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24. Juni 2017 | 12:30 Uhr

Rendsburg : Neue Strandbar am Obereiderhafen

vom

Zehn Lkw-Ladungen mit Spielsand sind am Obereiderhafen aufgeschüttet worden. Auf einem 400 Quadratmeter großen Areal links vom Schiffsanleger richtet der Unternehmer Alv Gundlach Rendsburgs erste Strandbar ein.

Rendsburg | Karibisches Flair mitten in Schleswig-Holstein: Die Gastronomen Alv und Elke Gundlach wollen in etwa zwei Wochen am Rendsburger Obereiderhafen eine Strandbar eröffnen. Bei den gestrigen Bauarbeiten dazu sagte der Passant Klaus Piechota (50) aus Rendsburg spontan: „Das ist doch mal was anderes. Da freue ich mich schon drauf. Um in die Südsee zu fahren, ist das Geld ja zu knapp.“

Das Kiesunternehmen Hamkens aus Ostenfeld (Kreis Nordfriesland) ließ etwa ab 9.30 Uhr zehn Lkw-Ladungen mit insgesamt 90 Kubikmetern gewaschenem 02-Sand anfahren. Der Inhaber Rolf Grimm erläuterte, dass das Material die Qualität von Spielsand hat. Die Arbeiter Klaus Neumann und Marco Kostrewa verteilten ihn mit einem Radlader und Schaufeln links des Schiffsanlegers auf einem etwa 400 Quadratmeter großen Rasenstück. Gundlach will darauf zehn Strandkörbe aufstellen, dazu Liegen und Sonnenschirme. Als Windschutz sollen Teile eines Schiffs dienen, das einst als Deko für den Weihnachtsmarkt auf dem Schiffbrückenplatz diente. Die Planken sollen ringsum der Sandfläche aufgestellt werden.

Auf der Wiese hatte Gundlach vor knapp zwei Wochen bereits zwei Zelte mit einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern aufbauen lassen, die gestern mit Holzwänden verkleidet wurden.  Darin sollen Verkaufstresen, Tische und Stühle stehen. Elke Gundlach will Cocktails wie „Sex on the Beach“ und „Tequila Sunrise“, Champagner und andere Getränke ausschenken. Zum Speiseangebot sagte Alv Gundlach: „Eigentlich wollte ich mich auf Fischbrötchen und Fischgerichte beschränken, aber ich habe mich dafür entschieden, auch Hamburger und Currywurst anzubieten.“

Er schwärmte: „Die Fläche am Hafen ist traumhaft.“ Bereits vom Schiffbrückenplatz aus könnten Kunden die Zelte sehen.  Von der Bar aus könnten sie den Blick auf den Kanal bis Schacht-Audorf genießen. „Ich könnte mir vorstellen, dass Angestellte, die in der Stadt beschäftigt sind, ihre Mittagspause bei uns verbringen.“ Zudem gebe es sehr viel Publikum an der Uferpromenade. Und er setzt auf die Segler, die im Yachthafen übernachten. Dort lägen jährlich immerhin bis zu 8000 Schiffe.

Die Idee für die Strandbar kam ihm beim Weihnachtsmarkt. Damals hatte er den Boden mit Holzschnitzeln auffüllen lassen, was beim Publikum sehr gut ankam. „Die Resonanz hat mich inspiriert. Wenn man den Leuten was anbietet, kommen sie auch“, sagte Gundlach. Bei der Stadt Rendsburg stieß er mit seiner Anfrage auf offenen Ohren. Bei der BIG Städtebau GmbH pachtete er das Gelände, auf dem der Investor Stefan Blau ein Hotel bauen will (wir berichteten). Die Arbeiten dazu sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen, teilte Bauamtsleiter Frank Thomsen gestern mit.

Für Elke und Alv Gundlach geht es jetzt in die heiße Phase bis zur Eröffnung. Ein Toiletten-Container und ein Behinderten-WC werden aufgestellt, zudem Zu- und Abflüsse für Wasser installiert. „Mit 50000 Euro kommen wir da nicht aus“, erläuterte Alv Gundlach.

Die Bar wird wochentags ab 11 Uhr bis in den Abend geöffnet, an Wochenenden bis spät in die Nacht. Wenn das Wetter mitspielt, läuft die Saison bis Ende Oktober.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 12:03 Uhr

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