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Skiunfall Michael Schumacher : Not-OP, Koma: Ex-Formel1-Weltmeister in Lebensgefahr

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erstellt am 29.Dez.2013 | 23:32 Uhr

Schumacher schwebe in Lebensgefahr, berichtete laut französischen Medien eine Korrespondentin der Klinik aus Grenoble. Zuvor hatte die französische Regionalzeitung „Le Dauphiné Libéré“ aus Grenoble berichtet, der Gesundheitszustand Schumachers habe sich verschlechtert, die Prognose sei inzwischen ernst.

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist knapp fünf Jahre nach seinem schweren Motorradunfall beim Skifahren verunglückt und hat sich am Kopf verletzt. Nach stundenlangem Bangen um den in Frankreich verunglückten 44-Jährigen nahm die Sorge zu.

Zunächst herrschte Unklarheit über Schumachers Zustand
Um 11.07 Uhr war der Kerpener fünf Tage vor seinem 45. Geburtstag zwischen zwei markierten Pisten im Skigebiet in Méribel verunglückt. Über die Schwere seiner Verletzungen bestand zunächst Unklarheit. Klinikdirektor Jean-Marc Grenier bestätigte am frühen Sonntagabend zunächst nur, dass sich Schumacher am Kopf verletzt habe. Dann hieß es, Schumacher habe ein schweres Schädelhirntrauma erlitten.

Da war bereits der Arzt, der Schumacher schon nach seinem schwersten Formel-1-Unfall operiert hatte, in Grenoble eingetroffen. Rund sechs Stunden nachdem Schumacher beim Skifahren verunglückt und auf den Kopf gestürzt war, erreichte Professor Gérard Saillant unter großem Polizeiaufgebot das Krankenhaus.

Der Gründer und Präsident eines Gehirn-Instituts hatte Schumacher nach dessen Unfall in der Königsklasse des Motorsports 1999 in Silverstone operiert. Der deutsche Formel-1-Star hatte sich damals das Schien- und Wadenbein gebrochen. Saillant, ehemals Chef der Unfallchirurgie im Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière, behandelte zudem auch schon den ehemaligen Weltfußballer Ronaldo und arbeitete mit dem französischen Fußball-Verein Paris St. Germain zusammen.

Schumachers Managerin Sabine Kehm hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich bestätigt, dass der 44-Jährige beim Skifahren auf den Kopf gestürzt sei. Über die Schwere der Verletzungen hatte sie indes keine Angaben gemacht.

Gegen 11.07 Uhr zwischen zwei Pisten gegen Fels geprallt
Auch vom Krankenhaus in Grenoble gab es zunächst keine detaillierten Informationen zum Gesundheitszustand des Formel-1-Rekordweltmeisters. Schumacher verunglückte nach Angaben der Skistation Méribel um 11.07 Uhr am Sonntagmorgen. Er soll sich zwischen zwei markierten Pisten befunden haben und auf einen Fels geprallt sein. Er trug nach Angaben seiner Managerin einen Helm.

Christophe Gernigon-Lecomte von der Skistation Méribel sagte, dass Schumacher nach dem Sturz bei Bewusstsein gewesen sei. Binnen zwei, drei Minuten sollen zwei Bergretter zur Stelle gewesen sein. Bei dem Unfall war er laut dem Radiosender Europe 1 in Begleitung seines Sohnes.

Nach einer ersten Untersuchung in einem Krankenhaus in Moûtiers wurde Schumacher daraufhin nach Grenoble gebracht. Dort soll er nach Angaben von Klinik-Direktor Jean-Marc Grenier gegen 13.00 Uhr eingetroffen sein.

Méribel gehört zu einem riesigen Skigebiet, in dem drei Täler in den Savoyer Alpen von rund 180 Liften miteinander verbunden sind. Insgesamt sind dort etwa 600 Pistenkilometer erschlossen.

Als Motorrad-Rennsportler schon einmal schwer in Freizeit verletzt
Der Unfall in den Bergen war nicht der erste, den Michael Schumacher in seiner Freizeit erlebte. Nach seinem ersten Rücktritt aus der Formel 1 hatte sich der siebenmalige Champion als Motorrad-Pilot versucht. Im Februar 2009 stürzte er im spanischen Cartegna schwer. Schumacher verletzte sich bei dem Unfall einen Halswirbel und eine Rippe, zudem erlitt er eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis und eine in der Halswirbelsäule.

Wegen der Spätfolgen musste er ein mögliches Comeback für Ferrari im Sommer desselben Jahres absagen. „Die Unfallfolgen waren die schwersten, die Michael in seiner Karriere zu tragen hatte“, sagte damals sein behandelnder Arzt Johannes Peil, Chef der Sportklinik in Bad Nauheim.

2010 stieg Schumacher noch einmal in die Formel 1 bei Mercedes ein. Im vergangenen Jahr beendete er dann seine Karriere endgültig, ohne dass er noch einmal den ganz großen Erfolg mit den Silberpfeilen erlebte.

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