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Laufbahnende als Trainer: Nico Stocks kehrt Osterby nach der Saison den Rücken

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Seit 1992 steht Nico Stocks als Fußball-Trainer an der Linie. Eine überaus erfolgreiche Zeit, die ab Sommer wohl ein Ende finden wird. Der 51-Jährige teilte dem Osterbyer SV mit, nach dieser Spielzeit sein Amt nicht weiter ausüben zu wollen. „Ich habe mir diese Entscheidung während der Winterpause gut überlegt“, so Stocks. „Und das Für und Wider abgewogen.“ Am Ende stand eine Entscheidung zu Gunsten von Beruf und Familie vor einer Fortführung der Trainerlaufbahn.

Auch im Verein kann man Stocks Entscheidung verstehen. Fußball-Obmann Wolfgang Fleck sagt: „Seine Entscheidung ist nachvollziehbar. Er hat mir im Gespräch seine Gründe genannt. Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Nachfolger.“ Und die könnte bereits diese Woche schon wieder beendet sein, denn Fleck hatte bereits ein gutes Gespräch mit einem Kandidaten, der nun zeitnah seine Zusage geben könnte. Mit dabei bei dem Gespräch war auch Stocks, der seinen Nachfolger also bereits frühzeitig über den Stand der Mannschaft informieren kann. „Ich denke schon, dass der Osterbyer SV eine interessante Adresse für Trainer ist. Wir haben, auch wenn wir aktuell im Abstiegskampf stecken, eine gute und zum Großteil junge Mannschaft, und ein gutes Umfeld“, ist Fleck optimistisch, einen guten Nachfolger für Stocks nach Osterby lotsen zu können.

Für Stocks selber könnte Osterby tatsächlich das letzte Kapitel seiner Trainerlaufbahn gewesen sein. „Ich habe schon angedacht, eine Pause einzulegen oder ganz aufzuhören“, erklärt Stocks, der von Beruf Polizist ist. 1992 übernahm er beim Gettorfer SC II sein erstes Traineramt. Es folgten weitere Stationen unter anderem in Schinkel, Osdorf, Holtsee und zuletzt eben Osterby. Ganz ausschließen will Stocks eine weitere Trainertätigkeit dann aber doch nicht. „Es müsste dann aber schon eine ganz besonders reizvolle Aufgabe sein“, so der 51-Jährige.

Eines steht für ihn außer Frage: In seiner bisherigen Trainerlaufbahn stieg er noch nie mit einem Verein ab, „und so soll es auch bleiben“, sagt Stocks entschlossen. Er ist von der Qualität seiner Mannschaft auch durchaus überzeugt, nur fehlten in der Vorrunde zeitweise zu viele wichtige Spieler gleichzeitig, sodass der OSV dem schmalen Kader Rechnung tragen musste. „Nico kann ja auch nur damit arbeiten, was wir ihm zur Verfügung stellen. Und leider hatten wir durch längere Auslandsaufenthalte einfach sehr viele Abgänge“, erklärt Fleck, der auch im Winter keine neuen Spieler nach Osterby holen konnte. Immerhin ist mit Lennard Plaga ein ganz wichtiger und talentierter Spieler früher aus dem Ausland zurück und wird in der Rückserie die entstandene Lücke von Henrik Petersen, der jetzt in der Hamburger Oberliga beim USC Paloma spielt, schließen müssen.

Stocks zieht beim Rückblick auf seine Trainerzeit ein positives Fazit: „Die zwei Aufstiege mit Schinkel, die Zeit in Osdorf, der Gewinn des Kreispokals mit der Gettorfer A-Jugend und auch jetzt die Arbeit in Osterby waren tolle Erfahrungen.“

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