Landrat: Kreis hat nicht gespart

Das Drama von Darry hat ein Nachspiel. Der Plöner Landrat Dr. Volkram Gebel wehrt sich gegen Vorwürfe eines Experten der Jugendhilfe. Der hatte erklärt, Gebel hätte die Kinder aus der Familie nehmen müssen, als die Mutter einen Selbstmordversuch angekündigt hatte. Ein Rettungswagen sei dazu im Einsatz gewesen.

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10. Dezember 2007, 03:54 Uhr

Das Drama von Darry hat ein Nachspiel. Der Plöner Landrat Dr. Volkram Gebel wehrt sich gegen Vorwürfe eines Experten der Jugendhilfe. Der hatte erklärt, Gebel hätte die Kinder aus der Familie nehmen müssen, als die Mutter einen Selbstmordversuch angekündigt hatte. Ein Rettungswagen sei dazu im Einsatz gewesen.

"Es hat nie einen solchen Einsatz gegeben", sagt Gebel. "Aber selbst wenn es einen solchen wegen einer Selbstmordandrohung gegeben hätte, wäre ich aus Datenschutzgründen nicht informiert worden." Gebel hätte dazu nicht allein entscheiden können, die Kinder aus der Familie zu nehmen. Das hätte ein Arzt oder ein Gericht anordnen müssen. Auch die genannten Zahlen der Jugendhilfe seien von dem Experten zu niedrig angegeben worden. Gebel: "Der Kreis hat hier nicht gespart." Bei den Jugendhilfekosten gebe man nächstes Jahr 4,125 Millionen Euro aus, so Gebel. 2003 seien es noch gut 3,4 Millionen Euro gewesen. Dennoch liegt der Kreis Plön im Landesvergleich bei den Jugendhilfekosten weiter an letzter Stelle.

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