Erinnerung : Mahnwache für schnelleren Atomausstieg

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3. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fokushima: 30 Menschen demonstrieren am Markt

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11. März 2014, 12:00 Uhr

Kerzen brennen, auf dem Transparent steht „Atomkraftwerke abschalten“. Schweigen, mahnende Worte, Gesang. Um die 30 Teilnehmer versammelten sich gestern, am Abend vor dem heutigen dritten Jahrestag der Katastrophe in Fukushima, auf dem Marktplatz in Gettorf, um der Opfer zu gedenken und gegen Atomenergie zu protestieren. Es ist eine von bundesweit 220 von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt initiierten Mahnwachen. „Wir wollen an das Leid der Menschen in Japan nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe und die unermesslichen Gefahren durch Atomenergie erinnern, um einen viel schnelleren, echten Ausstieg zu verlangen“, betont Bernd Meyer-Stromfeldt von der Basisgemeinde in Wulfshagenerhütten, der sich jedes Jahr an der Mahnwache in Gettorf beteiligt. „Selbst drei Jahre nach der Havarie stellen die Atomruinen in Fukushima immer noch eine große Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Wir halten die Nutzung für viel zu gefährlich.“ Auch hier in der Region liege man in der Hauptwindrichtung des etwa 80 Kilometer entfernten Atommeilers Brokdorf, fügt er hinzu. „Es kann immer etwas passieren. Und ein sicheres Endlager für Atommüll gibt es bis heute nicht. Daher fordern wir den Ausstieg schnell und nicht erst in zehn Jahren.“

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