Vollzeit-Profis, Trainer-Verträge, AfD-Mitglieder : Neues vom HSV: Walace bleibt vorerst in Hamburg

Walace bleibt: Er soll beim HSV um mehr Spielzeit und einen Platz in Brasiliens WM-Kader kämpfen.
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Walace bleibt: Er soll beim HSV um mehr Spielzeit und einen Platz in Brasiliens WM-Kader kämpfen.

Der brasilianische Mittelfeldmann soll nicht nach Rio de Janeiro ausgeliehen werden. Der Ex-Trainer Gisdol bekommt weiterhin Geld.

shz.de von
24. Januar 2018, 11:42 Uhr

Hamburg | Drei Tage nach der Beurlaubung von Ex-Trainer Markus Gisdol kehrt beim Hamburger Sportverein keine Ruhe ein. Dessen Nachfolger Bernd Hollerbach hat die Spieler zu Vollzeit-Profis erklärt und einen neuen Tagesablauf eingeführt – es wird mehr traininert. Zudem sorgt ein Antrag, AfD-Mitglieder auszuschließen, für Diskussionen im Verein. Derweilen läuft Gisdols Vertrag bis 2019 und er wird weiter bezahlt.

Neuer Coach, neue Regeln: Der neue Trainer Bernd Hollerbach hat die Fußballer beim HSV zu Vollzeit-Profis gemacht.
Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Neuer Coach, neue Regeln: Der neue Trainer Bernd Hollerbach hat die Fußballer beim HSV zu Vollzeit-Profis gemacht.

 

Neustart: Walace soll in Hamburg bleiben

Aber es gibt auch gute Nachrichten für Hamburger Fans: Mittelfeld-Spieler Walace soll vorerst beim HSV bleiben, wie die Bild berichtete. Im Januar hatte der brasilianische Mittelfeldmann das Training beim HSV bestreikt. Gerüchte um einen Wechsel wurden laut. Zuletzt sollte der HSV den 22-Jährigen zu Fla­men­go Rio de Ja­nei­ro ausleihen. Dieser Deal ist laut der Bild-Zeitung geplatzt.

Der neue Trainer Bernd Hollerbach sowie Sportchef Jens Todt hätten mit Walace und dessen Berater Rogerio Braun am Dienstag in der Mittagspause zusammengesessen. Das Gespräch ergab: Walace wird vorerst beim HSV bleiben, hier um Spielzeit in Hamburg und einen Platz im brasilianischen WM-Kader kämpfen. „Wir wol­len Wa­lace nicht ab­ge­ben. Die Tür steht bei uns für ihn weit offen. Er muss nur durch­ge­hen", sagte Todt.

Gisdol und seine Assistenten kosten viel Geld

Laut Informationen der Sport Bild läuft der Vertrag des beurlaubten HSV-Trainers noch bis 2019 – ebenso die Anstellung seiner Assistenten Frank Fröhling und Frank Kaspari. Der Coach besitze weder eine Ausstiegsklausel noch sei eine Abfindungsvereinbarung getroffen worden, heißt es.

Der Vertrag des Ex-Trainers beim HSV soll noch bis 2019 laufen. Solange wird Gisdol noch bezahlt.
Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Der Vertrag des Ex-Trainers beim HSV soll noch bis 2019 laufen. Solange wird Gisdol noch bezahlt.

 

Gisdol soll im Monat etwa 150.000 Euro verdienen. Steigt der HSV ab, reduziert sich sein Gehalt um die Hälfte. Schafft der Bundesliga-Dino den Klassenerhalt, erhöht sich der Betrag auf 170.000 Euro.

Peter Gottschalk: „Kein Platz für Rassismus!“

Der Vorsitzende des HSV-Seniorenrats, Peter Gottschalk, stellte einen Antrag auf Ausschluss von AfD-Mitgliedern aus dem HSV. Dieser sorgt im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Traditionsclubs am 18. Februar für Diskussionen. „Die Mitgliederversammlung fordert das Präsidium auf dafür zu sorgen, dass keine AfD-Mitglieder oder gleichgesinnte Personen nicht Mitglied im Hamburger-Sport-Verein e.V. werden oder der HSV Fußball AG angehören“, heißt es. „Kein Platz für Rassismus! Toleranz und Solidarität sind Werte, die innerhalb jeder Sportart zählen“, forderte der 76-Jährige.

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