Neuzugänge haben voll eingeschlagen

Volltreffer eins: Yannick Wolf avancierte in dieser Saison zum Dreh- und Angelpunkt des GSC.
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Volltreffer eins: Yannick Wolf avancierte in dieser Saison zum Dreh- und Angelpunkt des GSC.

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Yannick Wolf und Torben Dahsel halfen kräftig mit, die beste Saison der Vereinsgeschichte hinzulegen

shz.de von
10. Juli 2015, 06:00 Uhr

So gut wie in dieser Saison stand der Gettorfer SC in der Fußball-Verbandsliga bisher noch nie da. Die Mannschaft von Trainer Tim Rogge und seinem Co. Christian Schössler beendete die Spielzeit als Tabellenvierter. Dabei drehte der GSC speziell nach der Winterpause groß auf und war nach Meister Kilia Kiel das erfolgreichste Team in diesem Kalenderjahr – gekrönt noch vom Sieg im Kreispokal nach einem deutlichen 5:1-Erfolg über Liga-Konkurrent TuS Rotenhof.

Die Gettorfer waren dabei, gerade auf eigenem Platz, eine Macht. In der Heimtabelle schnitt nur der Meister einen Punkt besser ab. Auf des Gegners Platz steht der GSC dagegen als Zehnter nur in der unteren Tabellenhälfte. An dieser Auswärtsschwäche gilt es in der kommenden Saisonvorbereitung anzusetzen. Dann ist sogar eine noch bessere Platzierung möglich.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden“, sagt Rogge. „Gerade die Rückrunde war ein toller Erfolg. Eigentlich wollten wir uns nach unserem Aufstieg vor zwei Jahren weiter verbessern und im gesicherten Mittelfeld landen. Platz vier hat alle unsere Erwartungen übertroffen.“ Besonders gefreut hat den GSC-Coach, dass sich die Mannschaft insgesamt weiterentwickelt hat. „Die Neuzugänge haben zudem voll eingeschlagen. Beide sind absolute Volltreffer! Yannick Wolf ist uns ja quasi zugelaufen und Torben Dahsel hat auch seine Tore gemacht. Davon profitiert die ganze Mannschaft, weil sie nun nicht mehr so leicht auszurechnen ist.“

EINZEL-kritik des Trainers

Torwart
Robin Biss: „Robin hat seit eineinhalb Jahren eine gute Entwicklung genommen. Seine große Stärke liegt besonders in 1:1-Situationen. Er ist ein angenehmer, guter Typ und immer ehrgeizig.“

Fritz Schaarschmidt: „Fritz hat, glaube ich, die beste Punkteausbeute bei uns: Drei Spiele mit sieben Punkten. Er stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Er ergänzt sich sehr gut mit Robin.

Abwehr
Niklas Wolf: „Niklas ist unser Trainingsweltmeister. Er war öfter da als ich selbst. Fußball geht für ihn über alles. Er setzt sich dabei teilweise aber selbst noch zu sehr unter Druck.“

Christof Gogolok: „Gogo ist der ruhende Pol bei uns und sorgt für Struktur in unserem Spiel. Mit seiner Art gibt er der Mannschaft viel Sicherheit.“

Lennart Gravert: „Auch Lennart ist sehr routiniert. Er hat seine Stärke vor allem im Mann-gegen-Mann. Damit hat er viele starke gegnerische Stürmer aus dem Spiel genommen. Im Passspiel könnte er aber noch etwas konzentrierter sein.“

Daniel Hansen: „Daniel hat unheimlich viel Potenzial, muss sich aber leider immer wieder mit Verletzungen herumplagen. Er ist unser schnellster Spieler und im Umgang sehr angenehm.“

Jan Ole Gravert: „Ich bin gespannt auf ihn. Er ist ab Juli ja quasi wie ein Neuzugang für uns, weil er kaum trainieren konnte. Als er in Notfällen eingesprungen ist, war er aber immer zur Stelle.“

Klaas Weber: „Klaas ist extrem flexibel. Ihn kann ich fast überall aufstellen. Das ist für einen Trainer natürlich sehr schön. Knackpunkt war das Hinspiel gegen den OTSV, wo er hinten rechts voll überzeugen konnte. Von da an lief es bei ihm.“

Mittelfeld
Nils Zimmer: „Nils hat, bis auf einmal in der Jugend, nie woanders gespielt als beim GSC. Er reißt seine Mitspieler mit und stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Er ist ein typischer Mannschaftsspieler.“

Tobias Gravert: „Tobi ist unser Kapitän und der Taktgeber. Er sorgt in hektischen Situationen für Ruhe und ist Ansprechpartner für die jungen Spieler. Seine neue Rolle im defensiven Mittelfeld kommt ihm entgegen.“

Erik Empen: „Erik hat deutlich mehr gespielt als im Vorjahr. Technisch und taktisch bringt er alles mit. Im Durchsetzungsverhalten kann er sich aber noch etwas steigern.“

Lars Empen: „Seine Hinrunde war, da er nicht viel trainieren konnte, durchwachsen. Seine Rückrunde war dagegen sehr stark. Die Fitness ist bei ihm ein wichtiger Faktor.“

MITTELFELD/ANGRIFF
Boy Bröckler: „Er sorgt mit seinen Dribblings über die linke Seite für reichlich Überraschungseffekte. Außerdem ist er sehr trainingsfleißig. Ich würde mir allerdings wünschen, dass er sich noch mehr zutrauen würde.“

Felix Riemann: „Felix hatte in dieser Saison immer wieder mit kleineren Verletzungen zu tun. Für sein Spiel ist es aber wichtig, dass er absolut fit ist. Er ist sehr flexibel und erledigt alle seine Aufgaben dabei immer gut.“

Yannick Wolf: „Yannick ist super eingeschlagen und im Angriff bei uns der Dreh- und Angelpunkt. Dabei ist er total bodenständig und ein sympathischer Zeitgenosse. Schön, dass er so ist! Mit dem Ball am Fuß ist er für den Gegner kaum zu stoppen. Er wächst auch zunehmend in die Rolle des Führungsspielers hinein.“

Angriff
Torben Dahsel: „Torben hat nach seinem Wechsel in der Winterpause ein wenig Anlaufzeit gebraucht. Auch seine Mitspieler mussten sich auf seine Laufwege einstellen. Zum Ende hin ist er dann aber immer stärker geworden. Wir werden in Zukunft ganz bestimmt noch viel Freude an ihm haben.“
Ergänzungsspieler
Lasse Assenheimer: „Lasse spielt richtig gerne in der Mannschaft und ist auch voll drin. Wenn er gespielt hat, hat er auch gute Sachen gezeigt. Er ist fast bei jedem Training dabei.“

Sven Ole Ratjens: „Er ist leider die gesamte Hinrunde ausgefallen und hatte in der Rückrunden-Vorbereitung Urlaub. Schön, dass er im letzten Spiel noch ein – wenn auch kurioses – Tor machen konnte (wurde von Kronshagens Torwart angeschossen; die Red.).“

Marvin Wittern: „Bei ihm ist es ähnlich wie bei Lasse. Er ist sehr engagiert und auch als Spaßkanone enorm wichtig für die Mannschaft.“

Lars Grobe: „Ehe er beruflich nach Hamburg gezogen ist, hat Lars unseren Laden hinten immer gut dicht gehalten.“

Michel Möller: „Er ist aus der A-Jugend zu uns gekommen und hatte deshalb auch Probleme mit dem Tempo und der Robustheit. Er ist aber sehr trainingsfleißig und versucht dort, seine Defizite aus dem Weg zu räumen.“

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