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16. August 2017 | 21:49 Uhr

OTSV jubelt am Nobiskrug

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga: Osterrönfeld gewinnt mit 2:0 beim Rendsburger TSV und klettert auf Tabellenplatz vier

Wenn man Olaf Lehmann nach dem Abpfiff inmitten seiner feiernden Spieler wiederfindet, muss etwas Besonderes passiert sein. Selten bis nie sieht man ihn im Jubel-Kreis auf dem Feld. Nach dem 2:0 (0:0)-Derbysieg beim Rendsburger TSV gab es für den Trainer des Osterrönfelder TSV allerdings kein Entrinnen. „Ich war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, weil ich mich gerade von den Schiedsrichtern verabschiedet habe“, erklärte der Coach mit einem Augenzwinkern.

Lehmann war mit dem Auftritt seiner Elf insgesamt „sehr zufrieden“. Konnte er auch, denn mit nunmehr 38 Punkten kann das Ziel in den verbleibenden Partien nur noch lauten, sich weiterhin in der Spitzengruppe der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost zu behaupten. Lehmanns Gegenüber Dennis Usadel hingegen ließ seinem Ärger freien Lauf. Zwar bekam auch seine Mannschaft hinterher ihr Fett weg („Sie hat viele Dinge, die wir vorher besprochen haben, nicht umgesetzt.“), den Großteil seiner Wut lud er bei Schiedsrichter Marc Werner (DJK Flensburg) ab. „Es war ein Derby, in dem nicht viel los war, und er macht das ganze Spiel mit dieser Roten Karte kaputt“, sagte Usadel. Nach einer guten halben Stunde hatte Werner Rendsburgs Mittelfeldspieler Ismail Dogan vorzeitig des Feldes verwiesen (31.). Er soll dem Unparteiischen nach einem Freistoßpfiff gegen ihn den Vogel gezeigt haben, beteuerte aber seine Unschuld. „Er hat dem Schiri lediglich gesagt und gezeigt, dass sein Gegenspieler ihn am Kopf getroffen habe“, so Usadel. Beirren ließ sich Werner nicht und blieb bei seiner Entscheidung. Einmal in Fahrt schwang sich Usadel gleich zu einer Pauschal-Schelte in Richtung Schiedsrichter auf: „Es wird immer gegen Rendsburg gepfiffen.“ Zudem kritisierte der Trainer das Auftreten des Mannes in Schwarz. „Er geht vor dem Spiel zu unserem Kapitän Marco Müller und sagt ihm, dass er sich auf dieses brisante Spiel freue und darauf, den einen oder anderen runterzuschmeißen.“

Aus sportlicher Sicht waren die Gastgeber nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, auch nicht in Unterzahl. Zur Halbzeitpause hieß es 0:0 nach Toren und 1:1 nach Chancen. Thies Kalina hatte frei vorm OTSV-Gehäuse die Führung auf dem Fuß (29.) und Felix Mosebachs Kopfball knallte an die Latte (33.). Im weiteren Verlauf versuchten die Osterrönfelder den Druck zu erhöhen. Das gelang nur bedingt, weil die Angriffe oft durch technische Fehler abrupt endeten. „Da haben wir einige Gelegenheiten teilweise fahrlässig ausgelassen“, sagte Lehmann: „Da kann auf der anderen Seite dann immer mal einer durchrutschen.“ Erst nach einer Stunde gingen die Gäste in Führung, der bis dato blasse Kevin Rathjen machte sich zu einem tollen Solo auf und bediente Tom Jahnke, der zum 1:0 einschob (60.). Geistesblitz Nummer zwei gelang Rathjen schließlich auch noch. Florian Kuklinski vollendete seine Flanke eiskalt zum 2:0 (84.).


Rendsburger TSV: Wiechert – Dogan, M. Müller, Buthmann, Schöning (64. M. Redzepovski) – Herzig – S. Redzepovski, Kalina – Grbavac (70. Yurt) – Witt, Bannow.

Osterrönfelder TSV: Schlunke – Zapfe, Mosebach, Dollnick, Reimer (69. Sierks) – M. Lehmann, S. Müller – Piotraschke, Jahnke (81. Hardt), Rathjen – Kuklinski.

SR: Werner (DJK Flensburg).

Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Jahnke (60.), 0:2 Kuklinski (84.).

Rote Karte: Dogan (31., SR-Beleidigung).

Gelb-Rote Karte: M. Müller (81., Meckern/Foul).

Bes. Vork.: Dennis Usadel wird auf die Tribüne verwiesen (76.).

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von
erstellt am 15.Mär.2015 | 13:11 Uhr

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