Kreisliga: Sieben Vereine stecken im Abstiegskampf

Sebastian Möhl (re.) spielt mit dem Osdorfer SV bisher eine überraschend erfolgreiche Saison.
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Sebastian Möhl (re.) spielt mit dem Osdorfer SV bisher eine überraschend erfolgreiche Saison.

Fußball-Kreisliga: Die EZ blickt auf die Hinrunde der Mannschaften aus dem Altkreis Eckernförde zurück

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16. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde ist in dieser Spielzeit geprägt durch die große Anzahl der Mannschaften, die aus dem Altkreis Eckernförde kommen. Das spricht für die gute Arbeit der oft kleinen Vereine aus den umliegenden Dörfern. Doch zur Halbzeit der aktuellen Spielzeit plagen sich gleich sieben dieser Klubs mit argen Abstiegsängsten herum, während nur der 1. FC Schinkel, der Eckernförder SV II und die Überraschungsmannschaft aus Osdorf beruhigt in die Rückserie gehen können.

Zeitweise gab es in der Hinrunde der Kreisliga gar kein richtiges Tabellenmittelfeld. Ein paar ambitionierte Mannschaften marschierten vorne weg. Dahinter entbrannte ein Abstiegskampf, der für viele Mannschaften wohl noch bis zum Saisonende ein ständiger Begleiter bleiben wird. Während die Aufsteiger vom Wittenseer SV, SG BSV/EMTV und auch SV Fleckeby damit rechnen mussten, wieder gegen den Abstieg in die A-Klasse zu spielen, sind vor allem der VfR Eckernförde, der TSV Waabs und der Osterbyer SV überraschend weit unten zu finden. Bei allen drei Vereinen stellt sich das Problem ziemlich gleich und simpel dar: Der erste Anzug reicht für die Kreisliga, doch fallen zeitgleich zu viele Stammspieler aus, wird es eng. Zudem ist ein deutlicher Trend zu erkennen, dass der demografische Wandel auch vor den Fußballmannschaften keinen halt macht. Vielerorts fehlt es an Jugendlichen, die in die Herrenmannschaften nachrücken.

Dieses Problem hat der Osdorfer SV in der bisherigen Spielzeit nicht. „Was wir bisher erreicht haben, ist fantastisch“, sagt Trainer Jens-Uwe Lorenzen. Er weiß den Erfolg mit Platz sechs nach 18 Spielen richtig einzuordnen: „Man muss schon sagen, dass wir bisher von langfristigen Ausfällen verschont geblieben sind.“ Für die Osdorfer ging es vor der Spielzeit vor allem darum, die umgebaute Defensive nach den Abgängen wichtiger Spieler wie Nico Dreilich oder Jan Zimmer zu stabilisieren. Das ist gelungen. Zudem haben die Spieler, von denen sich Lorenzen eine Führungsrolle erhoffte, tatsächlich einen großen Schritt nach vorn gemacht. Hier ist Mittelfeld-Antreiber Sebastian Möhl zu nennen.

Noch etwas weiter oben rangiert der Eckernförder SV II. Die junge Mannschaft von Töns Dohrn konnte ihre Leistungsstärke auch im zweiten Kreisliga-Jahr bestätigen und vergab sogar noch einige mögliche Punkte, die Dohrn mit der fehlenden Erfahrung begründet.

Vom Aufstieg darf weiterhin der 1. FC Schinkel träumen. Die Mannschaft war mit vielen namhaften Spielern in die Saison gestartet, erlebte aber auch einige Tiefpunkte (siehe Bericht unten). Obwohl den Verein früh in der Saison mehrere Leistungsträger verließen, hat der FC nicht spürbar an Qualität verloren. Der mannschaftliche Zusammenhalt wurde sogar gestärkt, und Trainer Lars Dubau setzt jetzt auf seine Youngster, die sich neben erfahrenen und ehemals hochklassigen Spielern wie Malte Sawkulycz oder Michael Kaiser weiterentwickeln können.

Die Mannschaften aus dem Altkreis Eckernförde blicken also fast ausnahmslos auf eine spannende Rückrunde voraus. Sei es im Abstiegskampf oder im Titelrennen.

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