Mit neuem Wappen ins Jahr 2012

Bürgermeister Christian Schlömer zeigt das mit Mehrheit beschlossene Wappen der Gemeinde Brodersby. Foto: Steinmetz
Bürgermeister Christian Schlömer zeigt das mit Mehrheit beschlossene Wappen der Gemeinde Brodersby. Foto: Steinmetz

Gemeindevertretung beschließt Emblem für Brodersby / Freude über Haushaltsüberschüsse in 2011 und 2012

Avatar_shz von
27. Dezember 2011, 07:23 Uhr

Brodersby | Brodersby hat ein Wappen. Als letzte der 19 Gemeinden im Amt Schlei-Ostsee beschlossen die Gemeindevertreter ein Wappen. Drei grüne Eichenblätter für die Ortsteile Brodersby, Höxmark und Schönhagen, drei grüne Ähren für die landwirtschaftliche Prägung und ein silberner Schwan auf silbernen Wellen als Bezug zum Schwansener See und der Ostsee. Auch wenn das Wappen mit Mehrheit der CDU-Fraktion gegen drei Nein-Stimmen der SPD beschlossen wurde, groß war die Freude über das Wappen nicht. "Wir hätten uns alle etwas anderes vorgestellt", sagte Bürgermeister Christian Schlömer.

Von den fast zwölf Vorschlägen, die in einer Arbeitsgruppe seit August erarbeitet wurden, sei einer nach dem anderen durch die zuständige Mitarbeiterin des Landesarchivs in Schleswig abgelehnt worden. Die Vorgaben der Heraldik, nach denen Wappen entworfen werden müssen, sorgte für Unverständnis in der Arbeitsgruppe, berichtete Helmut Prager (CDU). So hätte man beispielsweise lieber goldene statt grüne Ähren gehabt, und für die SPD stellte Frederik Hammer fest: "Wir hätten gerne statt des Schwans ein Boot für die Bedeutung des Tourismus im Wappen gehabt."

Positiv stellt sich der Haushalt 2012 für die Gemeinde da. Einstimmig wurde der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen in Ein- und Ausgaben von 1,105 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt von 252 000 Euro beschlossen. Entspricht die Realität der Planung, dann könnte die Gemeinde 2012 einen Überschuss von rund 103 000 Euro im Verwaltungshaushalt erwirtschaften. Unter dem Strich könnten der Rücklage 77 000 Euro zugeführt werden, die auf 426 000 Euro steigt. Die Hebesätze für Grundsteuer A und B bleiben bei 300 Prozent und bei der Gewerbesteuer bei 310 Prozent.

Auch der erste Nachtragshaushalt 2011 beschert Brodersby Mehreinnahmen von rund 40 000 Euro. Dass der allgemeinen Rücklage letztlich doch 52 000 Euro entnommen werden, ist auf den Verzicht zur Aufnahme eines Kredits auf dem freien Markt zurückzuführen. Für den Anschluss der Schönhagener Kanalisation an das Klärwerk Kappeln müssen 810 000 Euro bereitgestellt werden. 618 000 Euro werden über ein I-Fondsdarlehen getragen, die restlichen rund 207 000 Euro sollten zu marktüblichen Zinsen aufgenommen werden. Auf Empfehlung des Amtes Schlei-Ostsee werden nun 100 000 Euro aus der Sonderrücklage Abwasser, der Rest aus dem Haushalt und der allgemeinen Rücklage entnommen. Beschlossen wurde ein Verwaltungshaushalt mit einem Volumen in Ein- und Ausgaben von 1,087 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt von 896 000 Euro. Der Rücklage werden 52 000 Euro entnommen, sie sinkt voraussichtlich auf 349 000 Euro Ende 2011.

Um dem Recht der Badegäste auf Auskünfte zur Badewasserqualität nachzukommen, wird unter Vorbehalt der Zusage von Fördermitteln die Installation eines Gäste-Informationssystems, vergleichbar der Anlage im Ostseebad Damp, beschlossen. Rund 15 000 Euro werden erwartet. Das Amt stellt Förderanträge.

Einstimmig wurde eine Nachtragssatzung zur Erhebung von Abgaben für die Abwasserbeseitigung Schönhagen beschlossen. Sie war nach dem Anschluss der Kanalisation an das Kappelner Klärwerk nötig geworden. Die Zusatzgebühr beträgt 1,36 Euro je Kubikmeter. Der absolute Abwasserpreis liegt bei 2,64 Euro je Kubikmeter und beinhaltet auch eine Grundgebühr für Wasserzähler. Bei der Kalkulation des Anschlusses an Kappeln war mit einem Abwasserpreis von 2,98 Euro kalkuliert worden, berichtete Schlömer. Er sei sehr froh über Entwicklung.

Beschlossen wurde die Auslegung der 11. Änderung des F-Plans "Schönhagen - südlich Schlossstraße" als auch die Auslegung des B-Plans Nummer 13 "Schönhagen - südlich Schlossstraße".

Der Jahresrechnung 2012 der Kurbetriebe Schönhagen wird zugestimmt. Es wird ein Defizit von rund 83 400 Euro festgestellt. Im kommenden Jahr wird ein Defizit von rund 62000 Euro erwartet. Mehreinnahmen durch eine verlängerte Abgabepflicht der Kurabgabe sorgen für eine Haushaltsentlastung.

Eine neue Plakatsatzung wird es nicht geben, die vorhandene behält ihre Gültigkeit.

Die Gemeinde stellt erneut den Antrag beim Kreis, für den Drasberger Weg und den Westerfelder Weg die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer je Stunde zu reduzieren.

Erneuert werden sollen zahlreiche Verkehrsschilder sowie die Hinweisschilder an fünf Strandzugängen.

Die Hundesteuer wird auf 40 Euro für den ersten, 55 Euro für den zweiten und 65 Euro für jeden weiteren erhöht. Für "gefährliche" Hunde wird der achtfache Satz erhoben.

Vertagt wurde die Sanierung des Gehwegs zwischen "Am Mittelkamp" und "Am Brekenbarg".

Für den Ballfangzaun des TSV Nordschwansen-Karby werden 400 Euro bereitgestellt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen