Letzter Härtetest unter Wettkampfbedingungen

In der vergangenen Saison zogen die Osterrönfelder um Florian Kuklinski (links) gegen Nils Hansen und den TuS Rotenhof den Kürzeren.
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In der vergangenen Saison zogen die Osterrönfelder um Florian Kuklinski (links) gegen Nils Hansen und den TuS Rotenhof den Kürzeren.

Fußball-Kreispokal, Viertelfinale: Rendsburger TSV empfängt den Gettorfer SC / Kreisligaduell zwischen TuS Jevenstedt und Vineta Audorf / OTSV sinnt auf Revanche gegen Rotenhof

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31. Juli 2015, 17:14 Uhr

Eine Woche vor dem Punktspielstart auf Kreis- und Verbandsebene steht für acht Fußballteams im Viertelfinale des Kreispokals der letzte Härtetest unter Wettkampfbedingungen an. In der Runde der letzten Acht kommt es am Sonntag zum Verbandsligaduell zwischen dem Rendsburger TSV und dem Gettorfer SC (14 Uhr). Eine Stunde später empfängt Kreisligist TuS Jevenstedt den Ligakonkurrenten TSV Vineta Audorf. Zeitgleich kämpfen der TuS Rotenhof und der Osterrönfelder TSV um den Einzug in das Halbfinale. Das Spiel des FC Fockbek gegen den 1. FC Schinkel ist auf Dienstag 19 Uhr verlegt worden.

Rendsburger TSV – Gettorfer SC (So., 14 Uhr)
RTSV-Coach Dennis Usadel hätte sich lieber einen anderen Gegner als den Titelverteidiger gewünscht. „Gettorf ist schon ein ordentliches Kaliber. Aber leider können wir uns nicht aussuchen, gegen wen wir spielen.“ Auch wenn das Weiterkommen für Usadel im Vordergrund steht („Wir wollen soweit wie möglich kommen.“), will er das Spiel nutzen, um noch einmal den einen oder anderen Spieler zu testen. „Aufgrund des Wetters mussten wir unter der Woche gleich zwei Freundschaftsspiele absagen. Deshalb sollen gegen Gettorf erst einmal die Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt wenig gespielt haben.“ Dazu zählt er sich selbst. Nach ausgeheilter Wadenzerrung wird Usadel am Sonntag wieder auf dem Platz stehen. Fehlen werden neben den urlaubenden Arend Müller und Sven Schmedemann auch Guilherme de Oliveira, der sich am vergangenen Wochenende beim 2:1-Achtelfinalsieg über den Büdelsdorfer TSV eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Usadel: „Ich hoffe, er wird rechtzeitig zum Saisonstart fit.“
TuS Jevenstedt – TSV Vineta Audorf (So., 15 Uhr)
Beide Teams standen sich erst vor zwei Wochen gegenüber. Im Spiel um Platz 3 beim LZ-Turnier gewannen die damals stark ersatzgeschwächten Vineten überraschend mit 3:1. Und auch diesmal muss TSV-Trainer Norman Bock auf gut ein Dutzend Spieler verzichten. Vor allem im Defensivbereich tun sich große Lücken auf. „Meine komplette Abwehrreihe fehlt“, berichtet Bock, der voraussichtlich auf zwei Spieler aus der Zweiten zurückgreifen wird. Immerhin steht dem Audorfer Coach die komplette Sturmreihe zur Verfügung, die am vergangenen Sonntag den Osdorfer SV im Achtelfinale mit 7:1 abgeschossen hat. „Wenn wir wieder so viele Tore schießen, ist es letztlich egal, wer hinten steht“, sagt Bock mit einem Augenzwinkern. Auch Jevenstedts Coach Michael Rohwedder kann und will nicht seine beste Elf auf den Platz schicken. „Das ist sicherlich nicht die Truppe, die am ersten Spieltag aufläuft“, sagt Rohwedder, der von einem „schmalen Grat zwischen ausprobieren und gewinnen wollen“ spricht. „Unsere Leistung hat zuletzt stagniert, so dass ich noch den einen oder anderen Spieler testen werde. Aber primäres Ziel ist das Erreichen des Halbfinales.“
TuS Rotenhof – Osterrönfelder TSV (So., 15 Uhr)
Für TuS-Coach Markus Passig ist ein Weiterkommen nicht oberstes Gebot. „Es wäre natürlich schön, wenn wir gewinnen, aber viel wichtiger ist der Punktspielstart eine Woche später.“ Und deshalb lässt Passig angeschlagene Spieler außen vor. „Nicht dass sich da noch jemand schwerer verletzt und dann längerfristig ausfällt.“ Die Favoritenrolle sieht er ohnehin klar beim Osterrönfelder TSV. „Die sind letzte Saison fast mit der identischen Mannschaft Dritter in der Verbandsliga geworden, wir sind abgestiegen und haben zehn Spieler verloren. Alles andere als ein OTSV-Sieg wäre eine Riesenüberraschung.“ Doch auch vor drei Monaten war die Ausgangslage ähnlich – und ein stark ersatzgeschwächter TuS bezwang im Pokalhalbfinale der Saison 2014/15 den OTSV überraschend mit 5:4 nach Elfmeterschießen. „Das hat uns damals ziemlich geärgert“, sagt Osterrönfelds Co-Trainer Tim Fuhrmann rückblickend. „Wir haben noch etwas gutzumachen.“ Deshalb zählt für ihn auch nur das Erreichen der nächsten Runde. „Wir haben in den vergangenen Wochen schon genug getestet, jetzt muss die Mannschaft liefern.“
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