosten der Gäste vorbei (29.). Beim Ausgleich haderten die Hausherren mit der Entscheidung des Schiedsrichters: „Wenn es denn ein Foul war, wurde es eindeutig außerhalb des Strafraumes begangen“, stieß der Elfmeterpfiff des Unparteiischen Robin Hertel (57.) nicht nur bei Krompholz auf Unverständnis.

Tore: 1:0 Illing (24.), 1:1 Mikail Acer (57., FE).
Gelb-Rote Karte: Irfan Acer (80., Foul, IF).



Brekendorfer TSV – TuS Jevenstedt II 4:1 (2:0)
Mit diesem überraschend deutlichen Sieg bringt der Tabellenletzte die TuS-Reserve in größte Abstiegsnöte. Für Jevenstedts Coach Michael Sohrbeck allerdings kein Wunder: „Unsere prekäre Situation ist letztlich auch ein Spiegelbild der mangelnden Trainingsbeteiligung.“ Für ihn war der Erfolg der Gastgeber hochverdient. „Die haben von Beginn an Gas gegeben.“ Kai Sachteleben (9.) und Henrik Staack (19., 49.) sorgten für ein in dieser Saison ungewohntes Gefühl der Sicherheit bei den Brekendorfern. Sohrbeck war dagegen restlos bedient: „So ein schlechtes Spiel habe ich seit zwei Jahren nicht mehr von meiner Mannschaft gesehen.“

Tore: 1:0 Sachteleben (9.), 2:0, 3:0 Staack (19., 49.), 4:0 Lars Dühr (62., ET), 4:1 Kim Häusgen (69.)
Gelb-Rote Karte: Sven Schneider (64., Meckern, TuS).
Rote Karte: Dühr (88., Meckern, TuS).


SSV Nübbel – SV Felm 1:4 (0:2)
So eindeutig, wie es das Ergebnis aussagt, war es für SSV-Coach Ulf Heidemann nicht: „In der Anfangsphase hatten wir durch Mats Perdelberg und Bennet Hinz klare Möglichkeiten. Und trotz ihrer 2:0-Halbzeitführung schienen die Gäste nicht so richtig bei der Sache zu sein, was auch eine lautere Kabinenansprache meines Trainerkollegen zur Folge hatte.“ Als Niklas Barüske kurz nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer markierte (47.), keimte Hoffnung bei den Gastgebern auf, die Felms Hendrik Marquardt mit einem Distanzschuss erstickte (60.). „Eines Tabellenführers würdig, haben sie die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen“, nannte Heidemann den entscheidenden Unterschied.

Tore: 0:1 Andre Fritzsche (12.), 0:2 Marquardt (30.), 1:2 Barüske (47.), 1:3 Marquardt (60.), 1:4 Henrik Listner (69.).
Rote Karten: Jörn Ubben (5., Unsportlichkeit, SVF), Jan Neels (8., Unsportlichkeit, SSV).
Gelb-Rote Karte: Sven Mulawa (67., wdh. Foulspiel, SVF).

TSV GH Lütjenwestedt – TSV Borgstedt 3:3 (3:2)
Die abstiegsbedrohten Hausherren nahmen diesen Zähler, der in der Endabrechnung noch sehr wertvoll sein kann, gerne mit, auch wenn für sie durchaus mehr drin gewesen wäre. „Machen wir kurz nach der Pause das 4:2 (Till Rosenberg-Lakatsch verschoss in der 47. Minute einen Foulelfmeter, d. Red.), weiß ich nicht, ob die Borgstedter noch die Moral für eine Wende aufgebracht hätten“, dachte GH-Trainer Dirk Stöven an eine verpasste Vorentscheidung. Die Gäste wurden im zweiten Spielabschnitt immer dominanter und kamen durch Jens Hofmann hochverdient zum Ausgleich (62.). „Jedem Team gehörte eine Halbzeit, so dass man von einer leistungsgerechten Punkteteilung sprechen kann“, sagte Stöven salomonisch.

Tore: 1:0 Max Hadenfeldt (13.), 1:1 Torben Christensen (16.), 2:1 Benjamin Wildberger (21.), 2:2 Luca Schwark (27.), 3:2 Bennet Pöhls (43.), 3:3 Hofmann (62.).

Besonderes Vorkommnis: Rosenberg-Lakatsch (Lütjenwestedt) verschießt Foulelfmeter (47.).

Osterrönfelder TSV II – TuS Rotenhof II (2:1)
„Die Glücksgöttin ist nach dem Pokal-Halbfinalaus unserer Ligamannschaft an den Bahndamm zurückgekehrt“, freute sich OTSV-Sprecher Stefan Peretzke über den schmeichelhaften Dreier, mit dem man wieder auf einen Aufstiegsrang vorgerückt ist. Bis zum 1:0 durch Routinier Hakan Yalcinkaya (20.) war die Heimelf die spielbestimmende Mannschaft, ehe der TuS immer stärker aufkam. Nur über Konter gelang es dem OTSV noch, sich hin und wieder zu befreien. Nach dem 2:1 durch den starken Christoph Belling hieß es für die Gastgeber Zittern bis zum Abpfiff.

Tore: 1:0 Yalcinkaya (20.), 1:1 Jan-Hendrik Kock (50.), 2:1 Belling (72.).

Gettorfer SC II – FC Fockbek 2:1 (0:0)
In einer jederzeit fairen Partie holte sich die GSC-Reserve drei eminent wichtige Punkte, mit denen man dem Abstiegsgespenst am Ende doch noch ein Schnippchen schlagen könnte. Dennoch schränkte Gettorfs Trainer Karsten Bengius ein: „Wir hatten heute auch das Glück des Tüchtigen, das möglicherweise aber zu spät kommt.“ Gerade im ersten Durchgang war die Heimelf mit Fortuna im Bunde. „Eine knappe Abseitsentscheidung zu unseren Gunsten und ein anderes Mal wurde dem FC ein klarer Vorteil zurückgepfiffen“, erklärte Bengius. In der zweiten Halbzeit schoss der GSC die Tore schließlich im richtigen Moment.

Tore: 1:0 Klaas Weber (47.), 1:1 Piet Schulz (57.), 2:1 Tim Rogge (85.).


TSV Groß Vollstedt – FSV Friedrichsholm 3:2 (3:1)
Mit dem exakt gleichen Ergebnis wie im Hinspiel hatte der Aufsteiger auch dieses Mal die Nase vorn und kann weiter vom Durchmarsch in die Kreisliga träumen. „Fußballerisch war das aber eher Hausmannskost und nicht dazu angetan, höhere Ansprüche anmelden zu dürfen“, verriet TSV-Sprecher Stefan Waubke. Sein Bruder Torsten war „Man of the Match“, denn ihm gelang innerhalb von 18 Minuten ein lupenreiner Hattrick zur 3:1-Führung. „Nach dem Anschlusstor zum 3:2 kam zwar viel Hektik auf, doch richtig brenzlige Situationen hatten wir nicht mehr zu überstehen“, sprach Waubke insgesamt von einem verdienten Sieg.

Tore: 0:1 Sven Danlowski (3., FE), 1:1, 2:1, 3:1 T. Waubke (4., 20., 22.), 3:2 Jochen Clausen (57.).

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