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23. August 2017 | 00:54 Uhr

Lütjenwestedt gewinnt das Kellerduell

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisklasse A: Nach dem hart umkämpften 2:1-Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht Brekendorf verlässt der TSV Gut-Heil die Abstiegsränge

In der Fußball-Kreisklasse A blieb die Befürchtung, dass die meisten Spiele den Platzverhältnissen zum Opfer fallen würden, aus. Lediglich die Begegnung des TuS Jevenstedt II gegen den SSV Bredenbek wurde abgesagt. Am Sonnabend sorgte der FSV Friedrichsholm mit einem 4:3-Erfolg über den FC Fockbek gleich für die erste Überraschung. Der SV Felm rückte durch einen am Ende ungefährdeten 5:1-Sieg gegen den TuS Rotenhof II bis auf einen Punkt an den an diesem Wochenende spielfreien Osterrönfelder TSV II heran, während GW Todenbüttel nach der 3:4-Niederlage in Groß Vollstedt den Sprung an die Tabellenspitze verpasste.

TSV GH Lütjenwestedt – Brekendorfer TSV 2:1 (1:1)
Der Kreisligaabsteiger aus Lütjenwestedt entschied dieses Schicksalsspiel für sich und lässt damit die Hoffnungen der Brekendorfer auf den Klassenerhalt fast schon auf den Nullpunkt sinken. Dabei begann die Partie für den Tabellenletzten durchaus vielversprechend, denn Marc Köhnholdt sorgte nach 20 Minuten für die Führung. „Bis zur 30. Minute haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, zeigte sich Brekendorfs Trainer Mario Sörensen noch zuversichtlich. Eine Einzelaktion von Max Hadenfeldt, dessen Schuss zum 1:1 noch abgefälscht wurde (33.), verunsicherte die Gäste allerdings dermaßen, dass fortan fast nichts mehr zusammenlief. Im zweiten Durchgang bewiesen beide Mannschaften mit dem Niveau „Not gegen Elend“, warum sie im Tabellenkeller feststecken. „Aus meiner Sicht hätte eine Punkteteilung deshalb durchaus dem Spielverlauf entsprochen, doch gerecht geht es ja auch im Fußball nicht immer zu“, lautete Sörensens bitteres Fazit.

Tore: 0:1 Köhnholdt (20.), Hadenfeldt (33.), 2:1 Alexander Jens (73.)
Gelb-Rote Karte: Hendrik Kwaterski (77., wdh. Foulspiel, BTSV).

FSV Friedrichsholm – FC Fockbek 4:3 (1:2)
Der FSV schickt sich nach diesem schwer erkämpften Erfolg an, sich eine weitere Saison in der Kreisklasse A zu sichern. Es entwickelte sich insgesamt eine abwechslungsreiche Partie, doch viele Platzfehler ließen häufig keinen geordneten Spielaufbau zu. „Der entscheidende Unterschied war womöglich, dass wir mit diesen Widrigkeiten am Ende besser zurecht kamen, indem wir mit vielen langen Bällen operierten, während es der Gegner auch immer wieder spielerisch versuchte, zum Erfolg zu kommen“, analysierte FSV-Coach Berndt Gosch. Die Gäste waren das optisch überlegene Team, das nach dem Treffer von Piet Schulz zum 3:1 (52.) schon wie der sichere Sieger aussah, ehe die Hausherren mit großer Moral für die Wende sorgten. „Kompliment an die Mannschaft, die mit ihren vielen Standby-Spielern nie aufgesteckt hat“, so Gosch.

Tore: 1:0 Kristoph Möller (18.), 1:1 Jannes Mumm (31.), 1:2, 1:3 Schulz (42., 52.), 2:3 Sönke Stuck (60.), 3:3 Andreas Eggers (66.), 4:3 Möller (70.).
Gelb-Rote Karte: Jan Broocks (90., wdh. Foulspiel, FSV).


SSV Nübbel – Gettorfer SC II 4:2 (3:0)
Der Aufsteiger aus Nübbel ließ sich vom Abstiegskandidaten nicht die Butter vom Brot nehmen. „Der Sieg war hochverdient, aber fußballerisch haben wir noch viel Luft nach oben“, war SSV-Trainer Jens Lamp nur bedingt zufrieden. Dabei war eigentlich schon der schnelle Führungstreffer zum 1:0 sein Eintrittsgeld wert, als Marvin Lorenzen Gettorfs Keeper Marco Drews mit einem Traumtor von der Mittellinie überlistete (2.). Als Bennet Hinz (13.) und Tim Rathjens (27.) bis zur Pause auf 3:0 erhöhten, schien die Partie bereits gelaufen, doch der Anschlusstreffer von Markus Riemek (52.) und ein mehr als fragwürdiger Strafstoß, den SSV-Schlussmann Tim Oswald allerdings parierte (58.), hätten noch einmal für Spannung sorgen können. „Insgesamt waren die Gäste in vorderster Front jedoch zu harmlos, und wenn Tim Rathjens drei klare Möglichkeiten genutzt hätte, wäre es noch ganz anders ausgegangen“, bilanzierte Lamp.

Tore: 1:0 Lorenzen (2.), 2:0 Hinz (13.), 3:0 Rahtjens (27.), 3:1 Riemek (52.), 4:1 Bastian Schmidt (68.), 4:2 Lennert Prehn (78.).


TSV Groß Vollstedt – SV GW Todenbüttel 4:3 (2:0)
„Wenn man bis zur 80. Minute mit 4:0 führt, darf man den Sieg schon als verdient bezeichnen“, erklärte Vollstedts Obmann Stefan Waubke. Die Gastgeber überzeugten, trotz mangelnder Vorbereitung, mit überraschend flüssigem Kombinationsspiel und ließen in der Defensive nur wenig anbrennen. Der verdiente Lohn: Torsten Waubke schoss vor dem Seitenwechsel eine komfortable 2:0-Führung heraus. „Das war schon sehr gut anzusehen“, lobte sein Bruder. Nach Wiederbeginn dominierte zunächst weiter der Aufsteiger, der sehr zur Freude der mehr als 140 Zuschauer mit dem 3:0 (50.) und 4:0 (67.) überlegen auf die Siegerstraße einbog. Doch das 4:1 von Jonas Lüdecke (79.) leitete eine hektische Schlussphase ein, in der die Grün-Weißen alles auf eine Karte setzten. Fünf Minuten berechtigte Nachspielzeit sorgten für weitere Brisanz. „Hinzu kam, dass der Unparteiische mit strittigen Entscheidungen zusätzlich Spannung initiierte“, kritisierte Waubke.

Tore: 1:0, 2:0 T. Waubke (36., 41.), 3:0 Stephan Krug (50.), 4:0 T. Waubke (67., FE), 4:1 Lüdecke (79.), 4:2 Haiko Tun (89.), 4:3 Jannes Backenhaus (90.+3, FE).


SV Felm – TuS Rotenhof II 5:1 (3:0)
Für Felms Trainer Kay Mielenz ging der Sieg in Ordnung, auch wenn für ihn dieser um zwei Tore zu hoch ausfiel. „Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Gäste mit ihrer aggressiven, aber fairen Spielweise mehr Ballbesitz und dadurch ein optisches Übergewicht. Glück für uns, dass ihnen ganz vorne jedoch die Durchschlagskraft fehlte“, so Mielenz, der sich auch darüber ärgerte, dass seine Elf erst nach 15 Minuten das erste Mal im Strafraum des TuS auftauchte. „Viel zu wenig für unsere Ansprüche“, bemängelte Felms Coach. Vor der Pause reichten dann, begünstigt durch ein Eigentor von Carsten Hildebrandt (36.), zehn starke Minuten, um zur Pause doch noch ein deutliches 3:0 vorzulegen. In der zweiten, ausgeglichenen Halbzeit tat sich, auch bedingt durch die widrigen Platzverhältnisse, wenig Erbauliches. Sehenswert war allerdings das 5:0 durch Pascal Lentföhr, der eine Flanke von Henrik Listner aus 20 Metern volley in den Winkel hämmerte (82.).

Tore: 1:0 Hildebrandt (36., ET), 2:0, 3:0 Listner (40., 44. FE), 4:0 Hodaj (80.), 5:0 Lentföhr (82.), 5:1 Stefan Kursel (86.).


TSV Borgstedt – Eckernförde IF 0:0
„Unterm Strich war es eine gerechte Nullnummer“, befand TSV-Trainer Torben Bahr, der eine sehr zerfahrene, aber faire Partie sah. In den ersten 20 Minuten zeigten sich die Eckernförder wesentlich präsenter, ehe sich das Spielgeschehen zusehends ins Mittelfeld verlagerte. Trotzdem wäre den Gästen kurz vor dem Seitenwechsel beinahe die Führung gelungen, als Jannick Echigbue Borgstedts Torwart Alexander Hochweiss bereits ausgespielt hatte, der Winkel letztlich aber zu spitz wurde (43.). Auch Torben Klos hatte das 1:0 auf dem Fuß, er scheiterte jedoch am TSV-Keeper (53.). „Natürlich hatten wir ebenfalls unsere Möglichkeiten, doch weder Torge Grunau noch Christopher Stocks konnten den Ball im IF-Kasten unterbringen. Zudem besaßen wir in den letzten 20 Minuten fünf Freistöße in aussichtsreichen Positionen. Nicht einer davon ging dabei auf das gegnerische Gehäuse“, bemängelte Bahr.

Tore: Fehlanzeige.


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