Mit Geschlossenheit viel erreichen

Christoph Rohweder hat mit seinem Team nach Meisterschaft und SH-Liga-Aufstieg auch im Meistercup noch hohe Ziele.
Christoph Rohweder hat mit seinem Team nach Meisterschaft und SH-Liga-Aufstieg auch im Meistercup noch hohe Ziele.

Rehers Torhüter Christoph Rohweder blickt auf den Meistercup und wagt eine persönliche Einschätzung der Herausforderung SH-Liga

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21. Mai 2015, 16:59 Uhr

Zwei Steinburger Fußball-Verbandsligisten haben es bis ins Viertelfinale des Cups der Meister geschafft: FC Reher/Puls und Alemannia Wilster. Sehr gute Aussichten, ins Final-Four am 7. Juni in Malente einzuziehen, hat ohne Frage der alte und neue Süd-West-Meister FC Reher/Puls. Die Aufgabe gegen den Liga-Konkurrenten SV Tungendorf am heutigen Freitagabend um 19 Uhr in Puls erscheint lösbar, wenn sich das Team von Carsten Hinrichsen und Matthias Hansen zu einer guten Leistung aufraffen kann. Der 1,98 Meter große Torhüter Christoph Rohweder (27) bewertet im Interview den Liga-Vergleich im Meister-Cup und wagt eine persönliche Einschätzung im Hinblick auf die in der kommenden Saison bevorstehende Herausforderung des FC in der Schleswig-Holstein-Liga.

Hallo Herr Rohweder – sind die Meisterfeierlichkeiten ohne Nachwirkungen geblieben?

Nicht ganz ohne Nachwirkungen. Aber so langsam ist man jetzt wieder klar im Kopf. Es ging ja auch ein paar Tage hoch her bei uns und am vergangenen Sonntag war das Spiel gegen Schackendorf ganz schön anstrengend. Aber so langsam ist das alles raus aus den Gliedern.

Der FC kann die Füße ja noch nicht hochlegen – am Freitag gegen den SV Tungendorf steht schließlich noch eine ernst zu nehmende Pflichtaufgabe im Cup der Meister an.

Christoph Rohweder: Ja, das auf jeden Fall. Wir wollen auch unbedingt weiterkommen, damit wir das Final-Four in Malente spielen können. Wir werden noch mal alles geben, damit wir gegen Tungendorf den Sieg einfahren.

Welchen Stellenwert hat dieser Cup für Sie?

Eigentlich schon einen hohen Stellenwert. Aber da die Spiele ja nur schwierig in den Terminkalender passen und es lange gedauert hat, bis alle Mannschaften ihre Begegnungen absolviert hatten, war es nicht klar erkennbar, wann man dann das nächste Spiel absolvieren muss. Da sollte man meiner Meinung nach eine andere Lösung finden, damit sich der ganze Ablauf besser koordinieren lässt.

Dem Vernehmen nach befindet sich ein Großteil der Mannschaft auf Saisonabschlussfahrt auf Mallorca, wenn in Malente das Final-Four ausgetragen wird. Ist das ein Problem?

Ja, da sind viele von uns auf „Malle“ zur Abschlussfahrt. Ich persönlich auch. Aber ich denke, dass sich trotzdem genug Spieler finden, damit wir in Malente eine schlagkräftige Truppe aufbieten können. Wenn wir uns heute qualifizieren, werden wir uns dort auch vernünftig präsentieren, um die bestmögliche Platzierung zu erreichen.

Blicken wir schon mal weiter voraus: Freuen Sie sich auf die SH-Liga?

Auf jeden Fall. Das war schon letztes Jahr ein großes Ziel von uns. Dass das im zweiten Anlauf geklappt hat, ist natürlich Wahnsinn. Vor allem, nachdem wir in der Hinrunde nach dem 3:4 beim VfR Horst zwölf Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hatten. Deshalb ist die Freude noch um einiges größer. Jetzt freuen wir uns natürlich alle auf die SH-Liga.

Wenn Sie auf Ihre persönliche Laufbahn schauen, ist der Aufstieg doch sicher Ihr größter Erfolg als Fußballer und Torhüter, oder?

Ich bin zwar in der B-Jugend mal Vizelandesmeister in der Halle mit der SG Vaale/Wacken geworden, habe mit dem FC den Fielmann-Cup im Hallenfußball gewonnen und habe im SHFV-Pokal gegen Sylt und Neumünster gespielt, aber jetzt die Meisterschaft verbunden mit dem Aufstieg ist natürlich das Größte, was in meiner sportlichen Karriere bis jetzt passiert ist.

Welche Chancen räumen Sie Ihrem Team ein, kann sich der FC in der SH-Liga etablieren?

Wir räumen uns schon gute Chancen ein, dass wir den Klassenerhalt schaffen können. Durch unsere mannschaftliche Geschlossenheit können wir sicherlich viel erreichen. Für mich ist das beste Beispiel TuS Hartenholm, wo niemand damit gerechnet hat, dass die sich jetzt schon drei Jahre lang so gut in der SH-Liga halten. Daran sollten wir uns orientieren. Ich denke auch, wir haben gute Trainer, die uns schon den richtigen Weg zeigen werden.

Muss sich personell noch was tun?

Grundsätzlich ja, weil unser Kader sehr dünn ist. Wir brauchen sicher noch zwei, drei gute Neuzugänge, die Erfahrung auf diesem Niveau haben und uns sofort weiterhelfen können.

Eine persönliche Frage: Wie kommen Sie eigentlich zu Ihrem Spitznamen Ducki Duckstein?

Den Namen Ducki habe ich von meinem Vater übernommen und er hängt auch damit zusammen, dass ich mich aufgrund meiner Größe ducken muss, wenn ich durch normale Türen gehe. Ja und Duckstein haben mir meine Teamkollegen des Bieres wegen verpasst. Ich trinke eben gerne „ein gepflegtes Duckstein“.

Kommen wir zum Abschluss noch mal auf die Partie gegen Tungendorf zurück. Was meinen Sie, wie geht das Spiel heute Abend aus?

Ich denke, dass wir 2:0 gewinnen. Ich gehe davon aus, dass alle soweit wieder an Bord sind. Andreas Tank wird wieder spielen können und Torsten Alter will es auch versuchen. Von daher spielt unsere bestmögliche Mannschaft.

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