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18. Dezember 2017 | 05:00 Uhr

Osterstedt lässt erstmals Federn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kreisklasse A: FC kommt gegen Fleckeby nicht über ein 2:2 hinaus / FC Fockbek nun alleiniger Tabellenführer / Erster Sieg für SSV Bredenbek

Der große Gewinner des 5. Spieltages in der Fußball-Kreisklasse A war der FC Fockbek, der seine Partie bei Eckernförde IF mit 4:1 gewann und die Tabellenführung übernahm. Der bisherige Spitzenreiter FC Borussia Osterstedt kam nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen den SV Fleckeby hinaus, und auch der TSV Groß Vollstedt musste nach einer 2:3-Niederlage gegen den SSV Nübbel Federn lassen. Am Tabellenende sorgte wohl der Osdorfer SV II für die größte Überraschung an diesem Wochenende, denn die Schützlinge von Hauke Hammerich bezwangen den TSV Borgstedt mit 4:3 und holten sich so ihre ersten drei Punkte.

FC Borussia Osterstedt – SV Fleckeby 2:2 (0:0)
Beider Trainer sprachen von einer gerechten Punkteteilung, auch wenn die Gäste vor dem Seitenwechsel wesentlich mehr investierten. „Uns hat es ein wenig an der Einstellung gefehlt, um die spielstarken Fleckebyer von unserem Kasten fern halten zu können“, kritisierte Borussias Coach Jens Heuer. So war es einzig und allein seinem Keeper Michael Jessen zu verdanken, dass man mit einem torlosen Remis in die Pause gehen konnte, denn bei den aussichtsreichen Chancen des Kreisliga-Absteigers war stets er Endstation. Nach Wiederbeginn gingen die Gäste zwei Mal in Führung, doch der Tabellenzweite hatte jeweils drei Minuten später die passende Antwort parat. „Das hatte heute so ein bisschen Symbolkraft, denn meine Elf tat nicht mehr als nötig“, so Heuer.

Tore: 0:1 Adrian Kuczynski (58.), 1:1 Lars Breiholz (61.), 1:2 Julien Kübel (75.), 2:2 Lasse Kühl (78.).

TSV GroSS Vollstedt – SSV Nübbel 2:3 (1:2)
Der SSV Nübbel bleibt für das Team von Mathias Koch und Ingo Rohwer der Angstgegner. „Seit drei Jahren haben wir gegen sie keine Partie mehr gewonnen. Zudem arbeiten wir mehr Fußball als dass wir spielerisch Akzente setzen“, kritisierte TSV-Obmann Stefan Waubke, der nach der frühen Großchance für Bastian Kohlmorgen (2.), der „zur Ecke klärt“ (O-Ton Waubke), mit ansehen musste, wie die Gäste die Begegnung nach dem 1:0 von Florian Medewitz (32., FE) noch vor der Pause per Doppelschlag durch Mats Perdelberg (38.) und Finn-Magnus Lamp (39.) drehten. Das 1:3 (61.) von Lars Lissack fiel aus Sicht des Gastgebers zumindest unglücklich: „Achtzig Prozent der Schiedsrichter pfeifen die Situation vorher wegen eines Foulspiels ab“, so Waubke, der den Sieg der Gäste dennoch als verdient bezeichnete.

Tore: 1:0 Medewitz (32., FE), 1:1 Perdelberg (38.), 1:2 Lamp (39), 1:3 Lissack (61.), 2:3 Pascal Hübner (73.).
Gelb-Rote Karten: Tim Rathjens (82., wdh. Foulspiel, SSV), Hübner (86., wdh. Foulspiel, TSV) .


TuS Jevenstedt II – Borussia 93 Rendsburg 2:5 (1:2)
Nach einem sehr guten Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen wurde die TuS-Reserve zuletzt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dem 2:10 beim SV Fleckeby folgte jetzt eine deutliche Niederlage gegen einen weiteren Kreisliga-Absteiger. „Kein Beinbruch, wir müssen unsere Punkte gegen andere Teams holen. Die Borussia war an diesem Abend einfach besser“, bilanzierte TuS-Coach Cihan Salewski, der seinem Ex-Verein auf dem Weg nach oben alles Gute wünscht. Der Unterschied in dieser Begegnung hatte allerdings auch einen Namen: Emre Kaya erlegte den Gastgeber mit seinen vier Toren quasi im Alleingang, auch weil die Heimelf nach dem Führungstreffer von Heiko Bünz (19.) und dem Anschlusstor zum 2:3 (47.) viel zu halbherzig agierte.

Tore: 1:0 Bünz (19.), 1:1, 1:2 Kaya (29., 31.), 1:3 Benjamin Kohlmorgen (35.), 2:3 Sven Schneider (47.), 2:4, 2:5 Kaya (62., 77.).

TSV Borgstedt – Osdorfer SV II 3:4 (0:1)
„Wir waren gar nicht auf dem Platz“, ärgerte sich Borgstedts Coach Berndt Gosch über einen ganz schwachen Auftritt seiner Mannschaft, der es dem Aufsteiger gestattete, seine ersten Saisonpunkte einzufahren. Nach zwölf Minuten besorgte Liga-Leihgabe Kjell Smit die OSV-Führung, die auch zur Halbzeit Bestand hatte, weil es die Heimelf nicht verstand, auch nur ein einziges Mal auf das gegnerische Tor zu schießen. „Natürlich konnten die Gäste mit personeller Unterstützung aus der Ersten ganz anders agieren. Das erklärt aber noch lange nicht, warum wir nicht mal kämpferisch dagegen gehalten haben“, so Gosch, dessen Elf erst aufwachte, als es nach einem lupenreinen Hattrick von Dennis Czarnecki (60., 66., 67.) bereits zu spät war.

Tore: 0:1 Smit (12.), 0:2, 0:3, 0:4 Czarnecki (60., 66., 67.), 1:4 Christopher Stocks (69., FE), 2:4 Maximilian Schwark (85.), 3:4 Luca Schwark (89.).

SSV Bredenbek – TSV GH Lütjenwestedt 1:0 (1:0)
Im Lager des SSV zeigte man sich nach dem ersten Saisonsieg überaus erleichtert. „Das war, mit Ausnahme der Chancenverwertung, richtig gut anzusehen“, freute sich Betreuer Marco Holste, der aber auch einschränkte, dass die Fahrlässigkeit vor dem gegnerischen Tor gegen eine Spitzenmannschaft bestraft worden wäre. Schon nach 20 Minuten hätte es 2:0 stehen können, doch weil Philipp Kriesten einen rabenschwarzen Tag erwischte (4., 20.), wäre den insgesamt aber zu harmlosen Gästen durch Max Hadenfeldt beinahe die schmeichelhafte Führung geglückt (25.). Die Heimelf versiebte fortan auch weitere Hochkaräter. So schlug kurz vor der Pause die Stunde von Erik Haß, der aufgrund seiner grazilen Bewegungen auch der „Bomber“ genannt wird, in dem er einen Freistoß zum längst überfälligen und entscheidenden 1:0 in die Maschen beförderte.

Tor: 1:0 Haß (45.).


Eckernförde IF – FC Fockbek 1:4 (0:1)
Für die Eckernförder bedeutete die Niederlage das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. „Ziemlich ungewohnt“, muss Trainer Toni Fahn mit seiner vor der Saison hochgehandelten Elf einsehen, in den kommenden Wochen zunächst wohl nur kleinere Brötchen backen zu dürfen. Dabei hätte es gegen den Tabellenführer durchaus auch anders laufen können, denn der Gastgeber gab in den ersten 30 Minuten richtig Gas und besaß durch Konstantin Raider (15.), Jannick Echigbue (20.) und Oliver Oetker (25.) hochkarätige Möglichkeiten. „Und wenn man diese dann vergibt, darf man sich nicht wundern, wenn der Gegner zuschlägt“, konstatierte Fahn, als Piet Schulz aus dem Nichts das 0:1 markierte (30.). In der zweiten Halbzeit verstanden es die Eckernförder nicht, eine numerische Überzahl zu nutzen. Im Gegenteil, der FC spielte mit einem überragenden Torjäger seine Konter gnadenlos und erfolgreich zu Ende.

Tore: 0:1 Schulz (30.), 0:2 Jannes Mumm (73.), 0:3 Schulz (80., FE.), 0:4 Schulz (83.), 1:4 Raider (90., FE).

Rote Karte: Jean-Philipp Wagner (55., Schiedsrichterbeleidigung, FC Fockbek).

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