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Spiellinie auf der Kieler Woche 2016 : Kiwo-Programm: Das können Kinder auf der Krusenkoppel erleben

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Aus der Onlineredaktion

Am 18. Juni wird die Wiese vorm Landtag zum Abenteuerspielplatz. Was gibt's? Maike Wiechmann, Projektleiterin der Spiellinie, erzählt.

Nicht nur für die großen, auch für die kleinen Besucher ist die Kieler Woche ein Höhepunkt. Ein Abenteuerspielplatz ist traditionell die Spiellinie auf der Krusenkoppel. Sägen, Hämmern, Malen, Matschen, Klettern - abseits vom Trubel und unter fachkundiger Aufsicht von Betreuern der Spiellinie. Hier, am Rande des Düsternbrooker Gehölzes, können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen, sich ausprobieren und Abenteuer erleben.

Wo gibt es was auf der Spiellinie? Das verrät diese Karte. Für die Info klicken Sie einfach auf die Punkte. (Quelle: Landeshauptstadt Kiel)

 

Jahr für Jahr unter ein anderes Motto gestellt, ist die Spiellinie nach 43 Jahren noch immer ein Magnet für Familien während der Kieler Woche. 2015 ging es auf der Krusenkoppel „In neun Tagen um die Welt“, in diesem Jahr ist die 57.000 Quadratmeter große Grünfläche fest in der Hand von „Ritter Kruse von der Drachenkoppel“ (geöffnet von Montag bis Freitag von 14-18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr). Verantwortlich für die Spiellinie ist Projektleiterin und Burgfräulein Maike Wiechmann. Was es gibt, erzählt sie im Interview.

Was hat denn das diesjährige Thema „Ritter Kruse von der Drachenkoppel“ zu bieten?

Es gibt ein Drachental mit einer Höhle und einem riesigen Drachen, mehrere Ritterburgen, eine Falknerei, die Blechbüchsenkompanie aus fast 1000 Blechdosen, Gauklerzelte, ein Geschichtenzelt und eine Lesebühne im Burginnenhof einer wirklich supertollen Burg. Die Kinder können wieder mit Materialen wie Lehm, Holz, Stoff, Wolle, Pappmaché, Stroh, Sand, Farbe oder Papier arbeiten. Außerdem gibt es täglich um 15 Uhr ein Kindermusikprogramm und auch ruhigere Angebote wie das Geschichtenzelt.

Was war das Ihrer Meinung nach bisher beste Motto?

Ich fand eigentlich alle Themen schön. „Schlaraffenland“ vor drei Jahren war super. Das absolute Highlight war ein riesengroßes Brathähnchen. Baulich etwas schwierig, aber ich wollte das unbedingt, und es war toll!

Was war die Schwierigkeit?

Zum einen mussten wir wahnsinnig viel Stoff einfärben, um die knusprige braune Haut des Hähnchens nachzuempfinden. Und dann stand die Holzkonstruktion direkt am Hang. Das war nicht ungefährlich für die Arbeiter, darum haben die auch konsequent mit Bergsteigersicherung gearbeitet.

Wer ist für den Aufbau zuständig?

Das sind sehr viele Menschen. Die Malwände, die als erstes auf der Krusenkoppel stehen, bereiten wir mit Grundschulkindern vor. Unterstützung erhalten wir vor allem von Jugendeinrichtungen. Die Projektgruppe „8+3“ des Kinder- und Jugendhilfe-Verbunds Kiel beispielsweise fertigt für die Spiellinie Lampions und große Stelen. Jugendliche der Deutschen-Angestellten Akademie fertigen in diesem Jahr große bunte Fahnen für die Ritterburg und nähen Kostüme. Eine Gruppe des Ausbildungsverbundes Kiel ist unter anderem für die fantasievolle Gestaltung der Lesebühne, aber auch für den einen oder anderen Gast aus Pappmaché auf der Spiellinie zuständig.

Was würden Sie Eltern empfehlen, die die Spiellinie mit ihren Kindern zum ersten Mal besuchen?

Ich würde raten, den Kindern alte Klamotten anzuziehen, Zeit mitzubringen und sie einfach machen zu lassen. Das Schöne ist, wenn Kinder am Ende sehen, dass ohne ihre zwei Bretter nie eine Sphinx oder Ähnliches entstanden wäre. Unser pädagogisches Konzept ist: Zusammen schafft man ganz viel, am besten, ohne es wahrzunehmen. Wir haben jedes Jahr etwa 350.000 Besucher, aber die Stimmung ist immer entspannt, weil die Eltern ein unglaublich großes Vertrauen haben, dass wir wissen, was wir machen.

Was sind die schönsten Momente auf der Spiellinie?

Kinder sind ein gutes Publikum, um Ideen umzusetzen und sie eigene einbringen zu lassen. Ich freue mich immer, wenn die Kinder am ersten Tag um 11 Uhr zur Spiellinie kommen und alles bestaunen. Zuerst arbeitet noch jedes Kind für sich, aber nach zwei, drei Tagen macht es „Pling“ und alles wächst zusammen. Ein ganz toller Moment ist es am Schluss der Kieler Woche, wenn man sieht, wie alles, was im Laufe der Tage gebaut, gebastelt, genäht und gemalt wurde, wie Pilze aus dem Boden geschossen ist und sich zusammenfügt.

Was für ein Gefühl ist es für Sie, wenn nach der Kieler Woche alles wieder abgebaut wird?

In den ersten Jahren war es total schrecklich. Inzwischen ist es immer noch nicht schön. Aber vieles von der Spiellinie lebt nach der Kieler Woche weiter. Oft holen sich Kindergärten einige der Pappmaché-Figuren und Lampions für ihre Einrichtungen bei uns ab.

Was machen Sie persönlich am liebsten auf der Spiellinie?

Ich arbeite gern mit Pappmaché, finde aber auch Hämmern toll.

Termine, Randgeschichten, viele Fotos: Infos rund um die Kieler Woche gibt es in unserem Kieler-Woche-Liveblog.

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erstellt am 18.Jun.2016 | 10:29 Uhr

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