Polizisten schieben mehr als eine Million Überstunden vor sich her

Autonome randalieren während des G20-Gipfels im Hamburger Schanzenviertel.
Autonome randalieren während des G20-Gipfels im Hamburger Schanzenviertel.

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04. April 2018, 16:00 Uhr

Fast neun Monate nach dem G20-Gipfel schiebt die Hamburger Polizei noch immer einen Berg von gut einer Million Überstunden vor sich her. Das teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Damit habe sich die Zahl seit vergangenem Oktober um mehr als 300 000 reduziert. Zum Großteil wurden die Stunden den Beamten finanziell vergütet. Im Hamburger Vollzugsdienst gibt es zurzeit zirka 8750 Stellen, davon 1040 für Auszubildende. In den nächsten fünf Jahren soll die Stellenzahl um mindestens 300 wachsen. Die Polizei stellte im vergangenen Jahr mehr als 500 Beamte neu ein, in diesem Jahr sollen es mehr als 600 sein. Stolz ist die Polizei auf die positive Entwicklung des Krankenstandes. Er sank von 10,15 Prozent im Jahr 2014 kontinuierlich auf 9,3 Prozent 2017. Die Polizei erklärt die Tendenz mit ihrem guten Gesundheits- und Vorsorgemanagement. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beschäftigen die Polizei nach wie vor. Die Soko „Schwarzer Block“ bearbeitete Ende März mehr als 3100 Strafverfahren. Bislang konnten mehr als 700 Beschuldigte ermittelt werden.

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