Lübecker Propst wird neuer Generalsuperintendent von Berlin

Ralf Meister, Propst des Kirchenkreises Lübeck. Foto: dpa (2005)
Ralf Meister, Propst des Kirchenkreises Lübeck. Foto: dpa (2005)

Der Lübecker Propst Ralf Meister soll neuer Generalsuperintendent von Berlin werden. Von den 71 anwesenden Mitgliedern des Wahlkonvents stimmten am Donnerstagabend in Berlin 42 für den 45-jährigen Theologen.

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02. November 2007, 10:15 Uhr

Mitbewerber waren die Berliner Superintendentin Isolde Böhm (55) und der 42-jährige Oberkonsistorialrat Bernhard Felmberg. Damit löst Meister Anfang Februar Martin-Michael Passauer ab, der seit 1996 das Berliner Generalsuperintendentenamt innehat und im Januar mit 65 Jahren die Altersgrenze erreicht.
Ralf Meister wurde 1962 in Hamburg geboren und war nach dem Theologiestudium zunächst an der Universität Hamburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 1996 wurde er Rundfunkpfarrer beim NDR für Schleswig-Holstein, seit 1999 gehört er der Redaktion des internationalen ökumenischen Magazins "Kunst und Kirche" an. Im September 2001 übernahm er als Propst die Leitung des Kirchenkreises Lübeck. Seither gehört er auch zum Sprecherkreis für das "Wort zum Sonntag". Der Berliner Generalsuperintendent ist vornehmlich Seelsorger der kirchlichen Mitarbeiter. Er gehört allerdings von Amts wegen auch der Kirchenleitung an. Seine Wahl erfolgt durch einen 73 Mitglieder starken Wahlkonvent, dem die Berliner Mitglieder der Landessynode, die Vorsitzenden der Kreissynoden sowie die Superintendenten und Superintendentinnen der Bundeshauptstadt angehören. Zum Berliner Sprengel gehören rund 800.000 evangelische Kirchenmitglieder in 14 Kirchenkreisen. Er ist damit der mit Abstand größte Sprengel innerhalb der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die drei Sprengel mit insgesamt rund 1,2 Millionen Mitglieder hat.

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