Plattdeutsch als Pflichtfach : PRO: Sollen Schüler Plattdeutsch lernen?

Grundschüler sollen zwei Stunden Niederdeutsch pro Woche lernen - so will es der Heimatbund. Ist das sinnvoll? Ja, sagt unser Redaktionsmitglied Gerhard Nowc.

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18. Januar 2013, 07:05 Uhr

Sprachencharta, Schutz der Minderheitensprachen - jede Menge Wortgeklingel, wenn es um die Erhaltung der plattdeutschen oder friesischen Sprache geht. Zwei Stunden in der Schule für die plattdeutsche Sprache: Daran wird die Schulwelt dieses Landes nicht zu Grunde gehen. Und rede doch bitte niemand von einer Überlastung der Schulen, Lehrer und Schüler. Das Problem wird sein, Menschen zu finden, die die plattdeutsche Sprache unterrichten können.
Plattdeutsch-Experten munkeln schon, dass die plattdeutsche Sprache ausstirbt. Das wäre ein Verlust. Plattdeutsch öffnet Herzen, überwindet Barrieren und gehört zu unserer Kultur. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig (ADS), Sozialwerk im nördlichen Landesteil, führte vor Jahren Plattdeutsch, Friesisch und Dänisch in den von ihr betriebenen Kindergärten ein. Dafür gab es reichlich Lob. Der nächste Schritt - Plattdeutsch in der Schule - wäre da nur konsequent.

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