Mehr Kitas, weniger Mitglieder

Das neu gewählte Präsidium des DRK-Kreisverbandes Stormarn (von oben links): Reiner Wöltje, Ursula Müller, Dr. Hans Lukas, Geert Geusendam, Dr. Manfred Schumacher, Anneliese Witter, Doris Brandt und Paul Konstanz Krüger.  Foto: st
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Das neu gewählte Präsidium des DRK-Kreisverbandes Stormarn (von oben links): Reiner Wöltje, Ursula Müller, Dr. Hans Lukas, Geert Geusendam, Dr. Manfred Schumacher, Anneliese Witter, Doris Brandt und Paul Konstanz Krüger. Foto: st

Jahresversammlung: Delegierte der zwölf Stormarner Ortsvereine des DRK blicken zurück und voraus / Präsidium neu gewählt

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10. Dezember 2011, 09:26 Uhr

Reinfeld | Etwa 60 Delegierte aus den zwölf Stormarner Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes hatten sich im DRK-Wohnpark Claudiushof am Reinfelder Herrenteich zur Jahresversammlung getroffen. Der Tenor: Insgesamt verlief das Jahr 2010 nach Aussage von Präsident Dr. Hans Lukas und dem hauptamtlichen Vorstand Udo Finnern sehr erfreulich. Als Wermutstropfen wird allerdings der Rückgang der Mitgliederzahlen angesehen. 476 Frauen und Männer haben die Ortsvereine 2010 verloren. 2009 hatte es noch ein Plus von 361 gegeben. Um den Abwärtstrend entgegen zu wirken sollen nun einige Ortsvereine in der Zukunft gezielt um Mitglieder werben.

Vorantreiben konnte das DRK den Ausbau der Kita-Landschaft. In diesem Jahr sind die Kindertagesstätten Elmenhorst und "Am Krögen" in Bargteheide zu den bereits vorhandenen Kitas dazugekommen. Damit betreibt das DRK in Stormarn nun 17 Tagesstätten.

Das DRK will den Müttern weiter den Rücken stärken und betreibt deshalb eine Kurvermittlung. 42 Mutter-Kind-Kuren wurden vermittelt, sieben mehr als 2010. Aber: Es sind 116 Verfahren anhängig, da die Krankenkassen die Kuranträge häufig ablehnen. Schwierigkeiten habe das DRK weiterhin, qualifiziertes Personal für den Pflege- und den Kitabereich zu bekommen, so Vorstand Udo Finnern.

Im Bereich Pflege, Hausnotruf und Essen auf Rädern gab es "erfreuliche Zuwächse". Drei Sozialstationen und das Pflegeheim im Claudiushof wurden vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) geprüft - das Pflegeheim bereits, als es erst drei Monate in Betrieb war. Es bekam die Note 1,8. Die Sozialstationen erhielten folgende Noten: 1,3 (Großhansdorf), 1,4 (Bargteheide/Sandesneben), 1,1 (Trittau/Sandesneben).

Auch die Breitenausbildung wurde auf der Versammlung als sehr erfolgreich bezeichnet: 4718 Teilnehmer besuchten 359 Erste-Hilfe-Kurse. Eine nicht unbedingt erfreuliche, aber hohe Steigerungsrate gab es auch im Rettungsdienst, sowohl bei den Notfällen als auch bei den Krankentransporten.

Thematisiert wurde außerdem auch die geplante Einführung eines einheitlichen Blutspendeausweises, die so genannte Smartcard. Der Ausweis im Scheckkartenformat, mit dem ein schneller Datenabgleich möglicht ist, wird voraussichtlich Mitte 2012 eingeführt.

Über die Familienbildungsstätte in Großhansdorf, die Mitte August ihren Betrieb aufgenommen hatte, berichtete DRK-Ortsvorsitzender Claus Badenhop. Das Kursus-Angebot für die ganze Familie werde bereits sehr gut angenommen, so sein Zwischenfazit.

Für 2012 plant das DRK Stormarn mehr Deutschlandreisen: Die Nachfrage nach innerdeutschen Zielen sei gestiegen.

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