Mehr Leben rund ums Kulturdenkmal

 Gemeindevertreterin Patricia Groos wird von Bürgermeister Ralf Feddersen verabschiedet, da sie in die USA zieht. Foto: Weiss
Gemeindevertreterin Patricia Groos wird von Bürgermeister Ralf Feddersen verabschiedet, da sie in die USA zieht. Foto: Weiss

Busdorfer Freiraumkonzept sieht vor, die Straße Achterwall für den Verkehr zu sperren / Schulweg wird sicherer

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17. Dezember 2011, 07:14 Uhr

Busdorf | In der jüngsten Sitzung der Busdorfer Gemeindevertretung informierte Bürgermeister Ralf Feddersen über das alternative "Freiraumkonzept am Kulturdenkmal Achterwall". Da die Gemeinde das angrenzende Wall-Grundstück nicht erworben hatte, wurde der erste Plan mit einer hochwertigen Steg- und Treppenkonstruktion beiseite gelegt. Die Novelle sieht vor, dass das Denkmal "Danewerk-Achterwall" verstärkt ins Gemeindeleben einbezogen werden soll.

Dazu soll die Straße Achterwall für den Kraftfahrzeugverkehr durch Poller gesperrt werden. Mit der Pflasterung von Natursteinen wird der gesamte Bereich entlang des Denkmals zu einem Fuß- und Radweg umgewandelt. Inseln mit Sitz- und Lichtelementen sowie Gräser- und Hecken-Bepflanzungen sollen den Abschnitt neu erlebbar machen und den Denkmalschutz dadurch erheblich verbessern.

"Durch Sperrung der Straße für den Verkehr wird hier die Sicherheit des Schulweges auf nahezu 100 Prozent verbessert. Das ist ein enormer Gewinn", sagte Feddersen. Die Gemeinde Busdorf erhalte dort, zusammen mit dem umgestalteten sogenannten Schulpark auf dem Gelände des Ehrenmals einen völlig neuen, parkähnlichen Erlebnisraum, der vielfältig nutzbar sein werde, etwas als Fläche für Veranstaltungen. "Ich kann mir hier Straßenfeste im Sommer, Kulturveranstaltungen im Zusammenhang mit dem möglichen künftigen Welterbe oder auch schon den nächsten Busdorfer Weihnachtsmarkt vorstellen", so Feddersen.

Die Gemeindevertreter gaben grünes Licht für die Umsetzung des vom Land geförderten Freiraumkonzeptes. Im Hinblick auf die Bewerbung zum "Weltkulturerbe" der Unesco soll die bauliche Umsetzung nun zügig vorangebracht werden.

Ebenso einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter die gewerbliche Nutzung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf dem Grundstück "Dehn" gegenüber dem Gewerbegebiet "Wikingerland". Dort möchte die Firma "Solarfaktor GmbH" aus Waren/Müritz Strom aus erneuerbarer Sonnenenergie produzieren. Die Betreiber erwarten eine Gesamtleistung, die ausreichen würde, alle Haushalte in Busdorf mit Strom versorgen zu können.

Im kommenden Jahr werden sämtliche 175 Watt-Leuchten der 215 Straßenlaternen durch stromsparende 22 Watt LED-Leuchten ausgetauscht. Weiter verabschiedeten die Gemeindevertreter den Beschluss der Eröffnungsbilanz nach dem neuen "Doppik"-Verfahren, der doppelten Buchführung der Gemeindekonten. Ebenso stimmten die Vertreter der Haushaltssatzung für das Jahr 2012 zu.

Angesichts der Zunahme von Rehen im Gemeindegebiet soll die geplante Abholzung der "Busdorfer Schweiz" nicht auf eine Schlag, sondern über einen Zeitraum von zehn Jahren in Etappen erfolgen. Die Jäger warnten davor, Rehe am Haus zu füttern.

Am Ende der Sitzung wurde Gemeindevertreterin Patricia Groos verabschiedet. Groos verlässt den Gemeinderat nach vierjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit, da sie in Kürze in die USA übersiedelt. Im Namen der Gemeinde dankte ihr Feddersen für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.

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