OTSV will den Silber-Rang statt der goldenen Ananas

Osterrönfelder Verbandsliga-Fußballer haben mit einem Sieg gegen Heikendorf noch Chancen auf Platz 2

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29. Mai 2015, 10:24 Uhr

Eigentlich hat sie eine braune, stachelige Schale und ist alles andere als eine Schönheit im Obstregal, aber in der eigenwilligen Sportsprache leuchtet sie gerne mal golden – die Ananas. Um diese geht es für den Osterrönfelder TSV in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost, wenn zum Saison-Kehraus heute der Heikendorfer SV am Bahndamm erwartet wird (16 Uhr).

OTSV-Trainer Olaf Lehmann sieht das etwas anders, schließlich könnte seine Mannschaft bestenfalls noch die Vizemeisterschaft sichern. „Mir ist nie ein Spiel völlig egal. Wir wollen unseren dritten Tabellenplatz gerne verteidigen. Wenn der Eckernförder SV dann tatsächlich noch etwas liegen lässt, umso besser“, sagt der Coach. Allerdings hat der Osterrönfelder TSV für die Aufstiegsspiele, zu der der zweite Rang berechtigt, nicht gemeldet. Um allen Eventualitäten vorzubeugen, setzt der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband immer eine Runde der Zweitplatzierten der vier Verbandsligen an. „Wir sehen darin einfach wenig Sinn, weil im Normalfall ja kein weiterer Platz in der SH-Liga frei wird“, erklärt Lehmann.

Die Konzentration liegt bei den Gastgebern ausschließlich auf dem Sportlichen. Der Kader bleibt zusammen. Blumensträuße und Abschiedstränen wird es am Bahndamm weder vor noch nach dem Spiel geben. Zu feiern gibt es dennoch genug. „Wir haben eine starke Saison hingelegt. Das hatte kaum jemand erwartet“, sagte der OTSV-Trainer. Auch aus diesem Grund wird es im Anschluss die obligatorische Abschlussfeier inklusive 150 Liter Freibier geben. Der fünfte Tabellenplatz wird es in jedem Fall für den OTSV werden, was den Trainer einigermaßen gelassen in das letzte Spiel gehen lässt. Obgleich die Personallage besser sein könnte. „Wir haben ein Heimspiel, und die Jungs werden Gas geben. Das haben sie über die gesamte Saison bewiesen“, verspricht Lehmann.

Und anstatt der goldenen Ananas könnten die Osterrönfelder möglicherweise den zweiten Platz feiern – und das wäre ja immerhin der Silber-Rang.

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