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21. Oktober 2017 | 15:07 Uhr

Kreisklasse A: Weniger Teams – mehr Spannung?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball: Erstmals gehen nur 14 Mannschaften in die neue Saison / FC Fockbek, Borussia 93 Rendsburg, Eckernförde IF und der SV Fleckeby gelten als heiße Titelanwärter

von
erstellt am 05.Aug.2015 | 06:34 Uhr

Auch auf Kreisebene rollt am Wochenende wieder der Ball. So startet die Kreisklasse A, die erstmals in ihrer Geschichte mit lediglich 14 Mannschaften an den Start geht, am Freitagabend mit vier Partien in die neue Saison. Bei der Frage nach dem Meisterschaftsfavoriten haben die Trainer Kreisligaabsteiger Borussia 93 Rendsburg und den FC Fockbek mit je acht Stimmen (Mehrfachnennungen waren möglich) ganz oben auf der Rechnung, während den letztjährigen Vierten, Eckernförde IF, und den SV Fleckeby immerhin noch sechs, beziehungsweise fünf Übungsleiter den Titel zutrauen.

Borussia 93 Rendsburg
Wenn es um die Frage nach den kommenden Aufsteigern geht, fehlt der Name der Borussia selten. Doch leicht machen wird man es der Truppe von Dirk Fischoeder nicht. „Wir müssen sehen, dass wir nach dem Abstieg zunächst einmal Stabilität reinbekommen, ehe wir uns über Ziele unterhalten können“, fordert Rendsburgs Trainer. Ein Ansatz, der berechtigt scheint, denn die 93er haben in der abgelaufenen Saison satte 80 Gegentreffer hinnehmen müssen. Zudem bereitet die alles andere als optimale Vorbereitung (die LZ berichtete) dem Coach große Sorgen.


FC Fockbek
Acht von 14 Übungsleitern haben den FC bei der Frage nach dem nächsten Meister auf der Rechnung. Diese Einschätzung hat allerdings, auch in den vergangenen Spielzeiten, nie dazu geführt, die Truppe von Thorsten Themann in die Kreisliga zu hieven. So ist man vorsichtig
geworden. „Es gilt zunächst den fünften Platz zu verteidigen“, sagt Obmann Steffen Sievers, der den Kader durch die fünf Neuzugänge breiter aufgestellt und gut gerüstet sieht. Die Erwartungshaltung im Umfeld dürfte durch den Gewinn des Bredenbek-Cups und durch das Erreichen des Viertelfinales im Kreispokal zudem nicht geringer geworden sein.


TSV Groß Vollstedt
Der TSV spielte als bester Aufsteiger (Platz 6) eine starke Saison. Das hat die sportlich Verantwortlichen mutig gemacht. „Wenn die Spieler die Taktik unseres neuen Trainerduos annehmen, wir von großen Verletzungssorgen verschont bleiben und keine unnötige Unruhe entsteht, haben wir mit dem durchaus vorhandenen Potenzial Chancen auf den Aufstieg“, glaubt Obmann Stefan Waubke. Diese Aussage ist der Mannschaft bisher allerdings nicht besonders gut bekommen, denn beim Amtspokal Nortorf-Land gab es als Gastgeber gegen den TuS Bargstedt ein 0:10.


SSV Nübbel
Hochzufrieden waren Jens Lamp und Ulf Heidemann mit der Aufstiegssaison. „Die Truppe hat unübersehbar und kontinuierlich Fortschritte gemacht. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen, damit wir uns in dieser Spielzeit in der Tabelle noch weiter nach oben orientieren können“, so Lamp, der es zusammen mit seinem Trainerkollegen als vorrangige Aufgabe ansieht, die vielen A-Juniorenspieler an den Kader und möglichst auch an die Stammelf heranzuführen. Katastrophal gestaltet sich indes die Vorbereitung. „Bis eine Woche vor dem Punktspielstart können wir den Sportplatz nicht nutzen und müssen mit 25 Leuten auf einem unebenen 30 mal 30-Meter-Areal trainieren“, hadert Lamp mit den Bedingungen.


SSV Bredenbek
Für den SSV könnte es nach dem Wechsel der Schwanebeck-Brüder zum Osterrönfelder TSV und den Abgängen von Dennis Miszlik und Stephen Hell eine ganz schwierige Saison werden. Alle vier Spieler waren in der Vergangenheit immer wieder für Tore gut. Die Hauptlast liegt jetzt allein beim jungen Philipp Kriesten, der seine Torgefährlichkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Ob das reicht, bleibt abzuwarten, denn beim eigenen Vorbereitungsturnier verlor man sogar gegen den B-Klassisten FT Eintracht Rendsburg (1:3) und schied früh aus. „Das Team muss sich erst finden. Es geht nur um den Klassenerhalt“, macht Betreuer Marco Holste unmissverständlich klar.


TSV Borgstedt
Beim TSV hat Torben Bahr sein Amt aus privaten Gründen niedergelegt. Ihm gelang es in der abgelaufenen Spielzeit nicht, die Truppe weiter vorne zu platzieren, weil das Verletzungspech nicht zu kompensieren war, und sich das Team nach Führungen zu schnell zufrieden gab. Das soll der neue Trainer Berndt Gosch ändern und die Mannschaft so ins obere Drittel führen. Die Vorbereitungsspiele lassen darauf schließen, dass der Coach auf dem richtigen Weg ist, denn gegen den Verbandsligisten OTSV gelang im Kreispokal-Achtelfinale immerhin ein überaus respektables Ergebnis (1:2). Abzuwarten bleibt, ob man den Weggang von Stammkeeper Alexander Hochweiss kompensieren kann.
FSV Friedrichsholm

Am Ende der vergangenen Saison stand der relativ sichere Klassenerhalt. Dennoch war es ein schweres Unterfangen, und die Aussichten, dass die neue Spielzeit eine angenehmere werden wird, ist nach den Abgängen
von Andreas Eggers, mit 15 Treffern immerhin bester FSV-Torschütze, und Sven Danlowski eher unwahrscheinlich. Nominell finden sich im Kader des neuen Trainers Andre Wesemann, der Berndt Gosch beerbt hat,



























nur zwei Sturmspitzen wider. „Wir müssen schnellstmöglich die Neuzugänge integrieren und hoffen, dass diese dann den Abgang der Leistungsträger irgendwie kompensieren können“, kann es für den Trainer erneut einzig das Ziel Klassenerhalt geben.



TSV Lütjenwestedt
Der Klassenerhalt des letztjährigen Kreisliga-Absteigers hing nach einer total verkorksten Hinrunde lange Zeit am seidenen Faden. Die
Inthronisierung von Trainer Dirk Stöven in der Winterpause brachte dann die Wende zum Guten. „Ich hoffe, die Spieler haben aus der schwierigen Saison gelernt, so dass sie zukünftig konstanter auftreten werden“, hofft Gut-Heils Coach auf eine Platzierung zwischen Rang neun und elf. Seine vorrangige Aufgabe wird es sein, den jungen Spielern möglichst viele Einsatzzeiten zu verschaffen, um sie so zu Leistungsträgern heranwachsen lassen zu können. Ein Trumpf dürfte es sein, dass der TSV keine Abgänge zu beklagen hat.



TuS Jevenstedt II
Der TuS war eigentlich schon abgestiegen, doch da sich mit der SG Förde (unter anderem Barkelsbyer SV/EMTV) eine neue Mannschaft für die Kreisliga gegründet hat und nach dem Rückzug des TuS Rotenhof II, findet sich die Jevenstedter Reserve weiterhin in der A-Klasse wieder. Der neue Coach Cihan Salewski denkt jedoch überhaupt nicht daran, nur den Klassenerhalt als Ziel vorzugeben. „Ein einstelliger Tabellenplatz darf gerne herausspringen“, so seine Vorstellung. Durchaus mutig, wenn man bedenkt, dass er eine komplett neue Mannschaft, ohne Sven Grosser, der aufgrund seiner vielen Tore Begehrlichkeiten der Ligamannschaft geweckt hat, aufbauen und muss.


SG Nindorf/Tappendorf
Die Spielgemeinschaft wurde souverän Meister der Kreisklasse B. Die letztjährigen Aufsteiger aus Groß Vollstedt oder Nübbel haben dem Team von Trainer Ingo Lohse mit ihren Plätzen 6 und 7 bravourös vorgemacht, wie schnell man sich an die Anforderungen einer höheren Spielklasse gewöhnen kann. Genau diese Leistungen hat sich der Coach bei der Formulierung seines Ziels offensichtlich zum Vorbild genommen: „Möglichst zügig akklimatisieren und die Punkte für den Klassenerhalt einfahren.“ Für die nötigen Tore sollen Sven Struve und Nils Lohse, sowie Neuzugang Sören Hinz sorgen.
FC Borussia Osterstedt
Der Vizemeister der Kreisklasse B scheint für die neue Saison gerüstet zu sein, wenn man die Ergebnisse in den Testspielen als Maßstab nimmt. Gegen den Steinburger A-Klassen-Club TSV Hochenlockstedt konnte ebenso gewonnen werden (7:3), wie gegen Kreisliga-Aufsteiger SV GW Todenbüttel (4:1). Auch die hohe Trainingsbeteiligung und das Engagement seiner Akteure stimmen Trainer Jens Heuer zuversichtlich: „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben und einen Rang zwischen acht und zwölf erreichen.“ Verlassen wird man sich dabei wieder auf den Instinkt von „Tormaschine“ Lars Breiholz, der sich in der abgelaufenen Saison mit 35 Treffern die Krone aufsetzte.
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