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18. Oktober 2017 | 00:50 Uhr

Neun Gut-Heiler werden nicht belohnt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Fußball-Kreisliga: Boostedt trifft an der Schillerstraße in doppelter Überzahl doch noch zum Sieg / Topteams fahren weitere „Dreier“ ein

Überraschungen blieben am 17. Spieltag der Fußball-Kreisliga Neumünster aus. So gewannen neben Spitzenreiter TSV Gadeland (4:1 gegen den TS Einfeld) auch die Verfolgerteams SG Padenstedt (2:1 gegen den TSV 05), VfR II (2:0 gegen den TSV Aukrug) und SV Boostedt. Letzterer wendete dabei trotz Überzahl erst in den Schlussminuten eine Punkteteilung beim SC Gut Heil ab (4:2). Eine solche erzwang der Ruthenberger SV trotz einem Mann weniger auf dem Feld bei Türkspor, indem er noch einen 1:3-Rückstand aufholte.

Die Partie des TSV Wankendorf II gegen den SV Bokhorst wurde wegen gravierender Personalprobleme auf beiden Seiten ebenso abgesagt wie die Begegnung zwischen dem PSV II und dem SV Bönebüttel-Husberg, welche wegen des Aufeinandertreffens der PSV-Ligamannschaft mit dem Heider SV am selben Tag sowie der durch Bauarbeiten rund um die Stettiner Straße und der daraus resultierenden schlechten Parksituation ausfiel. Die neuen Termine stehen noch nicht fest.


TSV Gadeland – TS Einfeld 4:1 (1:0)

TSV Gadeland: Holstein - Gräfe, D. Christophersen, Röder, Schildt, Rychlowski, P. Schnoor (89. Lemke), Schulz (68. Schönhoff), Neumann, Teegen (53. Siegel), Zibell.
TS Einfeld: Wilhelmsen - D. Hinz, Bredfeldt, Scheel, Robold, Wulf, Hanka, B. Schnoor, Erich, Zimmermann (89. Jöhnk), Appel.

SR: Lorenz (Aukrug). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Rychlowski (45./+1), 1:1 Hanka (70.), 2:1 P. Schnoor (75.), 3:1 Zibell (86.), 4:1 Zibell (90./+3). – Gelb-Rote Karte: Erich (Einfeld/73., wdh. Foulspiel).

Nach 25 von Gadeland bestimmten Minuten verlor der Ligaprimus etwas den Faden, sodass sich ein ausgeglichenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten entwickelte. „In der zweiten Halbzeit waren wir aber komplett überlegen und haben unsere Tore schön herausgespielt. Das war gut“, freute sich der Co-Trainer der „Kleeblätter“, Ronny Czerniejewski. Dabei spielte den Grün-Weißen aber auch in die Karten, dass sich die Gäste ab der 73. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Jan Erich wegen wiederholten Foulspiels mit einem Mann weniger auf dem Platz befanden. „Wenn wir etwas abgeklärter gewesen wären, hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können“, meinte derweil Gadelands Chefcoach Björn Sehm.


SG Padenstedt – TSV 05 2:1 (0:1)

SG Padenstedt: M. Stichert - Scheider (16. Rückert), Anlauf, Dittmann, A. Wilk, J. Burow, Stöckhardt, C. Wilk (50. Callsen), Breiholz (89. Andres), Hartwich, Hoffmann.

TSV 05 Neumünster: Helmers - Brettschneider, Wegener, Sabahat (83. Altun), Idrizi, Meinsen, Mercan, Celik, Borgert (61. Arndt), J. Philipp, Topcu.

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Mercan (41.), 1:1 C. Wilk (47.), 2:1 Stöckhardt (70.). – Rote Karte: Idrizi (TSV 05/17., Tätlichkeit). – Bes. Vork.: Helmers (TSV 05) pariert Foulelfmeter von Hoffmann (17.).

Obwohl die SG Padenstedt gut 70 Minuten in Überzahl spielte, war es für sie gegen den Aufsteiger TSV 05 alles andere als ein Spaziergang zu den drei Punkten. „Der Erfolg war zwar verdient, fiel aber in die Kategorie ,Arbeitssieg’“, fand etwa SGP-Obmann Hans-Georg Eckert. „Schuld“ daran war vor allem 05-Schlussmann Jascha Helmers, der nicht nur einen Foulelfmeter von Padenstedts Martin Hoffmann parierte (17.). „Helmers hat uns ein ums andere Mal zur Verzweiflung gebracht. Solch eine Leistung habe ich in der Kreisliga selten gesehen“, staunte Eckert. Nur deshalb konnten die „Nullfünfer“ mit ihrer ersten richtigen Chance durch den abstaubenden Emrah Mercan in Führung gehen (41.). Doch der Ausgleich erfolgte gleich nach dem Seitenwechsel, als Christopher Wilk nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war (47.). Nach einem schnell ausgeführten Freistoß sorgte Marc Stöckhardt dann für das 2:1 (70.). Lange Zeit in Unterzahl agierend, gaben sich die Gäste zu keinem Zeitpunkt auf und hätten in der Schlussphase durchaus noch für das 2:2 sorgen können.


VfR II – TSV Aukrug 2:0 (1:0)

VfR Neumünster II: Ucan - Amoako, Prühs, Aboagye (46. Tefci), Ö. Uzun, Y. Yilmaz (75. Karatas), Munene, Kuscu, M. Uzun (85. Bastug), Stawecki, Scheer.

TSV Aukrug: Brüggen - Ralfs (75. Hausberger), Schlichting, Michalke, S. Müller (60. Michaelsen), S. Althaus, Bringmann (80. A. Müller), Tietz, Baltruschat, Rickert, Scheinpflug.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 20. – Tore: 1:0 M. Uzun (44.), 2:0 Kuscu (73.).

Nach anfänglichem Abtasten und viel Mittelfeldgeplänkel sowie der einen oder anderen Halbchance auf beiden Seiten hatte der VfR II mehr vom Spiel, und Aukrug verdingte sich darauf, Nadelstiche zu setzen. Doch die „Veilchen“-Reserve verstand sich gut darauf, die Gästekonter zu unterbinden. Nach feiner Kombination gingen die Lila-Weißen zum viel beschriebenen psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause auch folgerichtig durch Mazlum Uzun in Führung (44.). Mit einem Flatterball aus etwa 20 Metern sorgte Orhan Kuscu knapp 20 Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung (73.). „Nach unserem 2:0 hat Aukrug weiter versucht, zurückzukommen. Aber wir waren einfach immer eine Nasenlänge vorne und haben verdient mit 2:0 gewonnen“, berichtete Rasensports spielender Teammanager Emmanuel Amoako.


SC Gut Heil – SV Boostedt 2:4 (0:1)

SC Gut Heil: Babiak - Matthes, Teye, Berger, Reichow, Darboe, Abdullah, Szyszkowski, Hyseni, Hansen, Studt (58. Hatwig).

SV Boostedt: Roußeau - Kairies, Krämer, Lienhöft, Wehde, Schröder, Tabert, Royla (35. Tegge), Möller, Behnke (80. Vogler), Wülfken.

SR: Z. Kurtoglu (Olympia). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 Möller (35.), 0:2 Tegge (65.), 1:2 Reichow (75.), 2:2 Hyseni (85.), 2:3 Wehde (90.), 2:4 Tabert (90./+2, Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karte: Hansen (Gut Heil/48., Unsportlichkeit). – Bes. Vork.: Gut Heil beendet die Partie nach einer Verletzung von Hatwig zu neunt, da keine weiteren Auswechselspieler zur Verfügung standen (80.).


In einer schwachen ersten Hälfte von beiden Mannschaften nutzte Meiko Möller die erste wirkliche Möglichkeit, um seine Boostedter aus kurzer Distanz in Führung zu bringen (35.). Nach einer einmal mehr unnötigen „Ampelkarte“ für Gut Heils Nico Hansen, der zunächst meckerte und anschließend nicht bei Referee Zafer Kurtoglu (MTSV Olympia) „antanzen“ wollte, wofür er sofort die zweite Gelbe Karte hinterher bekam (48.), nutzte Boostedt die Überzahl gut aus. Die Folge war das 2:0 aus Gästesicht durch Kevin Tegge (65.). Doch die „Rothosen“ gaben sich nicht auf, verkürzten nach einer Einzelaktion von Marco Reichow auf 1:2 (75.) und erzielten zehn Minuten später, dabei wohlgemerkt nach einer Verletzung von Christian Hatwig (80.) bereits mit zwei Mann weniger agierend, den 2:2-Ausgleich. „Wir hatten natürlich gehofft, dass wir das Remis über die Zeit retten können. Dafür, dass das Team zu neunt so zurückgekommen ist, hätte es auch einen Punkt verdient gehabt“, befand GHN-Obmann Dennis Keyser. Doch Boostedt holte noch einmal zum Gegenschlag aus und entführte schließlich die drei Zähler von der Schillerstraße.

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