Neuenbrook verteidigt Spitze

Matchwinnerin: Julia Paulsen schoss den Neuenbrooker Treffer beim 1:0- Sieg bei der FSG Goldebek/Arlewatt.
Matchwinnerin: Julia Paulsen schoss den Neuenbrooker Treffer beim 1:0- Sieg bei der FSG Goldebek/Arlewatt.

Fußball-Landesliga Schleswig: Zwei knappe Auswärtserfolge für Tabellenführer / Kellinghusen kommt gegen Audorf unter die Räder

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04. April 2018, 05:00 Uhr

Mit zwei knappen Auswärtssiegen hat der SV Neuenbrook/Rethwisch seine Spitzenposition in der Fußball-Landesliga Schleswig der Frauen über Ostern verteidigt. Zunächst waren die Neuenbrookerinnen am Sonnabend mit 1:0 bei der FSG Goldebek/Arlewatt erfolgreich, am Montag folgte dann ein 2:1 bei TuS Rotenhof. Verfolger Vineta Audorf sitzt dem Tabellenführer allerdings dicht im Nacken. Die Audorferinnen waren bei ihrem Gastspiel in Kellinghusen nicht zu bremsen und zerlegten den VfL mit 5:1. SG Wilstermarsch und VfR Horst waren spielfrei.


FSG Goldebek/Arlewatt – SV Neuenbrook/Rethwisch 0:1 (0:0). 90 Minuten Spiel auf ein Tor reichten am Ende nur zu einem 1:0-Arbeitssieg für Neuenbrook, weil die Steinburger Gäste gleich reihenweise Chancen vergeben hatten. NR-Torhüterin Kira Bahr bekam beim aktuellen Tabellenneunten nicht einen Schuss auf ihr Gehäuse. Der Abwehrbeton der Gastgeberinnen hielt genau eine Stunde, dann war Julia Paulsen nach Querpass von Maite Schneegans zum 1:0 erfolgreich. Auch nach diesem Treffer machte Goldebek keine Anstalten, offensiver zu werden, so dass der Sieg nie in Gefahr geriet. Allerdings hätten die Gäste wesentlich höher gewinnen müssen.
VfL Kellinghusen – Vineta Audorf 1:5 (0:3). Die Gäste waren von Beginn an bissiger und nutzten die Fehler der Kellinghusenerinnen gnadenlos aus. Zunächst konnte VfL-Torfrau Mona Schwarzkopf einen frühen Rückstand noch verhindern (15.)., kurze Zeit später war sie aber machtlos. Nach einfachen Ballverlusten und jeweils einem Pass in die Schnittstelle nutzte Maya Jahnke das Chaos in der VfL-Defensive innerhalb weniger Minuten gleich doppelt (26., 32.). Annika Butzke hätte ihr Team direkt wieder heran bringen können, ihr Abschluss war aber zu harmlos (35.). Stattdessen legte der TSV noch vor der Pause einen Treffer nach, als auch Lea-Sophie Behrens völlig frei vor dem VfL-Gehäuse einschieben durfte – 0:3 (43.).

Mit einem Donnerwetter in der Kabine versuchte Trainer Jan Wieckhorst seine Mannschaft wach zu rütteln, doch die Steinburgerinnen fanden an diesem Tag einfach nicht ins Spiel. Mona Schwarzkopf, die im zweiten Durchgang als Stürmerin agierte, gelang nach dem ersten gelungenen Spielzug zwar das 1:3 (75.), doch jegliche Hoffnung war nur wenig später wieder dahin. Nach tollen Kombinationen schraubte Melina Rumohr das Ergebnis auf 5:1 aus Sicht der Gäste in die Höhe (83., 88.).

„Audorf hat gefühlt ja nicht mal den besten Tag erwischt und musste gar nicht alles geben“, so der enttäuschte Jan Wieckhorst. „Ohne Willen und vernünftige Einstellung kann man das aber auch nicht ausnutzen.“
TuS Rotenhof – SV Neuenbrook/Rethwisch 1:2 (0:1). Im Gastspiel beim Tabellenvierten musste Tim Hellmann auf der Trainerbank für den erkrankten Ole Rehder und den im Osterurlaub weilenden Dennis Rechner einspringen. Aber auch die Spielerinnendecke war dezmiert, denn neben Saskia Rechner, Amelie Stepany und Eileen Näwie, die auch schon am Sonnabend gefehlt hatten, musste nun auch noch Kapitän Sandra Thormählen ersetzt werden. Doch die aus der zweiten Mannschaft in die Startformation gerückten Neele Zietz und Merle Giebeke machten ihre Sache sehr gut. Beruhigend wirkte aber vor allem die schnelle Führung schon in der 1. Minute durch Lale Lulies. In der ausgeglichenen Partie war Rotenhof vor allem bei Standardsituationen gefährlich, Neuenbrook boten sich einige Konterchancen, die aber nicht konsequent bis zum Abschluss durchgespielt wurden. Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte Jule Mohr mit ihrem Treffer zum 2:0 aus Sicht der Gäste (64.). Der Drops war jedoch noch nicht gelutscht, denn Rotenhofs Torjägerin Inga Claussen, die ansonsten gut abgeschirmt wurde, verkürzte schon wenig später auf 1:2 (72.). Nun drückten die Gastgeberinnen vehement auf den Ausgleich, fanden jedoch keine Lücke in der gut verteidigenden Neuenbrooker Defensivabteilung. Weil Rotenhof alles nach vorn geworfen hatte, boten sich den Steinburgerinnen in der Schlussphase mehrere Riesen-Kontermöglichkeiten, die teilweise allzu leichtfertig vergeben wurden. „Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, es uns aber aufgrund der mangelhaften Chancenverwertung selbst schwer gemacht“, bilanzierte Tim Hellmann. Der Sieg sei aber verdient gewesen. „Wir hätten das Ergebnis in der Schlussphase ausbauen müssen. Wenn Rotenhof noch den Ausgleich geschafft hätte, wäre das sehr ärgerlich gewesen.“

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