zur Navigation springen

Prüfung : Keine Haftpflicht-Probleme für Asklepios

vom

Argumentation von Asklepios gerät ins Wanken: In einer Stellungnahme meldet das Bundesgesundheitsministerium "erhebliche Zweifel" an.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 18:23 Uhr

„Wir dürfen die niedergelassenen Ärzte schlicht nicht mehr versichern“, sagte Asklepios-Konzernsprecher Rudi Schmidt am 6. November 2013  und verwies auf ein Rechtsgutachten der Kanzlei Causa Concilio, das die Übernahme der Haftpflichtprämien für die beiden Beleg-Gynäkologen  durch die Asklepios-Nordsee-Klinik als wettbewerbswidrig und ungesetzlich einstufte.    Auf Betreiben des Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing (CDU), prüfte das Bundesgesundheitsministerium  das Rechtsgutachten und meldete jetzt  „erhebliche Zweifel“ an der Asklepios-Argumentation an. Es zeigte sich, dass das Thema    bereits am 10. September  2012 auf eine Anfrage der Fraktion Die  Linke,  über „Die belegärztliche Geburtshilfe in Deutschland“  im Bundestag behandelt wurde. Demnach  gibt  der von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG)   empfohlene  Muster-Belegarztvertrag die Möglichkeit, die stationäre Tätigkeit des Arztes in die Haftpflichtversicherung des Krankenhauses miteinzubeziehen. Nach Mitteilung des DKG nehme  diese Praxis besonders im Bereich der Geburtshilfe/Gynäkologie zu.  Zudem stellt das Bundesgesundheitsministerium klar, dass „bislang kein spezielles Bestechungsdelikt für das Gesundheitswesen existiert“. Die Befürchtung, die  Haftpflichübernahme könne für den Belegarzt ein juristisches Nachspiel haben, ist damit widerlegt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen