Kommen schwimmende Ferienhäuser?

Hans-Werner Weihs
Hans-Werner Weihs

Gelting plant Ansiedelung von zehn Hausbooten im Hafen Wackerballig / Promenade und Strand sollen für Tourismus aufgewertet werden

Avatar_shz von
17. Dezember 2011, 06:58 Uhr

Gelting | Neue Pläne hat der Flensburger Wasserbauunternehmer Hans-Werner Weihs für den in seinem Eigentum befindlichen Sportboothafen Wackerballig. Nachdem die Gemeinde Gelting durch den Akt einer Inkommunalisierung anstelle des Bundes die Planungshoheit für die einen Hektar große Wasserfläche übernommen hat, ist jetzt seitens der Gemeindevertretung eine Änderung des Flächennutzungsplans, verknüpft mit einem Aufstellungsbeschluss, auf den Behördenweg gebracht worden.

Weihs will zur weiteren Belebung des Hafens an der Geltinger Bucht die Genehmigung für ein maritimes Sondergebiet erreichen. Dort sollen maximal zehn schwimmende Ferienhäuser einen Dauerliegeplatz erhalten. Parallel dazu beantragt die Kommune die Aufstellung eines "vorhabenbezogenen Bebauungsplanes" - und dies auf eigene Kosten.

Dabei geht es um das landseitige Projekt mit der Anlage einer Promenade entlang des Strandweges in Wackerballig sowie um eine Modernisierung des dortigen Badestrandes. Bürgermeister Uwe Linde sieht in diesem gemeinsamen Konzept an Land und auf dem Wasser eine neue touristische Chance und damit eine Stärkung der Wirtschaftskraft.

Anlässlich der Jahresschlusssitzung verabschiedete der Gemeinderat zudem einmütig den Etat 2012, der Einnahmen und Ausgaben von 2,761 Millionen Euro im Verwaltungs- und 329 000 Euro im Vermögensteil vorsieht. Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben mit 230 / 230 / 350 Prozent konstant. Obwohl keine größeren Investitionen bevorstehen, müssen der Rücklage 90 300 Euro entnommen werden, um die Pflichtaufgaben erfüllen zu können. Allein um 63 000 Euro steigen die Schulkosten im nächsten Jahr.

Vergeben wurde im weiteren Sitzungsverlauf die Funktion eines gastronomischen Bewirtschafters der Birkhalle. Bis 2014 führt bei Großveranstaltungen Stephan Jacobsen, der Inhaber des "Steinberger Hofs", auch die Regie in der Geltinger Mehrzweckhalle.

Beanstandet von Siedlern im Baugebiet Kleingaarwang wurde der Umstand, dass sich auf dem jüngst erschlossenen Neubaugebiet Mühlenberg II (wir berichteten) mehrere große Wasserflächen gebildet haben. Die Kleingaarwanger Hausbesitzer sehen darin eine Gefahrenquelle, wenn das Oberflächenwasser durch eine Zuwegung in ihre Siedlung abfließen könnte. Bürgermeister Uwe Linde sagte dazu, es würden derzeit Untersuchungen von Fachleuten angestellt, um das Problem in den Griff zu kriegen. Über einen Vorfluter fließt normalerweise sämtliches Regenwasser aus diesen Baugebieten über die Lehbeker Au in Richtung Ostsee.

Einer der künftigen Neusiedler von Mühlenfeld II fragte zudem nach, weshalb er eine Pauschale von 8000 Euro für die Verlegung von Nahwärmeleitungen der Eon bezahlen müsse, obwohl er sein Haus mit einer umweltfreundlichen Pellet-Heizung ausstatten werde. Linde antwortete, die Installation der Nahwärmeleitungen für alle 21 Hausgrundstücke sei von Anfang an vertraglich geregelt worden. Dabei gebe es keine Ausnahme von der Regel. In späteren Jahren könnte nach einem Eigentumswechsel ein anderer Hausherr womöglich den Anschluss an das Versorgungsnetz der Eon wünschen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen