Neue Ideen für die Kirche

Gratulierte Pastor Thomas Heik  (r.) zum Dienstjubiläum: Propst Sönke Funck (l.). Foto: Smit
Gratulierte Pastor Thomas Heik (r.) zum Dienstjubiläum: Propst Sönke Funck (l.). Foto: Smit

Pastor Thomas Heik ist seit 25 Jahren im Dienst / Er versteht es, die Menschen mitzunehmen

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17. Dezember 2011, 07:24 Uhr

Osdorf | Sie kennen sich persönlich und haben zusammen gearbeitet. Schon deshalb war es für Propst Sönke Funck ein besonderer Moment, als er gestern Pastor Thomas Heik zum 25-jährigen Dienstjubiläum gratulierte und den Dank der Kirche überbrachte.

Abwechslungsreich war die Dienstzeit für Thomas Heik. "Ich habe ja nicht 25 Jahre als Gemeindepastor gearbeitet", sagt er und berichtet: Im Martinshaus in Rendsburg habe er als theologischer Referent beim Diakonischen Werk des Landes angefangen und für die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter im Pflegedienst gesorgt. Später habe er Fortbildungen zum Thema Management in der Diakonie konzipiert und selbst eine Ausbildung zum Supervisor abgeschlossen. Nach 14 Jahren wechselte Heik zum Kirchenkreis Eckernförde und wurde Geschäftsführer des evangelischen Eckernfördeprogramms (EEP). Als "relativ revolutionär" und "spannenden Prozess" bezeichnet der Propst die Arbeit, bei der er selbst als Sprecher der EEP-Projektgruppe fungierte. Es sei nicht immer einfach und passend gewesen, Ideen aus der Management-Beratung auf eine Organisation wie die Kirche, mit dem "Produkt Evangeliumsverkündung", zu übertragen. "Das war Ende der Neunziger schon auch ein Zeichen von Aufbruchswillen", so Funck. Um Mitgliederwerbung, vor allem aber Mitgliederbindung und Öffentlichkeitsarbeit sei es gegangen. "Das hast du im Kirchenkreis auf den Weg gebracht und hier als Gemeindepastor lebst du es", sagt Funck.

Tatsächlich sei ihm der Wechsel in die Gemeindearbeit nicht schwer gefallen, erklärte der Jubilar. 2004 ging er nach Marne, wo er sich die Aufgaben mit zwei Kollegen teilen konnte. "Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Die Menschen haben uns mit offenen Armen aufgenommen", erinnert er sich. Aber es habe seine Frau Yvonne und ihn doch wieder an die Ostküste gezogen. "So’ne Art Heimweh", sagt Heik. Seit 2008 ist er in Osdorf und freut sich, dass besonders seine Familie sich dort sehr wohl fühlt.

Und in Zukunft? "Mein Herz schlägt am meisten, wenn es mir gelingt, neue Ideen umzusetzen", erklärt er. Mit den Stallgottesdiensten, dem Lauftreff, den Aktionen zum Valentins- oder Reformationstag erreicht er auch die Menschen und Familien, die normalerweise nicht jeden Sonntag in die Kirche kommen. "Die Gemeinde hier ist bereit, neue Dinge mitzumachen", sagt Heik. Bestätigt und belohnt wurde er damit, dass in diesem Jahr mehr Ein- als Austritte zu verzeichnen waren. Das alles koste zwar manchmal viel Mühe und Anstrengung, besonders da er nun als einziger Pastor und Vorsitzender des Kirchenvorstands in der Gemeinde für sehr viel mehr verantwortlich ist, aber es komme auch so viel zurück - das gebe immer neue Kraft, sagt er. Eins wollte Heik am Ende nicht vergessen: "Die zehn Jahre Gemeindearbeit habe ich mit meiner Frau zusammen gemacht." In einem Job, in dem das Zuhause und der Beruf zum Teil so stark in einander übergehen, sei die Unterstützung durch die Familie ungeheuer wichtig, erklärt er.

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