Hamburg : MEK stürmt Wohnung eines 21-Jährigen

Nach einem Polizeieinsatz wegen Ruhestörung hat ein 21-Jähriger in Hamburg einen Schuss abgefeuert - und damit einen Einsatz des mobilen Einsatzkommandos (MEK) ausgelöst.

Avatar_shz von
22. März 2011, 11:14 Uhr

Der junge Mann hatte zuvor gedroht, Beamte "abzuknallen", wie die Polizei am Montag mitteilte. Das MEK stürmte daraufhin seine Wohnung im Stadtteil Barmbek. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht davon aus, dass der 21-Jährige mit einer Gaswaffe schoss.
Die Polizisten waren in der Nacht zum Montag alarmiert worden, weil aus einem geparkten VW-Bus laute Musik kam. Als sie in Barmbek eintrafen, wurden sie von dem 21-Jährigen und seinen beiden 22 Jahre alten Bekannten beleidigt. Die Beamten überprüften das Trio - und stellten fest, dass einer der 22-Jährigen per Haftbefehl gesucht wurde. Als die beiden anderen Männer versuchten, die Verhaftung zu verhindern, kam es zu einer Rangelei.
Der 21-Jährige floh in seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und drohte, die Polizisten zu erschießen. "Das Ladegeräusch einer Pistole war deutlich zu hören", hieß es. Dann wurde ein Schuss abgefeuert. Die MEK-Beamten drangen in die Wohnung des jungen Mannes ein, fanden ihn jedoch weder dort noch in der Umgebung des Hauses. In seiner Wohnung entdeckten sie allerdings eine Gaswaffe in einem Pistolenkoffer, einen leeren Pistolenkoffer sowie eine abgefeuerte Gaskartusche. Gegen den Mann laufen nun Ermittlungen - wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und einem Verstoß gegen das Waffengesetz.
(dpa, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen