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Kreisliga: Rotenhof will Jevenstedt nicht ins offene Messer laufen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

100 Tage beträgt in der Regel die Schonfrist für einen neuen Amtsinhaber, um sich einzuarbeiten und erste Erfolge vorzuweisen. Danach kommt es zu einer ersten Bewertung seiner Leistung. Für den Trainer des Fußball-Kreisligisten TuS Rotenhof Markus Passig endet diese Frist mit dem morgigen Heimspiel gegen den Tabellenführer TuS Jevenstedt (16 Uhr).

Am 18. Juni übernahm der Sohn von Abteilungsleiter Klaus-Dieter Passig etwas überraschend das Zepter beim Verbandsliga-Absteiger, nachdem Stefan Waskönig dem TuS erst zu- und dann, sehr zum Ärger des Vereins, wieder abgesagt hatte. Gemeinsam mit Fabian Skoruppa hatte Passig den Auftrag, die Rotenhöfer nach dem Abstieg und dem Verlust von vielen Leistungsträgern vor dem freien Fall bewahren und langfristig wieder zurück in die Spitze auf Kreisebene führen. Drei Siege aus acht Spielen lautet die sportliche Bilanz, mit der Passig „nicht unzufrieden“ ist. „Sicherlich hätten wir hier und da noch den einen oder anderen Punkt mehr einfahren können. Was aber für mich viel wichtiger ist, wir haben wieder eine positive Stimmung in der Mannschaft. Wir präsentieren uns auf und neben dem Platz als Einheit. Es macht unheimlich Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.“

Zwar musste Passig erkennen, dass die Mannschaft seine Spielphilosophie (noch) nicht umsetzen kann, dennoch sieht er den TuS auf einem guten Weg. „Ich bevorzuge ein offensives Spiel mit aggressivem Pressing, um den Gegner schon im Aufbau zu stören. In einigen Spielen hat das leider nicht funktioniert, so dass wir jetzt etwas defensiver stehen. Das kommt meinen Jungs mehr entgegen. Ich will die Mannschaft aber dahin entwickeln, dass sie mehrere Systeme spielen kann.“

Gegen den Tabellenführer aus Jevenstedt will Passig aber wie zuletzt den Fokus auf eine kompakte Defensive legen. „Jevenstedt hat überragende Leute vorne, da wollen wir nicht ins offene Messer laufen“, sagt Passig, der sein Team morgen allerdings nicht an der Seitenlinie unterstützen kann, da er schon lange vor seinem Engagement als Trainer einen Besuch auf dem Münchner Oktoberfest für dieses Wochenende geplant hat. „Das lässt sich leider nicht verschieben. Und Oktoberfest ist ja nur einmal im Jahr. Aber vielleicht habe ich ja doppelten Grund zum Feiern, wenn ich das Ergebnis erfahre.“ Ein Sieg würde seine positive Bilanz der ersten 100 Tage abrunden.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 06:00 Uhr

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